Coach Köllner lässt Talente mittrainieren

TSV 1860: Große Chance für zwei kleine Löwen

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Michael Köllner gibt zwei Talenten eine Chance.

Beim TSV 1860 München dürfen zwei Talente erstmals Profiluft schnuppern. Wie plant Coach Michael Köllner mit den Jungspunden Ahanna Agbowo und Maxim Gresler?

  • Beim TSV 1860 München hat die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen.
  • Mit dabei sind auch zwei Talente: Ahanna Agbowo aus der U 19 und Maxim Gresler aus der U 17.
  • Agbowo ist 18, Gresler erst 16. Nun dürfen sie erstmals Profiluft schnuppern.

München - Seit seiner Zeit in Nürnberg genießt Löwen-Coach Michael Köllner einen Ruf als Talente-Entdecker und -Förderer. Auch in seinen ersten Wochen beim TSV 1860 ist der 50-Jährige diesem Ruf gerecht geworden. Er verhalf Noel Niemann, 20, zu seinem Startelf-Debüt – und hat jetzt erneut zwei Talente aus dem Hut gezaubert: Ahanna Agbowo aus der U 19 und Maxim Gresler aus der herausragenden U 17.

Der eine 18, der andere gerade mal 16. Beim ersten Training des neuen Jahres durfte das Duo erstmals Profiluft schnuppern, und nach Lage der Dinge sind sie auch ab Sonntag im Trainingslager.

Agbowo: Er stammt aus Nigeria und wuchs in Ramersdorf auf

Agbowo ist im zentralen Mittelfeld zu Hause. „Er ist mit einem unglaublichen Talent gesegnet, das er jetzt abzurufen scheint“, sagt Berater Karl Herzog: „Bei 1860 ist er schon sehr lange (seit 2012/Red.), aber immer ein bisschen unter dem Radar geflogen. Er hat eine sehr gute Geschwindigkeit und eine außergewöhnliche Spielübersicht.“

Aufgewachsen ist der aus Nigeria stammende Agbowo in Ramersdorf, zusammen mit seiner Mutter und drei Geschwistern: „Ihm ist in seinem Leben nicht viel geschenkt worden.“ Nach der Mittleren Reife absolvierte Agbowo ein soziales Jahr bei 1860, derzeit besucht er die FOS. Herzog und sein Mitarbeiter Raphael Ott sind sich sicher: „Der hebt nicht ab, nur weil er jetzt bei den Profis ist. Er ist ein total bodenständiger Junge.“

Ähnlich Positives hört man auch von Gresler, dem 16 Jahre jungen Tölzer, der im Sommer 2016 von der JFG Wolfratshausen zu 1860 gewechselt ist. Als Vorbild nennt der flexible Verteidiger (links, innen) Sergio Ramos; er selbst hat sich seine Widerstandskraft bei den Tölzer Löwen angeeignet, als passionierter Eishockeyspieler. „Körperlich ist er eine Maschine“, schwärmt Ott aus der Agentur Herzog.

TSV 1860 München: Was passiert mit Fabian Greilinger?

Daniel Kaiser, der Gresler voriges Jahr in der U 16 der Löwen trainiert hat, hebt ebenfalls die (mentale) Robustheit des jungen Deutschrussen hervor: „Er hat das Herz am rechten Fleck, will jedes Spiel gewinnen und ist absolut fokussiert. Obwohl er als jüngerer B-Jugendlicher in der U 17 gespielt hat, war er dort ein absoluter Leistungsträger.“ Zudem ist Gresler als flexibler Linksfuß prädestiniert für das laufaufwendige System von Taktikguru Köllner.

Ob die beiden Junglöwen nach dem Spanien-Camp bei den Profis bleiben, wird sich zeigen. Ebenso gespannt darf man sein, wie es mit Fabian Greilinger (19) weitergeht, der bei Ex-Coach Daniel Bierofka hoch im Kurs stand, unter Köllner aber erst zwei Minuten gespielt hat. Herzog, der auch das Sturmtalent aus Altötting betreut, sagt: „Er will da durch – und muss da durch. Er will auf Gedeih und Verderb bei 1860 bleiben. Wenn wir sagen: Geh halt nach Cottbus oder nach Saarbrücken, dann schaut er dich ungläubig an. Er ist halt ein Bayer durch und durch.“

Uli Kellner

Der Benfica-Transfer von Julian Weigl beschert den Löwen Millionen. 1860-Sportchef Gorenzel nennt erste Details, was mit dem Geld passieren wird. Die Winterpause ist rum, beim TSV 1860 hat die Vorbereitung auf die Restrückrunde in der 3. Liga begonnen. Gut 100 Fans wollten der Mannschaft beim gestrigen Aufgalopp zusehen.

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