Neuzugang ist ein alter Bekannter

Rückholaktion gelungen: Bierofka schwärmt von „A-Lösung“ Owusu

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Rückholaktion gelungen: Prince Owusu.

Lange wurde gezittert beim TSV 1860 München - doch kurz vor Ende der Transferperiode gelang doch noch die Rückholaktion von Prince Owusu. Der Trainer ist zufrieden.

München - Er träumte von einer höheren Liga, wahlweise vom Ausland, doch die Realität sieht etwas anders aus. Nämlich: Jahnstadion Dachau, 3. Runde im Totopokal gegen den TSV 1865 Dachau (17.30 Uhr). Hier wird Prince Osei Owusu (22) am Dienstag vor 3200 Zuschauern sein München-Abenteuer fortsetzen, das er im Glauben abgebrochen hatte, ihm stehe die (Fußball-)Welt offen. „Ich überlege, ob ich Ossi gleich bringe“, stellte Daniel Bierofka dem Rückkehrer einen Kaltstart in Aussicht.

Neuer Stürmer „war dringend notwendig“

Am 18. Mai bestritt Owusu sein letztes Spiel im Löwen-Trikot (0:4 in Jena) – jetzt ist er zurück an der Grünwalder Straße. Am Samstag machte Sportchef Günther Gorenzel die fremdfinanzierte Ausleihe fix, gestern trainierte der Stürmer erstmals mit seinen neuen, alten Kollegen – und zumindest Bierofka strahlte hinterher Zufriedenheit aus. „Erst mal war’s dringend notwendig, noch einen Stürmer zu holen“, sagte der Coach: „Mit Zier(eis) und Sascha (Mölders) hatte ich nur zwei Stürmer, und wenn einer von den beiden ausgefallen wäre, wäre es eine Vollkatastrophe geworden.“

Rückkehrer Owusu erweitert nicht nur die taktischen Möglichkeiten des Drittligisten, er sorgt auch dafür, dass die Löwen wieder fast ihren A-Kader von voriger Saison beisammen haben (minus Simon Lorenz). Dass beide Parteien erst am Ende des Transfersommers wieder zusammengefunden haben, könnte man so deuten, dass sich beide Parteien etwas mehr erhofft hatten. Bierofka jedoch sieht das ganz anders. 

Arminia zahlt einen Teil von Owusus Gehalt

Zwar räumt er ein, dass man sich mit „vielen, vielen Stürmern“ beschäftigt habe. Er betonte aber, dass es nicht das Ziel gewesen sei, eine „C-Lösung“ an Land zu ziehen – und Owusu, „unsere letzte Option“, auch nicht so zu sehen sei: „Aus verschiedensten Gründen hat es bei keinem anderen Spieler hingehauen. Ossi hatte am Anfang gesagt, er will sich in Bielefeld durchsetzen. Dann war’s so, dass er ein bisschen gewartet hat, ob noch eine höherklassige Anfrage kommt. Erst in den letzten Tagen haben wir das Signal bekommen, dass wir ihn kriegen können – dann haben wir zugeschlagen.“ 

Auch weil die Arminia wie in der zurückliegenden Rückrunde einen Teil des Owusu-Gehalts weiterbezahlt. Mit anderen Worten: „Wir müssen froh sein, dass wir überhaupt so einen Stürmer bekommen haben. Für uns ist Ossi jetzt eine absolute A-Lösung.“

Auch deswegen soll „Ossi“ gleich am Dienstag Spielpraxis sammeln, wenn Bierofka wie gewohnt seine B-Löwen in den Zweitwettbewerb namens Totopokal schickt.

Uli Kellner

Das Duell mit dem Chemnitzer FC war richtungsweisend für die Löwen. Bei seinem Startelfdebüt markierte Leon Klassen dann einen unfassbar wichtigen Treffer.

Kurz vor Transferschluss hat es doch geklapppt: Günther Gorenzel erklärt die finanziellen Hintergründe zum Owusu-Transfer.

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