„Das wäre der Untergang“

TSV 1860 mit breiter Brust - Wann Gorenzel mit einem Neustart in Liga drei rechnet

Auf diese Kulisse müssen Löwen-Fans im Jahr 2020 vorerst verzichten - auch wenn trotz Corona gespielt werden sollte
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Auf diese Kulisse müssen Löwen-Fans im Jahr 2020 vorerst verzichten - auch wenn trotz Corona gespielt werden sollte.

Wie in der Bundesliga stehen auch in der Dritten Liga die Zeichen auf Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Wie sieht der Plan des TSV 1860 aus?

  • Nach einem Votum stehen in der 3. Liga die Zeichen auf baldigen Wiederanpfiff.
  • 1860-Geschäftsführer Gorenzel schildert, wann er mit der Fortsetzung der Spielzeit rechnet.
  • Während Sascha Mölders vom Aufstieg träumt, hat die Vereinsführung die Zukunft der Liga im Auge.

München - Sturmtank Sascha Mölders schreibt im sozialen Netzwerk Instagram bereits vom Aufstieg in die Zweite Liga – ganz so weit will sein Chef beim TSV 1860 noch nicht gehen. 

Doch auch Günther Gorenzel trat bei der Löwen-Videorunde am Mittwoch voller Optimismus auf. „Wir können mit breiter Brust starten“, sagte der 47-jährige Geschäftsführer der Sechziger und nannte auf Nachfrage „die dritte, vierte Mai-Woche“ als Termin für eine mögliche Fortsetzung. Zwei Wochen normales Mannschaftstraining sollten nach entsprechender Erlaubnis der Behörden* reichen.

TSV 1860: Geisterticket-Aktion verläuft vielversprechend

Gorenzels Botschaft an die Befürworter eines Abbruchs, wie Waldhof Mannheim*, war deutlich: Auf Monate gesehen, in denen keine Partien mit Zuschauern möglich sein werden, gebe es keine Alternative zu Geisterspielen. „Bis zum Frühjahr auszusetzen, das wäre der Untergang der 3. Liga und des gesamten Profifußballs.“ Nun liege es an jedem Klub selbst, die Situation bestmöglich zu vermarkten. Im Falle 1860 ist Gorenzel froh über die positive Resonanz von Sponsoren und Fans. Die Geister­ticket-Aktion sei vielversprechend angelaufen, berichtete er.

Mittelfristig freilich könne die Liga nur durch eine Schärfung ihrer Identität als Ausbildungsliga überleben. Mehr Pflicht-Kaderplätze für eigene Nachwuchsspieler könnten die Kosten an breiter Front senken, dazu gelte es den Anteil an den TV-Erlösen zu steigern. Gorenzels Plädoyer: „Die 3. Liga muss als Profiliga Bestand haben, wenn man sich ansieht, wie viele junge Spieler erst über diese Liga den Sprung schaffen.“

*tz.de und mannheim24.de sind ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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