Sportchef Gorenzel macht Hoffnung

Mölders oder Grimaldi - „Einer wird spielen können“

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Der „Ochsensturm“ der Löwen: Sascha Mölders (l.) und Adriano Grimaldi

Noch drei Tage bis zum Heimspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden – und für die Löwen wird die Vorbereitung ein Wettlauf gegen die Zeit.

München - „Alle unsere drei klassischen Stoßstürmer sind verletzt“, sagte Sportchef und Interims­trainer Günther Gorenzel gestern Mittag mit besorgter Miene. Erst nach mehrmaligem Nachfragen ließ sich der 46-Jährige zu einem optimistischen Ausblick hinreißen: „Ich gehe davon aus, dass einer am Samstag spielen kann.“

Um Markus Ziereis wird es sich bestimmt nicht handeln. Der Oberpfälzer fällt mit einem Außenbandanriss am rechten Knie noch mindestens drei Wochen aus. Auch Adriano Grimaldi (Knieprellung) ist wohl eher kein Kandidat für die Startelf. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen“, sagte Gorenzel über den Topscorer. Ein Einsatz sei nicht ausgeschlossen, „aber es wird sehr eng“.

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Mölders trainiert wieder

Bleibt Sascha Mölders, der trotz seines nicht ausgeheilten Knochenödems am Schienbeinkopf gestern Nachmittag wieder mittrainierte. Gorenzels Ansage: „Eine vollständige Ausheilung würde Monate dauern, diese Zeit hast du im Spitzensport nicht. Deshalb schauen wir in Abstimmung mit unserem Ärzteteam von Tag zu Tag. Sascha trainiert schmerzabhängig, wir vertrauen da voll und ganz auf unsere Ärzte.“

Sollte auch Mölders passen müssen, stünden die Löwen vor einem Problem. Gegen Rostock war zu besichtigen, dass Stefan Lex keine sinnvolle Option an vorderster Front ist, auch Ekfan Bekiroglu überzeugte nicht. Gorenzel ist überzeugt, „dass wir Möglichkeiten haben, das zu kompensieren“, Namen wollte er gestern freilich keine nennen. Man müsse diesen Raum dann eben „anders interpretieren“. Womöglich mit Nico Karger in der Zentrale?

Derby gegen Haching am Mittwoch

Den Löwen steht eine richtungsweisende Englische Woche bevor. Nach Wehen wartet am kommenden Mittwoch die Auswärtspartie bei der SpVgg Unterhaching, am Montag drauf (19 Uhr) geht’s im Grünwalder Stadion gegen das Überraschungsteam der Würzburger Kickers. Sieben Punkte – und die Sechziger hätten sich einstweilen im vorderen Tabellendrittel festgesetzt. Der geringe Abstand nach hinten erlaubt freilich auch eine andere Sichtweise. Gorenzel sind derlei Rechenspiele fremd.

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„Die Tabelle interessiert mich aktuell überhaupt nicht“, sagt er mit glaubhafter Miene. „Wir denken in Prozessen – und da gilt es festzuhalten, dass sich die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt.“ Auch das 2:2 in Rocstock habe wieder wertvolle Erkenntnisse geliefert. „Der Abstand zwischen den Mannschaftsteilen war nicht optimal. Und nach dem 1:1 sind wir hektisch geworden, auch das sollte nicht passieren.“ Vorläufiges Fazit: „Wir haben schon viel gelernt in dieser Saison, aber es immer noch genügend Luft nach oben.“ Noch drei Tage bis zur nächsten Lernzielkontrolle.

lk

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