Neuer Deal mit Schwarzer?

Präsident Rainer Beeck mit Manfred Stoffers.
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Präsident Rainer Beeck mit Manfred Stoffers.

Manfred Stoffers verdiente sich am Sonntag in der Allianz Arena ganz schön Kilometergeld.

Erst sah er sich das Spiel gegen Ahlen von der VIP-Lounge aus an, dann ging’s für ihn rüber in die Nordkurve, um die Fans zu begrüßen und Stehplatzatmosphäre aufzusaugen.

Als der neue Löwen-Geschäftsführer von dort auf der gegenüberliegenden Seite das Transparent mit der Aufschrift „Willkommen Miki und Manni“ erblickte, gab’s für ihn kein Halten mehr. Da musste er natürlich auch noch in die Südkurve. „Wenn ich solche Sachen lese, dann habe ich nah am Wasser gebaut“, gab Stoffers zu.

Ansonsten ist für Gefühlsduseleien allerdings kein Platz. Vor allem nicht im Fall Nicolai Schwarzer. Mit dem Kopf der Investorengruppe hat sich Stoffers am Samstagnachmittag am Telefon lange unterhalten, und, so Stoffers, „wir sind so verblieben, dass der Vertrag nicht nur zu prüfen, sondern grundlegend neu zu verhandeln ist“.

Schwarzer bleibt also bei der Stange, nachdem der erste Versuch der Zusammenarbeit von Seiten der Löwen-Führung kläglich gescheitert ist. Stoffers: „Schwarzer will in den neuen Prozess mit eintreten.“

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Erst mal aber fahre die Geschäftsführung des TSV 1860 Mitte dieser Woche nach Frankfurt zur DFL, um, so Stoffers, „neue Wege zu finden, damit wir unser Ziel erreichen. Diesmal aber unter Vermeidung aller Flüchtigkeitsfehler, die uns beim ersten Mal unterlaufen sind.“

Stoffers rechnet in „drei bis vier Wochen“ mit einem Ergebnis. Auch die Investorgruppe mache keinen Druck. „Die Leistung, die sie bisher erbracht hat (die Finanzierung von Rukavina und Gulan, d. Red.) wird vorerst bei uns gelassen. Obwohl der Vertrag noch nicht zustande gekommen ist.“

Befürchtet Stoffers erneute Differenzen mit OB und Aufsichtsrat Christian Ude wegen seiner Kontaktaufnahme mit Schwarzer? „Nein. Ich habe mit Herrn Ude telefoniert und er ist der Ansicht, dass seine Befürchtungen ihren Gegenstand verloren haben. Er hat mir am Sonntag versichert, dass seine Bedenken nur formaljuristischer Natur waren und nichts mit Herrn Schwarzer zu tun haben.“

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Quelle: tz

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