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Löwe Boyamba angriffslustig: „Die 3. Liga ist in meiner Karriere nicht das finale Ziel...“

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Von: Uli Kellner

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1860-Profi Joseph Boyamba lacht mit Marco Hiller und Jesper Verlaat beim Beachvolleyball.
Die gute Laune ist zurück: Joseph Boyamba möchte sich wieder zeigen, nicht nur auf dem Beachvolleyballfeld. © Stefan Matzke / sampics

Es ist das ideale Spiel für einen Neustart: 1860 in Mannheim, bei einem Rivalen im Aufstiegskampf. Klar, dass sich da auch der Ex-Waldhöfer Boyamba was erhofft.

Alle Augen werden am Samstag auf ihn gerichtet sein: Raphael Holzhauser soll den TSV 1860 in Mannheim zu einem Traumstart ins neue Fußballjahr führen, die Spielgenehmigung liegt seit Freitag vor. Der Leihlöwe von OH Leuven ist für Michael Köllners Startelf vorgesehen, in der zwei andere Fixgrößen fehlen: Kapitän Stefan Lex und Yannick Deichmann (beide Grippe). Die Chance für den Ex-Waldhöfer Joseph Boyamba?

Mit seiner Formel-1-Clique in Mannheim sei er noch bestens „connected“, verriet der Turbodribbler in Belek, bei 1860 dagegen wurde er frühzeitig ausgebremst. Seit dem Spiel bei Dortmund II Anfang Oktober ist er raus, musste auch im Türkei-Camp in der B-Elf auflaufen. Aber: Ein längerer Boxenstopp auf der Bank ist keine Option für den Mercedes-Fan, der ab sofort Vollgas verspricht – wenn ihn der Trainer lässt. „Als ich gegen Essen nicht im Kader war, das war schon hart“, gibt Boyamba zu. Seit einer Aussprache mit Köllner blickt er aber positiv nach vorne: „Ich bin ein Kämpfer, weiß, was ich kann. Wenn ich weiterhin mein Bestes gebe, wird mein Name auch wieder auf der Anzeigetafel aufleuchten. Gegenwind bläst mich nicht um.“

Formel-1-Fan will Boxenstopp auf der Bank beenden

Darüber hinaus äußerte sich Boyamba vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte über....

... Wechselgedanken: „Nee, auf gar keinen Fall. So was gehört zum Fußball dazu. Dir wird ja nicht immer nur Honig aufs Brot geschmiert. Ein bisschen resistenzfähig musst du schon sein. Die Pause jetzt kam zu einem guten Zeitpunkt – für alle. Man hat auch den Anschein, dass wir den Spaß am Fußball wieder mehr gefunden haben.

... Gute-Laune-Fußball: „Am wichtigsten ist es, Spiele zu gewinnen, denn wenn du gewinnst, ist die Laune tendenziell besser. Am Ende darf man nicht vergessen: Wenn du den Spaß am Fußball verlierst, verkrampfst du und kommst nicht mehr an diene maximale Leistung. Man muss mit Ernsthaftigkeit an die ganze Sache herangehen, darf aber nicht den Spaß am Fußball verlieren. Wenn ich an Meppen denke, wo ich den Ball über 40 Meter zu Koby (Martin Kobylanski/Red.) spiele und der muss ihn nur noch reinschieben … das macht Spaß.“

... Idealposition(en): „Auf der alleinigen Zehn, dass ich halt überall rumturnen kann – oder außen. Ich hab einige Male mit dem Trainer gesprochen, er war jetzt auch zufrieden und hat gesagt, dass rechts meine Position ist – da hab ich auch die meisten Spiele gemacht.“

... Auftaktgegner Mannheim: „Auftakt ist immer wichtig. Kann man schon als Spitzenspiel betrachten, als Big-Point-Spiel. Die sitzen uns im Nacken. Wir wollen den Anschluss nach oben wahren. Die anderen klauen sich oben auch noch die Punkte untereinander – deswegen wäre es schon nicht verkehrt, die drei Punkte mit nach München zu nehmen.“

... die richtige Haltung für das Spiel am Samstag: „Selbstbewusst, aktiv, aus einer guten Ordnung. Die Null muss so lange wie möglich stehen, das ist das Wichtigste. Ich weiß, wie es ist dort: Wenn du nicht in Führung gehst und mal nicht so gut im Spiel drin bist, werden die unruhig…“

... persönliche Ziele: „Ich glaube, es gibt wenige Sachen, die einen im Leben anspornen. Ob das jetzt Fußball ist oder ein anderer Beruf: Man möchte nie da stehen bleiben, wo man gerade ist. Wer sich zu früh zufrieden gibt mit dem, was er hat, der hat irgendwas falsch gemacht. Für mich persönlich ist es schon ein Ziel, das Bestmögliche immer rauszuholen und nicht zu stagnieren. Am Ende des Tages ist die 3. Liga in meiner Karriere nicht das finale Ziel.“

Dem zuletzt blassen Löwen-Sturm würde ein bisschen Boyamba-Power gewiss nicht schaden.

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