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Gestatten, Julian Bell und Devin Sür: Kaderchance für zwei U19-Grünschnäbel

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Von: Uli Kellner

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Julian Bell im Löwen-Training der Profis.
Chance für einen Junglöwen: Julian Bell aus der U19 könnte für Yannick Deichmann bzw. Marius Willsch rechts hinten einspringen. © Imago

Ob sie wollen oder nicht: Nach Lage der Dinge werden die Löwen wohl am Sonntag in Köln antreten. Weil sie auf 16 Spieler kommen und dann müssen. Eine Übersicht.

Ein DFB-Pokalspiel als Superspreader-Event? Nach dem Achtelfinale der Löwen gegen Karlsruhe gab es nicht nur 27 positive PCR-Tests beim KSC, sondern auch eine Corona-Welle beim TSV 1860, die bereits zu zwei Spielabsagen führte (Türkgücü, FCK). „Mehr als die Hälfte der Mannschaft und des Trainerstabs sind in Quarantäne“, meldete Sportchef Günther Gorenzel – und nahm selber eine Hauptrolle auf dem Platz ein: als Vertreter des noch mindestens bis Samstag absenten Cheftrainers Michael Köllner.

Ob die Löwen am Sonntag bei Viktoria Köln antreten können, hängt maßgeblich davon ab, ob sich 16 spielberechtigte Profis auftreiben lassen. Diesbezüglich Hoffnung machte das Training am Mittwochnachmittag, das erste seit dem Corona-Ausbruch. Gemeinsam mit dem ausgebildeten Fußballlehrer Gorenzel auf dem Platz: drei Torhüter plus zwölf Feldspieler, darunter zwei U19-Grünschnäbel (Julian Bell, Devin Sür). Aus der Stammelf der letzten Wochen fehlten: Stephan Salger, Yannick Deichmann und Stefan Lex. Fabian Greilinger tauchte auch am Trainingsgelände auf, aber nur in zivil.

Devin Sür aus der U19 mischt im Training der 1860-Profis mit.
Überraschungsgast: Der erst 17 Jahre alte Devin Sür im Zweikampf mit Merv Biankadi. © Stefan Matzke / Sampics

Aus dem Verein ist zu hören, dass wohl kein Weg daran vorbeiführt, dass die Löwen am Sonntag bei der Viktoria in Köln antreten. Gemeine, aber aus Verbandssicht nachvollziehbare Regel: Selbst gesperrte Spieler wie Richard Neudecker (fünfte Gelbe Karte) oder rekonvaleszente Profis wie Daniel Wein (Fußverletzung) und Marius Willsch (Adduktoren) würden als einsetzbare Spieler gewertet und trügen dazu bei, dass die Löwen auf 16 spielberechtigte Profis kämen, in der Theorie...

Aber: Noch gibt es bei 1860 die Resthoffnung, dass sich bis zum Wochenende der eine oder andere Quarantäne-Profi freitestet. Der Kader für Sonntag? Am Ende womöglich namhafter besetzt, als es Mitte der Woche den Anschein hat(te). Julian Bell (19, Rechtsverteidiger) und Devin Sür (17, Sturm) haben trotzdem weiterhin beste Chancen auf eine Köln-Reise mit den Profis.

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