Ohne Sascha Mölders in Sachsen-Anhalt

Köllner fordert gegen Magdeburg Herz und Hirn - Gorenzel warnt Löwen

Notfalls mit Gewalt: Mölders (o.) kann dabei allerdings heute nicht mittun.
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Notfalls mit Gewalt: Mölders (o.) kann dabei allerdings heute nicht mittun.

Ohne Kapitän Sascha Mölders muss der TSV 1860 am Mittwoch beim 1. FC Magdeburg bestehen. Günther Gorenzel nimmt die Mannschaft nach dem Remis gegen Meppen in die Pflicht.

  • Der TSV 1860 München tritt am Mittwochabend ohne den gesperrten Torjäger Sascha Mölders beim 1. FC Magdeburg an. 
  • Nach der Niederlage von Dynamo Dresden am Dienstagabend können die Löwen mit einem Sieg in der Tabelle bis  auf einen Zähler an den Spitzenreiter heranrücken. 
  • Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel hofft nach dem „ärgerlichen und absolut unnötigen“ 1:1 gegen den SV Meppen auf eine Trotzreaktion.

München – Trainingsplatz freigeschaufelt, eine letzte Einheit auf Giesinger Boden, dann ging es für die Löwen Dienstagmittag per Mannschaftsbus ins 530 Kilometer entfernte Magdeburg, wo am Mittwochabend die nächste undankbare Aufgabe in der Dritten Liga ansteht. Nach dem dürftigen 1:1 gegen Meppen muss gegen den Abstiegskandidaten aus Sachsen-Anhalt (hier im Live-Ticker) wieder ein Dreier her, um den Platz in der Spitzengruppe zu sichern. „Wir werden alles daran setzen, das ärgerliche, absolut unnötige 1:1 vom Wochenende jetzt in Magdeburg wiedergutzumachen“, sagt Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel im Glauben an eine Trotzreaktion: „Ich weiß, dass die Mannschaft das kann.“

TSV 1860 München ohne Sascha Mölders beim 1. FC Magdeburg

Ohne ihre Galionsfigur Sascha Mölders. Der Torjäger und Kapitän muss wegen seiner fünften Gelben Karte eine Runde aussetzen und wird im Homeoffice mitfiebern. Auf eine Mitfahrt als Maskottchen verzichten die Löwen. „Ich halte nichts davon, dass Sascha damit Teamgeist zeigt und sich sieben Stunden in den Bus setzt“, erklärte Trainer Michael Köllner auf Nachfrage. „Er hat das große Glück, zwei Tage freimachen zu können, das tut seinen alten Knochen gut. Gegen Zwickau am Sonntag brauchen wir wieder einen frischen Sascha Mölders.“

Esprit und Leidenschaft erwartet der Coach auch am Mittwoch in Magdeburg. Der ästhetische Anspruch orientiert sich an der Qualität. Köllner: „Unsere Mannschaft ist jetzt nicht so exorbitant gut, dass sie mit einer gewissen Leichtigkeit spielen kann, sondern sie muss sich alles hart erarbeiten. Gegen Meppen haben wir ein paar Prozent vermissen lassen. Holen wir diese wieder rein, dann haben wir gute Chancen, in Magdeburg zu gewinnen.“

Gewarnt nach den Ergebnissen 2020: TSV 1860 will „bis zum Schluss bei Musik dabei sein“

Zwei Faktoren werden entscheidend sein: Herz und Hirn. „Jeder muss die Konsequenz im Spiel zeigen und den Eindruck erwecken, dass wir mit aller Gewalt gewinnen wollen“, sagt Köllner. „Gegen Meppen haben wir es nicht gut gemacht, blind geschossen, einfach ohne Hirn gespielt.“ Am Ende konnte Gästetrainer Torsten Frings zurecht von einem verdienten Ergebnis sprechen.

Die zwei verlorenen Punkte wurmen die 1860-Verantwortlichen noch immer. Wer „bis zum Schluss bei der Musik dabei sein“ wolle, dürfte sich solche Fahrlässigkeiten nicht erlauben, sagt Gorenzel, wohl wissend, welchen Rucksack sich die Löwen mit ihrer Serie von vier Unentschieden im Februar 2020 aufbürdeten. Damals folgten dem 4:1 zum Jahresauftakt gegen den späteren Aufsteiger Eintracht Braunschweig ein 2:2 in Zwickau und drei 1:1 gegen Mannheim, Meppen und Magdeburg. Am Ende fehlten fünf Punkte zum Relegationsplatz. Wiederholung unerwünscht.

(LUDWIG KRAMER)

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