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Frust bei 1860 II - Schmöller tobt: „Kann den Mist nicht mehr hören, dass wir ungeschlagen sind“

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Von: Moritz Bletzinger

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Vermisst vollen Einsatz: Frank Schmöller wird ein ernstes Wörtchen mit seinen Junglöwen sprechen.
Vermisst vollen Einsatz: Frank Schmöller wird ein ernstes Wörtchen mit seinen Junglöwen sprechen. © Sven Leifer/Imago

Der TSV 1860 II verliert nicht, aber auch mit dem Gewinnen tun sich die kleinen Löwen schwer. Trainer Frank Schmöller ist sauer, seinen Jungs blüht eine Standpauke.

München - Zwölf Spiele, keine (sportliche) Niederlage, trotzdem nur 19 Punkte und Platz sieben. Das ist die eigenartige Bilanz des TSV 1860 München II. Die kleinen Löwen sind scheinbar unschlagbar, aber dennoch kein Spitzenteam.

„Ich kann den Mist nicht mehr hören, dass wir ungeschlagen sind“, sagt Junglöwen-Trainer Frank Schmöller, der nach dem neuerlichen Remis gegen Türkspor Augsburg merklich angefressen ist. Zweimal in Folge haben sich seine Schützlinge jetzt in der Schlussphase den Ausgleich gefangen. „Uns fehlt der Fokus, solche Dinger auch mal dreckig nach Hause zu fahren“, klagt er.

TSV 1860 II: Schmöller kündigt Kabinenpredigt an - „es ist gerade nicht einfach alles ganz toll“

Nur 90 Prozent hätten seine Schützlinge zuletzt gegeben. Schwingt da Selbstzufriedenheit mit? „Vielleicht geht es uns gerade zu gut“, formuliert es Schmöller und kündigt Tacheles an:, „Es ist gerade nicht einfach alles ganz toll. Und das werden wir der Mannschaft unter der Woche klar mitteilen. Wir müssen uns wieder steigern, wieder konsequent spielen. Wir sind nicht so gut, dass uns 90 Prozent reichen.“

Die Defensive war das Prunkstück der kleinen Löwen, aber auch das hat Macken bekommen. Fünf Gegentore kassierte die Schmöller-Elf in den letzten beiden Spielen. In den zehn Partien zuvor waren es insgesamt vier. Dem Trend muss 1860 II jetzt entgegenwirken.

Steile These: „Vielleicht wäre es gut, mal zu verlieren“ - Schmöller widerspricht seinem Co-Trainer

Vier Tage hat Frank Schmöller Zeit, um seine Jungs wachzurütteln. „Vielleicht wäre es gut, auch mal zu verlieren“, soll sein Co-Trainer bereits eine kontroverse These in den Raum gestellt haben. Schmöller widerspricht, nimmt auch einen Punkt mit. Aber bleibt deutlich: „Die Unentschieden nerven, keine Frage.“

„In Rosenheim erwartet uns ein Spiel, das nicht über technische Finesse entschieden wird“, wirft Schmöller seinen Blick auf den kommenden Gegner. Beim Schlusslicht soll möglichst wieder ein Sieg her.

Wer einen Blick auf die Tabelle wirft, wird feststellen, dass der TSV 1860 II doch eine Niederlage einstecken musste. Die geschah allerdings am grünen Tisch. Der Sieg gegen den FC Memmingen wurde nachträglich zur 0:2-Niederlage aus Löwen-Sicht, weil Alexander Freitag zu früh nach einem Profi-Einsatz bei den Amateuren gespielt hat. (moe)

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