Elfer besiegelt Ende im Achtelfinale

Bitteres Aus im DFB-Pokal - TSV 1860 verliert Millionenspiel gegen den Karlsruher SC

Der TSV 1860 schied durch einen Handelfmeter von Marvin Wanitzek im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Karlsruher SC aus.
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Der TSV 1860 schied durch einen Handelfmeter von Marvin Wanitzek im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Karlsruher SC aus.

Bitteres Aus für den TSV 1860 im Achtelfinale des DFB-Pokal. Trotz einer engagierten Leistung zog der Karlsruher SC in die Runde der letzten Acht ein.

München - Von einem Klassenunterschied war zu Beginn der Partie nichts zu sehen - im Gegenteil. In der Anfangsphase war es Drittligist TSV 1860, der im heimischen Grünwalder Stadion den Ton angab. In der Anfangsphase verpassten Marcel Bär (11.), Fabian Greilinger (13.) und Richard Neudecker (16.) die Führung für die Gastgeber.

Der Tabellenzehnte der 2. Bundesliga tat sich schwer gegen die hochmotivierten Löwen. Michael Köllner hatte seine Mannschaft defensiv ausgezeichnet eingestellt. Bis zur 39. Minute dauerte es, ehe 1860-Keeper Marco Hiller bei einem Freistoß von Philip Heise gefordert wurde und der Karlsruher SC erstmals Torgefahr austrahlte - das einzige Mal vor dem Seitenwechsel.

TSV 1860 gegen Karlsruher SC: Zweitligist übernimmt nach der Pause das Kommando

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste dann aber besser aus der Kabine. Offenbar hat Trainer Christian Eichner die richtigen Worte gefunden, denn in der 50. Minute zappelte der Ball im Netz. Schleusener hatte sich im Sechzehner gut durchgesetzt und den Ball an den Pfosten gedonnert, Cueto traf per Kopf im zweiten Versuch, stand aber hauchdünn im Abseits und es blieb beim 0:0.

Dennoch waren es eher die Badener, die fortan das Tempo im Spiel diktierten. Sechzig versuchte zwar, sich nach Kräften zu befreien, doch der KSC legte spielerisch deutlich zu. Marvin Wanitzek vergab in der 57. Minute aus vollem Lauf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze die Führung. Doch die Löwen kämpften gegen das immer größer werdende spielerische Übergewicht des Zweitligisten. Die Hausherren verteidigten leidenschaftlich und hatten in Hiller beim Schuss von Gondorf (63.) einen sicheren Rückhalt.

TSV 1860 München gegen Karlsruher SC: Marin Wanitzek trifft per Strafstoß zur Führung

In der 68. Minute bahnte sich die unglückliche Entscheidung an. Greilinger sprang bei einer Rettungsaktion im Sechzehner der Ball nach einer Flanke vom rechten Flügel an die Hand und Martin Petersen zeigte auf den Punkt. Wanitzek behielt die Nerven, verlud Hiller und traf sicher zum 1:0 in die Ecke.

Sechzig-Coach Köllner reagierte und brachte mit Tim Linsbichler und Keanu Staude zwei neue Kräfte in die Partie. Die Heimelf überzeugte mit Einsatz und hätte sich beinahe den Ausgleich verdient. Erik Tallig kam in zentraler Position im Strafraum an den Ball, scheiterte aber an Schlussmann Marius Gersbeck (76.).

TSV 1860 München: Nach Pokal-Aus gilt volle Konzentration dem Derby gegen Türkgücü

Vielleicht wäre mit dem eigenen Anhang im Rücken noch eine Energieleistung möglich gewesen, doch ohne die Fans erholten sich die Blauen nicht mehr vom Gegentreffer. Am Ende sicherte sich der KSC die 1,004 Millionen für das Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales.

Der TSV 1860 muss die unglückliche Niederlage schnell abhaken. Am Samstag will die Köllner-Elf im Derby das nächste Ausrufezeichen setzen und mit einem Sieg gegen Türkgücü München weiteren Boden auf die Aufstiegsplätze gut machen. Anpfiff im Olympiastadion ist um 14 Uhr. Wir berichten dann natürlich im Live-Ticker. (Jörg Bullinger)

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