Nach Aus im DFB-Pokal

TSV 1860: Schütteln und weitermachen - Türkgücü wartet

Viel Kampf, kein Ertrag: Dennis Dressel, Marcel Bär und Co. mühten sich gegen Karlsruhe vergeblich.
+
Viel Kampf, kein Ertrag: Dennis Dressel, Marcel Bär und Co. mühten sich gegen Karlsruhe vergeblich.

Nach dem Ausscheiden des TSV 1860 München im DFB-Pokal heißt es wieder volle Konzentration auf die Lage. Am Wochenende wartet Lokalrivale Türkgücü.

München – Michael Köllner gab sich Mühe, Gelassenheit auszustrahlen nach dem 0:1 seiner Löwen im Pokal-Achtelfinale gegen den Karlsruher SC. Und dennoch: Der Frust über das nicht zu Beeinflussende, er musste raus.

Punkt 1: Die verordnete Geisterkulisse im Grünwalder Stadion. „Ich bin ja nicht 500 Jahre lang Trainer, sondern nur ein paar Jahre. Ebenso die Spieler. Und dann erlebst du solche Spiele ohne Zuschauer. Das kann dir keiner im Leben zurückgeben. Das ist schade, dass die Pandemie uns solche Erlebnisse nimmt.“

Punkt 2: Die Schiedsrichter-Entscheidung, nach Fabian Greilingers Handspiel in der 69. Minute Strafstoß zu pfeifen. „Er blockt den Ball mit dem Knie, von dort springt er an die Hand.“ Bei korrekter Auslegung der aktuellen Regel kein Elfmeter.

1860-Flirt Telalovic wechselt zu Borussia Mönchengladbach

Köllners Fazit: „Ob ich mit der Entscheidung zufrieden bin, juckt am Ende niemanden. Das muss man fair hinnehmen, Karlsruhe steht in der nächsten Runde, auch wenn es sehr bitter für uns ist.“ Und das nicht nur sportlich. Gut eine Million Euro an Prämien hätten die Löwen für den Einzug ins Viertelfinale vom DFB kassieren können. Geld, das die Planungen für die neue Saison deutlich erleichtert hätte. Stand jetzt wird der Profi-Etat von bisher 4,7 Millionen auf rund drei Millionen Euro sinken. Es sei denn, Investor Hasan Ismaik gewährt eine Sonderzahlung. Für die es derzeit allerdings keine Indizien gibt. . Ins Bild passt, dass Regionalliga-Torjäger Semir Telalovic (FV Illertissen) gestern für 50 000 Euro Ablöse in die U23 von Borussia Mönchengladbach wechselte. Auch bei 1860 stand der Mittelstürmer auf dem Zettel.

Umso wichtiger ist das Abschneiden in der 3. Liga und im Totopokal, wo die Löwen am 26. März zum Halbfinale beim Regionalligisten Aubstadt antreten. Im Fokus steht das Derby gegen Türkgücü am Samstag im Olympiastadion (14 Uhr, BR und Magenta live).

„Da frage ich mich schon, wofür es den Videoschiedsrichter gibt.“

Robert Reisinger über den Handelfmeter.

Köllners Hoffnung: „Wir haben gegen den KSC einen tollen Kampf geliefert und werden daraus Kraft ziehen für die nächsten Wochen.“ Die Einschränkung von Kapitän Stefan Lex: „Nach der Pause konnten wir an die Leistung nicht anknüpfen, hatten eine schlechte Phase und bis zum Gegentor zu wenig Zugriff. Wir haben um das Tor quasi gebettelt.“ Köllners Relativierung: „Wir waren phasenweise vielleicht ein Stück weit zu passiv, aber nach dem Gegentor sind wir wieder aufgekommen und hatten zwei Riesen-Bretter durch Tallig und Steinhart, wo wir in die Verlängerung hätten kommen können.“

Schütteln und weitermachen, heißt Köllners Devise, Konzentration aufs Beeinflussbare. Auch Präsident Robert Reisinger bleibt Optimist. „Es ist bitter, wenn man wegen so einem Elfmeter ausscheidet. Da frage ich mich schon, wofür es den Videoschiedsrichter gibt. Aber die Niederlage wirft uns nicht um. Mit Blick auf die Liga stimmt mich die Leistung zuversichtlich, vor allem die erste Halbzeit.“ Zumindest über den Kölner Keller wird sich am Samstag aber niemand ärgern müssen. Der ist in der Dritten Liga nicht im Einsatz. (Ludwig Krammer)

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Löwen-Ticker: Doppelter Eigentor-Wahnsinn im Grünwalder! Vier Treffer beim kuriosen Traditionsduell
1860 München
Löwen-Ticker: Doppelter Eigentor-Wahnsinn im Grünwalder! Vier Treffer …
Löwen-Ticker: Doppelter Eigentor-Wahnsinn im Grünwalder! Vier Treffer beim kuriosen Traditionsduell
1860-Fans stürmen Gäste-Block - zwei Düsseldorfer verhaftet
1860 München
1860-Fans stürmen Gäste-Block - zwei Düsseldorfer verhaftet
1860-Fans stürmen Gäste-Block - zwei Düsseldorfer verhaftet
Bierofka-Elf fährt zu angeschlagenem Boxer
1860 München
Bierofka-Elf fährt zu angeschlagenem Boxer
Bierofka-Elf fährt zu angeschlagenem Boxer
Benny Lauth im Video: „Eine Mass reicht“
1860 München
Benny Lauth im Video: „Eine Mass reicht“
Benny Lauth im Video: „Eine Mass reicht“

Kommentare