Ehemaliger Löwen-Spieler

Benny Lauth mit schmerzhaftem Geständnis über Kioyo-Elfmeter - und sorgt für Nutella-Eklat

Francis Kioyo und Benjamin Lauth, TSV 1860 München
+
Francis Kioyo und Benjamin Lauth prosten sich auf der Wiesn zu.

Benny Lauth erinnert in einem Interview an den schmerzhaften Elfmeter von Francis Kioyo im Jahr 2004. Hätte er den Fehlschuss verhindern können?

  • Benny Lauth ist immer noch ein Publikumsliebling beim TSV 1860 München. 
  • 2004 konnte auch er den Abstieg nicht verhindern - und er erinnert sich an den Kioyo-Elfmeter. 
  • Außerdem deckt er ein Nutella-Gate bei der DFB-Elf auf. 

München - Nahezu jeder TSV-1860-Fan hat schon via Whatsapp den Elfmeter von Francis Kioyo geschickt bekommen, wenn er oder sie im Disput mit einem FCB-Anhänger ist. Der Elfmeter aus dem Jahr 2004 im Olympiastadion in München gegen Hertha BSC war für viele der Anfang vom Ende. 

Denn seitdem warten die Löwen auf die Rückkehr in die Bundesliga*. Die Wut auf Kioyo verfliegt aber schnell, wenn man daran denkt, dass die Sechziger 34 Spieltage Zeit hatten, um sich vor dem Abstieg zu bewahren und ein Fehlschuss - so schmerzhaft er in der Erinnerung auch ist - nicht eine ganze Spielzeit widerspiegelt. 

TSV 1860: Benny Lauth spricht offen über Kioyo-Elfmeter und Nutella-Gate

Auch wenn der TSV 1860 München unterging, ging damals ein Stern über der Isarmetropole auf. Sein Name: Benjamin „Benny“ Lauth. Das Talent etablierte sich in der Bundesliga*-Saison 2002/2003 und schoss sich in die Herzen der Fans. 

Am 17. April 2004 zog sich der Stürmer allerdings gegen seinen späteren Arbeitgeber Hamburger SV einen Mittelfußbruch zu. Somit konnte er am 15. Mai gegen die Hertha nicht auf dem Feld stehen - und Kioyo schoss den Elfmeter, einen Spieltag später stieg Sechzig ab. 

„In der Saison 2003/04 habe ich mir den Mittelfuß gebrochen, konnte so den Abstieg nicht verhindern. Zudem bleibt der verschossene Elfmeter von Francis Kioyo im Hinterkopf, weil ich normalerweise der sicherere Elferschütze gewesen wäre und an dem Tag nicht spielen konnte. Vielleicht wäre die Saison anders verlaufen und ich hätte mindestens noch ein Jahr Bundesliga* beim TSV spielen können“, so Lauth bei transfermarkt.de in Erinnerung an den Tag .

Lauth über Nutella-Werbesport bei der Nationalmannschaft: „Wisst ihr, was schlimm war?“

Lauth spielte für 1860 (zweimal), den HSV, Stuttgart, Hannover und Ferencvaros Budapest. Ein Highlight seiner Karriere war auch die Berufung von Rudi Völler in die Nationalmannschaft, wo er das Tor des Jahres 2002 via Fallrückzieher erzielte. 

Er durfte auch beim Nutella-Werbespot in Südafrika mitdrehen. Und er erzählt vom „Nutella-Gate“. „Wisst ihr, was schlimm war? Wir durften während des Drehs die Brote nicht aufessen, sondern nur ein Stück abbeißen und dann gab es sofort ein neues Brot. Sitzt ihr mal fünf Tage lang in Südafrika bei gefühlt 40 Grad und kriegt immer nur stückweise etwas zu essen“, erzählt der 38-Jährige. 

In den sozialen Medien kam die Aussage des ehemaligen Angreifers gar nicht gut an. Viele kritisierten die kurze Phase „ohne Nutella-Brot“ als „First World Problems“. Einige bemängelten, dass Lauth nicht seine Schnitte aufessen darf, während auf dem Kontinent Unterernährung herrsche und viele gar nichts zu essen bekämen. Ein anderer meinte zynisch: „Mir kommen die Tränen“. 

In seiner Karriere markierte Lauth 33-Bundesliga-Tore und 63-Zweitligatreffer. Er wurde Deutscher Meister* und spielte in der Nationalmannschaft, Champions League und dem UEFA-Pokal. Aktuell ist er oft bei DAZN als Experte zu sehen

ank

Auch interessant:

Kommentare