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Ismaik gegen Zukunft im Grünwalder Stadion: „Halte wenig davon“

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Von: Korbinian Kothny

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Die Fans des TSV 1860 zeigte eine eindeutige Reaktion auf die Pläne von Hasan Ismaik.
Die Fans des TSV 1860 zeigte eine eindeutige Reaktion auf die Pläne von Hasan Ismaik. © IMAGO/Dennis Hetzschold

In welchem Stadion spielt der TSV 1860 in Zukunft? Löwen-Investor Hasan Ismaik stellt sich klar gegen einen Ausbau des Grünwalder Stadions.

München - Der erste von 38 Schritten ist gemacht. Der TSV 1860 schwebt nach dem Auftakterfolg bei Topfavorit Dynamo Dresden auf Wolke sieben. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft könnte vor dem DFB-Pokal-Kracher gegen Borussia Dortmund am Freitagabend kaum besser sein.

Im Verein rumort es allerdings mal wieder. Im Mittelpunkt: Löwen-Investor Hasan Ismaik und der geplante Ausbau des Grünwalder Stadions. Zur Erinnerung: Giesings Höhen sollen frühestens 2027 für 77 Millionen Euro modernisiert werden. Dies wurde Ende April im Stadtrat beschlossen, nachdem die Löwen positive Zeichen gegeben hatten, langfristig in Giesing spielen zu wollen.

TSV 1860: Ismaik fordert „anderen Stadionweg“

Das stört allerdings Ismaik. In einem Facebook-Post zeigte der Jordanier seinen Unmut über den geplanten Ausbau. „Es ist unsere Verpflichtung, dass wir unsere Stadionzukunft selbst in die Hand nehmen und nicht darauf warten, was Dritte mit uns planen. Wir müssen unseren Verein so aufstellen, dass er zukunftsfähig wird. Deswegen halte ich wenig davon, dass sich 1860 auf Jahrzehnte für ein umgebautes Grünwalder Stadion verpflichtet, in dem unser Verein nicht wachsen kann - weder finanziell noch sportlich“, schreibt der 44-Jährige.

Stimmen, die man der Stadt München nicht gern hören wird. Schließlich wurden die Planungen für ein zweitligataugliches Stadion hauptsächlich wegen des TSV 1860 auf den Weg gebracht. Ismaik fordert die Löwen-Verantwortlichen allerdings auf, eine andere Lösung zu finden. „Ich wünsche mir, dass die Vereinsseite nach fünf Jahren endlich erkennt, dass wir für unsere gemeinsamen Ziele einen anderen Stadionweg wählen müssen“, schreibt der Investor weiter.

TSV 1860: Welche Alternative bleibt zum Grünwalder Stadion?

Wie der „andere Stadionweg“ seiner Meinung nach allerdings aussieht, ließ er offen. Eine Rückkehr in die Allianz Arena würden die Fans nicht akzeptieren und müsste auch erst mit dem FC Bayern verhandelt werden. Das Olympiastadion nach seiner Modernisierung wäre wohl eine Nummer zu groß. Und an ein neues eigenes Stadion dürften selbst die größten Optimisten in diesen Zeiten nicht ernsthaft glauben.

Bleibt eigentlich nur noch das Grünwalder Stadion. Dort fühlt sich auch das Gros der Löwen-Fans sehr wohl. Schleppender Umbau hin oder her. (kk)

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