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„Schnell und zügig in die 2. Bundesliga“ - Löwen geben wieder Gas

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Von: Jacob Alschner

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Neuer Fuhrpark in Löwenblau: 1860-Trainer Michael Köllner bei der Fahrzeugübergabe.
Neuer Fuhrpark in Löwenblau: 1860-Trainer Michael Köllner bei der Fahrzeugübergabe. © Ulrich Wagner

Michael Köllner (52) ließ sich mit strahlenden Augen vor der Sponsorenwand zur Löwenrunde nieder.

München – Das lag am Donnerstagnachmittag wohl weniger daran, dass sich der Trainer des TSV 1860 endlich wieder den Fragen der anwesenden Journalisten stellen durfte, sondern viel mehr daran, dass diese Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Aue (Freitag, 19 Uhr, MagentaSport) in ungewohnter Umgebung stattfand: im Autohaus Häusler, dem neuen KFZ-Partner der Löwen.

Zu seiner Rechten hatte Köllner die angrenzende Werkstatthalle, zu seiner Linken vier brandneue Mini-SUVs des KFZ-Partners der Löwen. Ein Gefühl „wie an Weihnachten“, so Köllner, gleich seinen neuen Dienstwagen in Empfang zu nehmen. Der stand ebenso bereit wie die neuen Karossen für Sportchef Günther Gorenzel (50) und Finanzboss Marc-Nicolai Pfeifer (41) – passend in weiß und blau. Mit diesen neuen Gefährten soll es laut Köllner „schnell und zügig in die 2. Bundesliga“ gehen. Vorher aber, das erkannte er selbst, steht eben Aue auf dem Programm.

TSV 1860: Schwierieges Spiel gegen Aue trotz Tabellenplatz

Der Tabellenletzte gastiert in Giesing. Eine Mannschaft, die nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und bisher ohne Sieg „gewaltig Druck auf dem Kessel hat. Es geht für sie darum, den Abstieg abzuschütteln wieder zu punkten“, sagte Köllner. Die aber, um es in Anlehnung an die örtlichen Gegebenheiten zu sagen, „schon auch viele PS hat. Den Tabellenplatz darf man nicht als Maßstab nehmen. Aue gehört eigentlich unter die ersten fünf bis sieben. Sie spielen auswärts, wollen den Bock umstoßen und deshalb wird es ein hartes Spiel werden.“

Die Niederlage gegen Elversberg ist abgehakt: „Die Stimmung ist gut, die Truppe ist gut beieinander“, sagt Trainer Michael Köllner.
Die Niederlage gegen Elversberg ist abgehakt: „Die Stimmung ist gut, die Truppe ist gut beieinander“, sagt Trainer Michael Köllner. © Ulrich Wagner

Aue also eigentlich ein Aufstiegskandidat, der die Löwen zum heimlichen Spitzenspiel fordert? Das letzte, in Elversberg, ging für die Löwen bekanntlich nicht so gut aus (man verlor 1:4). Trotzdem: „Die Stimmung ist gut, die Truppe ist gut beieinander“, versicherte Köllner. „Wir haben positive und vor allem reflektierte Typen. Die Spieler wissen, dass das Spiel in Elversberg richtiger Käse war.“ Entsprechend habe die Aufarbeitung schon direkt nach Abpfiff in der Kabine begonnen.

TSV 1860: Köllner freut sich über neuen Dienstwagen - „Wird radikal auf Münchens Straßen“

Man habe sich mit diesem Ergebnis nicht auf die lange Rückfahrt machen wollen, ohne vorher darüber zu sprechen. Unter der Woche dann Frustabbau. „Wir mussten Trainingsformen anbieten, bei denen die Spieler sich austoben können, bei denen sie ihr Limit erreichen.“ Köllner konnte versprechen: „Das ist auch passiert.“ Jetzt vor der Länderspiel- und Wiesn-Pause also noch schnell ein Sieg gegen Aue, „damit das Thema Elversberg schnell in Vergessenheit gerät. So, dass in unserem Stadion richtig die Post abgeht.“

Ähnlich wie mit den neuen 130 Pferdestärken, die Köllner ab sofort unterm Hintern hat. Vorsichtshalber warnte er schon mal: „Vorsicht jetzt! In Zukunft wird’s radikal auf Münchens Straßen!“ (Jacob Alschner)

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