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DFB fordert Stellungnahme von Köllner - 1860-Coach wehrt sich: „Und wenn ich ihn raustrage...“

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Von: Uli Kellner

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Michael Köllner muss sich beim DFB zum Vorfall in Elversberg äußern.
Michael Köllner muss sich beim DFB zum Vorfall in Elversberg äußern. © IMAGO

Das Debakel in Elversberg erhitzte die Gemüter beim TSV 1860. Jetzt zeigt sich Michael Köllner wieder gut gelaunt. Und erklärt das Gerangel in der Coachingzone.

Update vom 13. September, 15.29 Uhr: Der DFB hat mittlerweile eine Stellungnahme von 1860-Trainer Michael Köllner, in der er sich zum Vorfall in Elversberg äußert. Der 52-Jährige hat sieben Tage Zeit für die Stellungnahme.

Erstmeldung vom 13. Spetember, 14.15 Uhr: München – Kurz-Comeback des Sommers – und mit der Sonne kehrte am Dienstag auch die gute Laune zurück an die Grünwalder Straße. Um das 1:4 von Elversberg zu verarbeiten, hatte Michael Köllner einen freien Montag spendiert – ein Erfolg offenbar. Die Spieler alberten rum, als sie den Trainingsrasen betraten. Und dann sangen sie erst mal: „Happy birthday, Leandro Morgalla!“ Der Abwehr-Jungstar ist seit gestern 18 Jahre alt. Erfreulich für die Löwen, dass auch ein Quartett mitträllerte, das rechtzeitig vor dem Aue-Heimspiel aus dem Krankenstand zurückkehrte: Belkahia, Lang Skenderovic, Steinhart. Nur Torjäger Bär fehlt weiterhin.

Auch Köllner, am Samstag noch in ausgeprägter Grantellaune, wirkte demonstrativ fröhlich, als er vor dem Trainingsstart ein paar Zaungäste begrüßte, darunter Hans Sitzberger. „Einer meiner beiden Lieblings-Vizepräsidenten“, scherzte der Trainer, um eine kleine Schauspieleinlage folgen zu lassen. „Wie kann ich so gut gelaunt sein?“, fragte er ironisch: „Obwohl wir nur 19 Punkte aus acht Spielen geholt haben ...“ Köllners Art zu zeigen, was er von der 1860-typischen Schwarzweiß-Denke hält. Nicht wenige im Umfeld unken ja bereits, dass nun auch das Heimduell mit dem sieglosen Schlusslicht Aue in die (Leder-)Hose gehen wird.

1860-Pleite in Elversberg: Köllner schubst Unbekannten aus der Coachingzone - „klar, dass ich so einen dann bekämpfe“

Doch darf Köllner am Freitag überhaupt an der Seitenlinie stehen? Wie berichtet könnte dem Trainer ein Innenraumverbot drohen, nachdem er am Samstag einen Sicherheitsbeobachter des DFB aus seiner Coachingzone geschubst hatte. Ein Sonderbericht wurde erstellt. Der Zettel, den Köllner am Dienstag in der Hand hielt, sei aber keine Aufforderung zur Stellungnahme, wie der Coach auf Nachfrage erklärte. Im Gespräch mit unserer Zeitung schilderte er, wie er den Vorfall in der zweiten Halbzeit von Elversberg wahrgenommen hat. „In 150 oder 200 Spielen habe ich es noch nie erlebt, dass einer in meiner Coachingzone rumturnt“, schimpfte Köllner: „Er hat sich nicht vorgestellt, konnte sich nicht ausweisen – woher soll ich wissen, was der bei uns zu suchen hat? Ist doch klar, dass ich so einen dann bekämpfe – und wenn ich ihn raustrage ...“

So weit kam es nicht am Samstag, doch Köllner weiß selbst, dass er sich künftig zügeln muss. Unabhängig von der Coachingzonen-Affäre: Noch eine Gelbe Karte – und er muss auf jeden Fall ein Spiel aussetzen. (Uli Kellner)

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