„Es wird intensiv werden“

Umstellung für Löwen-Profis: 1860-Trainer Köllner mit Master-Plan für Trainingslager

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1860-Trainer Michael Köllner.

Michael Köllner, der Trainer des TSV 1860 München, kündigt für das Trainingslager in Spanien eine intensive Zeit an.

  • TSV-1860-Trainer Michael Köllner kündigt für das Trainingslager der Löwen in Spanien eine harte Gangart an.
  • Teamklima und Taktikfragen will der Coach mit der Mannschaft vor allem bearbeiten.
  • InLa Manga erwarten die Löwen Temperaturen bis 18 Grad.      

München - Vom Giesinger Frühling in den Frühsommer von La Manga. Bei Sonne mit einstelligen Plusgraden absolvierten die Löwen am Samstag ein internes Match an der Grünwalder Straße (2:1 für die A-Elf um Mölders). Gestern Abend hob das Team dann nachSpanien ab, wo bis Ende der Woche Temperaturen bis 18 Grad erwartet werden. 

Klimatisch gesehen ein kleiner Vorteil, wobei die Plätze auch in Giesing eisfrei sind. Aber: Um ein paar Palmen zu sehen und das Gesicht zu bräunen, darum geht es Michael Köllner nicht. Für ihn stehen Teamklima und Taktikfragen im Vordergrund.

1860-Trainingslager: Mannschaft soll Fehler aus der Hinrunde vorgeführt bekommen 

Köllner kündigt ein Trainingslager an, das die Mannschaft fordern wird, körperlich und von den Köpfen her. „Es wird eine intensive Woche werden – auf und außerhalb des Platzes“, sagte der Coach. Ihre Spielkonsolen konnten die Profis getrost zu Hause lassen – und auch vom Dschungelcamp, einer anderen beliebten Trainingslagerbeschäftigung, werden Mölders & Co. nicht viel mitbekommen. 

Anstatt C-Promis beim Madenschmaus zu begaffen, soll die Mannschaft Taktik- und Stellungsfehler aus der Hinrunde vorgeführt bekommen. „Wir werden viel mit Videos machen, es gibt einiges auszuwerten“, sagte Köllner. „Da muss dann keiner überlegen: Wie komm’ ich jetzt über den Mittleren Ring nach Hause. Sondern du hast dann Ruhe und kannst dich bestimmten Themen widmen.“

TSV 1860 München: Das Zwischenmenschliche als weiterer Schwerpunkt

Ein anderer Schwerpunkt ist das Zwischenmenschliche, das Köllner für ähnlich elementar hält, um eine erfolgreiche Restrückrunde hinzulegen. „Wir werden einiges für unseren Teamspirit machen. Die Spieler bekommen auch Impulse von mir, die außerhalb des Trainingsplatzes liegen.“ Was genau er vorhat, verrät er nicht. Fest steht nur, dass der Mittwoch für Teambuilding-Maßnahmen reserviert ist. 

„Das Zusammenleben ist immer das Schwierigste“, so Köllner. „Wenn 30 Mann da unten in einem Raum (der Kabine, d. Red.) hausen, dann musst du immer auf der Hut sein. Du musst der Mannschaft Freiraum gehen, aber auch Augen und Ohren offen halten, um eingreifen zu können.“ Vieles habe er schon in die Wege geleitet. „Ich erwarte viel Selbstständigkeit, aber ich muss die Mannschaft auch ab und zu an gewisse Werte erinnern. Das haben wir nach dem Großaspach-Spiel ein Stück weit in der Kabine thematisiert. Da sind wir auf einem richtig guten Weg jetzt.“ Aus Erfahrung weiß Köllner: „Wenn jeder mit jedem kann, profitierst du am Ende auch im Spiel.“

Köllner wirkte vor dem Abflug aufgekratzt. „Ich bin dankbar, dass der Verein es möglich gemacht hat, das Trainingslager zu finanzieren. Im Gegensatz zu hier können wir uns in Spanien rund um die Uhr mit der Mannschaft beschäftigen.“ Zu hören ist, dass er das wörtlich meint. Für Einzelinterviews am Abend ist anders als bei früheren Camps keine Zeit eingeplant.

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