Star-Zugang erzielt zweiten Saisontreffer

Lex endlich angekommen? Sechzig-Kollege macht positive Beobachtung

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Endlich einmal mittendrin in der Jubeltraube: Stefan Lex (Nummer 7) wird nach seinem Tor im Toto-Pokal von seinen Sechzig-Kollegen geherzt.

War das der Brustlöser für Stefan Lex? Sein zweiter Saisontreffer beim Pokalerfolg in Buchbach ist in aller Munde. Nicht nur der Flügelspieler und Trainer Daniel Bierofka hoffen nun auf den persönlichen Aufschwung.

München - Zwei Siege bis zum DFB-Pokal! Durch den 2:0-Sieg am Mittwoch beim Regionalligisten TSV Buchbach sind die Löwen im Halbfinale des Toto-Pokals - und damit den großen Geldtöpfen im großen Pokal einen Schritt näher gekommen. Am 27. Oktober soll die Auslosung stattfinden. Mögliche Gegner sind Aschaffenburg, Unterhaching und der Sieger aus dem Spiel Illertissen gegen Würzburg. Damit wäre dann auch alles zum Toto-Pokal gesagt - wenn da nicht die 69. Minute gewesen wäre…

Stefan Lex drehte sich da wunderbar um seinen Gegenspieler herum und versenkte den Ball trocken mit dem rechten Fuß ins kurze Eck. Dass dieses Tor keine Randnotiz ist, sondern das große Thema, beweist, dass der 28-Jährige bislang noch nicht so wirklich bei den Löwen angekommen ist. Es war in den vergangenen Wochen von einem Rucksack zu hören, den Lex mit sich herumtragen würde. Kürzlich sagte Sportchef Günther Gorenzel, dass Lex „raus aus seinem Schneckenhaus“ müsse. In neun Spielen in der Dritten Liga hat Lex gerade ein Tor gemacht und nur 147 Minuten gespielt. Viel zu wenig für die Ansprüche des Erdingers, der für den FC Ingolstadt 43 Spiele in der Zweiten Liga und 34 in der Bundesliga machte. Die hohen Erwartungen, die sein Transfer im Sommer weckten, konnte er bislang nicht erfüllen.

Lex: „Bin ein Stück weit verkrampft“

„Nach der schwierigen Zeit in Ingolstadt, als ich zum Schluss gar nicht mehr spielen durfte, habe ich natürlich gehofft, dass ich bei Sechzig schneller reinfinde. Da bin ich ein Stück weit verkrampft“, sagte Lex nach dem Spiel. „Aber ich versuche bei jedem Einsatz und in jedem Training daran zu arbeiten, dass es lockerer wird. Und Tore helfen natürlich.“

Ist der Lex-Knoten nach dem Treffer jetzt endlich geplatzt? Laut seiner Aussage „schaut der erste Faden zumindest raus“. Nach seinem Treffer in der Liga im August beim 5:1 gegen Lotte, klangen seine Worte aber ähnlich. „Der Treffer wird mir nun helfen, dass die Formkurve wieder nach oben geht“, meinte er damals frohen Mutes. Zwei Monate später versucht er nun den zweiten Schritt aus seinem Schneckenhaus. Sein Trainer ist überzeugt von Lex. „Diese Glückshormone durch das Tor sind durch nichts zu ersetzen. Der Lexi wird kommen, zu hundert Prozent“, sagte Daniel Bierofka.

Auch von den Mitspielern gab es Lob. „Es war wichtig für Lex, dass er mal getroffen hat“, sagte Innenverteidiger und 1:0-Torschütze Simon Lorenz. „Man sieht schon, dass es bei ihm im Training immer besser läuft.“ Es wäre dem Außenspieler zu wünschen, dass er jetzt zu seiner Form findet. Bei seiner Vorstellung schwärmte er: „Ich bin seit langer Zeit Sechzger-Fan. Daher war es ein Kindheitstraum, den ich mir jetzt erfüllen konnte.“ Nun wird es Zeit, dass er wirklich bei seinem Verein ankommt.

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Florian Fussek

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