1860 trifft auf Drittliga-Schießbude

Bierofka will Stress machen beim Auswärtsspiel der Löwen in Würzburg

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Die Mannschaft von Daniel Bierofka muss in Würzburg ran. Trifft Timo Gebhardt erneut für 1860 München?

Drei Siege aus den jüngsten vier Spielen – eine Bilanz, die den Münchner Löwen vor dem heutigen Gastspiel bei den Würzburger Kickers Mut machen sollte. Einerseits.

München - Andererseits haben die Sechziger von ihren bislang fünf Auswärtsspielen nur eines gewinnen können (1:0 in Chemnitz), die anderen vier gingen in die Binsen. Dazu passt: Keine Mannschaft hat auf fremden Plätzen bislang seltener getroffen als die Löwen (vier Tore).

Bierofka: „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“

Daniel Bierofka sind derlei Statistiken bekanntlich mehr als wurscht. Der Trainer orientiert sich am Jetzt. Und das bedeutet für heute Abend nach seinem Dafürhalten: „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben die Riesenchance, uns von den hinteren Mannschaften abzusetzen und werden alles in die Waagschale schmeißen, um mit drei Punkten nach Hause zu fahren. “

So weit, so erwartbar. Mit welchem Personal Bierofka die Aufgabe bei den zwei Punkte leichteren Unterfranken angehen will, ließ er gestern auf mehreren Positionen offen. Links hinten sei Phillipp Steinhart nach abgesessener Sperre wieder eine Alternative, rechts vorne der von seinen Oberschenkel-Problemen befreite Stefan Lex. Auch Sturm und zentrales Mittelfeld seien nicht in Stein gemeißelt. Wenngleich größere Umbauten nach dem 3:1-Sieg gegen Kaiserslautern nicht zu erwarten seien: „Das hätten die Jungs nicht verdient.“

„Chefe Effe“ Efkan Bekiroglu im Interview: 

„Unser Ziel muss eigentlich sein, jedes Spiel zu gewinnen“

1860 trifft auf Würzburg: Trainer Bierofka will Stress machen

Worauf es ankommen wird bei der Schießbude der Liga (27 Gegentreffer)? „Würzburg muss unter Stress gesetzt werden“, weiß Bierofka. „Wir müssen sie fordern und dürfen nicht zu passiv sein.“ Mannheim, Magdeburg und zuletzt auch Duisburg lassen grüßen. In (Ehr)furcht erstarrende Löwen hat Bierofka oft genug gesehen.

Auch Kapitän Felix Weber hat die Nase voll von punktlosen Heimreisen. „Wir wollen unsere Auswärtsbilanz unbedingt verbessern und schon am Montag in Würzburg damit anfangen“, sagte der Innenverteidiger gegenüber dem Portal liga3-online.de. „Zu Hause ist es natürlich so, dass uns unsere Fans extrem nach vorne peitschen und enorm pushen. So fällt es uns scheinbar leichter, unsere Bestleistung abzurufen.”

1860 München zu Gast in Würzburg: 1300 Fans reisen mit

Über mangelnde Unterstützung werden sich die Löwen heute Abend nicht beschweren können. Rund 1300 Fans der Blauen werden am Dallenberg erwartet. Kickers-Trainer Michael Schiele ist um Sinnesschärfung bemüht. „Der TSV 1860 hat eine große Mentalität und ist auf allen Positionen gut besetzt. Wir sind jedoch gewappnet und wissen, dass Kleinigkeiten in diesem Spiel den Ausschlag geben werden“, gab der Schwabe zum Besten.

Wie sagte Löwe Weber so treffend: „Würzburg ist diese Saison eine Wundertüte – die Ergebnisse waren bisher sehr schwankend.“ Selbiges lässt sich von 1860 behaupten. Theoretisch ist heute zwischen Platz acht und 14 alles drin.

Die Fans des TSV 1860 München und des 1. FC Kaiserslautern verbindet eine innige Fanfreundschaft. Trotzdem kam es nach dem Gastspiel der Pfälzer zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Fans des FCK. Der Klub kritisiert den Einsatz der Polizei – und fordert Aufklärung.

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