Doppeltes Finale

20-Millionen-Zahlung: Was will Ismaik mit seiner Hinhaltetaktik?

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Spannung auf und neben dem Platz: Ismaik macht’s möglich.

Doppeltes Finale bei den Löwen: Der TSV 1860 München wartet auf  die sportliche und finanzielle Entscheidung.

München - Wird es die größte Trauerfeier der jüngeren Fußballgeschichte? Oder retten sich die Löwen am Dienstag vor der erwarteten Arena-Kulisse von über 60.000 Zuschauern in die nächste Zweitligasaison? Nach der lange Zeit indiskutablen Leistung beim 1:1 in Regensburg hält sich der Optimismus im blauen Umfeld in Grenzen. „Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber die Leistung war unterirdisch“, sagt beispielsweise Ex-1860-Trainer Karsten Wettberg. „Man müsste mit mindestens fünf Spielern ein sehr ernstes Wort reden und nachfragen, ob sie am Freitag nicht wollten oder nicht konnten. Die Mannschaft muss jetzt bei der Ehre gepackt werden.“

So sieht’s auch Michael Hofmann. „Die erste Halbzeit war unter aller Kanone, so darfst du nicht auftreten“, moniert der Ex-Löwen-Keeper. Aus Sicht des TSV 1860 München kann man nur hoffen, dass das Ausgleichstor und der gehaltene Elfmeter die mentalen Blockaden gelöst haben. Mit den Zuschauern im Rücken sollte der Vorteil am Dienstag bei Sechzig liegen.“ Allerdings: „Regensburg hat in diesem Jahr noch kein Auswärtsspiel verloren“, gibt Hofmann zu bedenken. „Daraus und aus der Leistung der ersten 70 Minuten ziehen die ihr Selbstvertrauen.“

Was den Löwen Mut machen soll, wird Trainer Vitor Pereira am Montag in der Abschluss-Pressekonferenz um 12.30 Uhr beantworten. Am Freitag sagte der Portugiese: „Wir müssen an unsere Topleistung kommen, um die Prüfung zu bestehen.“

TSV 1860 München: Was erhofft sich Investor Ismaik von seiner Hinhaltetaktik?

Und dabei ist das Duell gegen Regensburg nur eines von zwei Endspielen, dem die 1860-Verantwortlichen entgegenfiebern. Für zusätzliche Verunsicherung in der Geschäftsstelle sorgt der 31. Mai (Mittwoch), an dem die DFL einen Finanznachweis von den Löwen erwartet. Um 20 Millionen Euro soll es nach tz-Informationen gehen. Traditionell lässt sich Hasan Ismaik bis zum Stichtag Zeit mit seinen Überweisungen. So auch dieses Mal. Was sich der schwer enttäuschte Investor von seiner Hinhaltetaktik erhofft, sei dahingestellt. Weder Klubpräsident Peter Cassalette noch KGaA-Geschäftsführer wollten sich am Sonntag auf tz-Nachfrage zur Situation äußern. Die ganze Konzentration gelte dem Rückspiel gegen Regensburg, hieß es.

Mit einem Erscheinen des 1860-Bosses in der Arena ist nicht zu rechnen. Der Jordanier soll beruflich in Los Angeles unterwegs sein, während sie in Downtown Giesing der Double-Deadline entgegenfiebern.

lk

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