Top-Stürmer muss Gelbsperre absitzen

TSV 1860 München: Sascha Mölders fehlt gegen Magdeburg

Sascha Mölders fehlt den Löwen am Mittwoch in Magdeburg.
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Sascha Mölders fehlt den Löwen am Mittwoch in Magdeburg.

Sascha Mölders fehlt dem TSV 1860 München mit einer Gelbsperre am Mittwoch gegen den 1. FC Magdeburg. Kenau Staude ist dagegen weiterhin ein Transferthema bei den Löwen.

  • Sascha Mölders fehlt mit einer Gelbsperre am Mittwoch gegen Magdeburg.
  • Michael Köllner hat mehrere Optionen den Top-Stürmer zu ersetzen.
  • Keanu Staude ist weiterhin ein Transferthema bei den Münchner Löwen.

München – Was wären die Löwen nur ohne Sascha Mölders?“, lautet die oft dahingeseufzte Fan-Frage, wenn die blaue Torwalze mal wieder zum Sieg getroffen hat. Nüchterne Antwort bei 13 Saisontoren: Ganz sicher kein Aufstiegsaspirant. Beim morgigen Gastspiel in Magdeburg (hier im Live-Ticker) stellt sich die Frage für 90 Minuten ganz real. Erstmals in dieser Saison wird Wurstsemmel-Freund Mölders am Fernseher zuschauen müssen, wenn seine Kollegen um Drittliga-Punkte kämpfen. Die fünfte Gelbe Karte beschert dem knapp 36-Jährigen eine Pause in der englischen Woche; den Kapitän zu ersetzen, ist eine der Herausforderungen für Michael Köllner. „Sascha hat schon länger vier Gelbe Karten mit sich herumgetragen, es war klar, dass er irgendwann fehlen wird“, sagt der Trainer. Der Tabellen-17. setze auf eine defensive Fünferkette. „Da müssen wir ohnehin schauen, mit welcher Offensivstruktur wir auflaufen.“

Mehrere Optionen Mölders zu ersetzen

Option 1: Mölders wird in einem 4-1-4-1 positionsgetreu ersetzt. In diesem Fall würde Winterzugang Merveille Biankadi den Mittelstürmer geben. Eine Rolle, die die Heidenheim-Leihgabe zuletzt 2019 bei Hansa Rostock spielte. In den drei Partien gegen 1860 (2:1), Münster (1:0) und Fortuna Köln (1:1) gab’s zwar sieben Punkte – allerdings ohne Biankadi-Tor.

Option 2: Köllner lässt ohne klassischen Mittelstürmer spielen und schiebt die schnellen Stefan Lex und Fabian Greilinger nach vorne. Der Torabschluss indes zählt weder beim Eittinger noch beim Niederbayer zu den herausragenden Qualitäten.

Option 3: Dass Köllner ein Talent wie Lorenz Knöferl, 17, in die Startelf wirft, erscheint ähnlich unwahrscheinlich wie ein weiterer Zugang bis Mittwoch. Mit Blick auf eine mögliche Mölders-Verletzung wäre die Verpflichtung des vertragslosen Keanu Staude, 23, aber vielleicht nicht die schlechteste Idee. Der Ex-Profi von Arminia Bielefeld (86 Zweitligaspiele, 6 Tore), der bei den Würzburger Kickers keine Perspektive mehr sah, könne „offensiv fast alle Positionen bekleiden, auch eine falsche Neun“, sagte sein Berater Cliff Asare auf Nachfrage.

Keanu Staude weiterhin Thema bei den Löwen

Zu den Transfergerüchten wollte sich Asare, ein Cousin des Ex-1860-Stürmers Prince Owusu, nicht äußern. Es gebe „mehrere Anfragen“, mehr sei Stand jetzt nicht zu sagen. Köllner hatte es am Sonntag so formuliert: „Ich kenne den Spieler schon länger. Er ist jetzt auf dem Markt, aber ich kann nichts bestätigen. Es ist die Aufgabe von Günther Gorenzel, ob jetzt transfermäßig noch was passiert.

Die Köllner-Bilanz ohne Mölders in der Startelf ist ausgeglichen: Bei der einzigen Gelbsperre in der vergangenen Saison gab’s einen 3:1-Sieg in Uerdingen (mit Owusu und Nico Karger als torloser Doppelspitze). Eine Woche drauf ließ Köllner Mölders eine Stunde auf der Bank und verlor mit Lex und Owusu 0:1 gegen Rostock. Erfahrungen mit Konsequenzen?

(Ludwig Krammer)

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