Routinier ist derzeit ohne Vertrag

Was machte Mölders im Hachinger Sportpark? Schwabl erklärt den Besuch des Löwen-Torjägers

Wo liegt seine Zukunft? Sascha Mölders dürfte nach seiner starken Saison nicht nur in Giesing begehrt sein.
+
Wo liegt seine Zukunft? Sascha Mölders dürfte nach seiner starken Saison nicht nur in Giesing begehrt sein.

Was wird aus Sascha Mölders? Ein Besuch im Hachinger Sportpark lässt Spekulationen über einen Wechsel zur SpVgg hochkochen. Nun äußert sich der Klub-Boss.

  • Mit einem Besuch im Hachinger Sportpark sorgt Sascha Mölders für Spekulationen.
  • Manfred Schwabl als Präsident der SpVgg Unterhaching begegnet diesen auf seine ganz eigene Art.
  • Doch so komplett wischt er sie nicht vom Tisch.

München - Nein, sagt Manni Schwabl im Scherz: Sascha Mölders werde heute wohl nicht dazukommen. Dazu grinst der Präsident der SpVgg Unterhaching schelmisch. Drinnen im Wirtshaus des Sportparks angekommen, deutet er dann auf den Tisch in der Mitte, wo der Stürmer des TSV 1860 tags zuvor ein „Steak mit Gemüse“ verspeist habe. 

Schwabls Art, mit einem Thema umzugehen, das zumindest für ihn keines ist: Witze machen, offen sein - alles andere würde die Gerüchteküche nur noch mehr anheizen. Flirt mit Unterhaching? „Bestenfalls ein Flirt mit unserer Gastronomie“, sagt Schwabl: „Ich denke, der Mölders wollte nur was Gutes essen.“

Mölders in Unterhaching: Schwabl erklärt Zusammenkunft im Sportpark

Nach Schwabls Darstellung sei es der Zufall gewesen, der am Montagnachmittag vier Menschen zusammengeführt hat, die in dieser Konstellation mindestens zwei Fanlager und Teile der Münchner Sportpresse aufgeschreckt haben. „Der Fino (Serafino Luzzi, Mölders’ Berater/Red.) ist aus dem Urlaub zurückgekommen und hat sich im Sportpark mit dem Ehepaar Mölders getroffen - was ist schon dabei?“, fragt Schwabl, der wie Mölders und Luzzi die Klaviatur des Profigeschäfts seit Jahrzehnten beherrscht.

Natürlich weiß einer wie Schwabl, dass so ein öffentliches Promi-Treffen nicht geheim bleiben kann. Vielleicht war es auch nicht gewollt. „Wir haben über Gott und die Welt geredet“, beteuert er: „Auch noch mal über sein Siegtor gegen uns in der 93. Minute - das war für mich einer der Schreckensmomente in der abgelaufenen Saison.“

Mölders in Unterhaching: Schwabl verweist auf „bayerische Gastfreundschaft“

Was nichts an seinem Grundsatz ändert: „Jeder ist in unserem Sportpark willkommen. Michael Köllner ist ja auch öfter in unserem Biergarten - da könnte man auch alles reininterpretieren. Die Rivalität kann gar nicht so groß sein, dass ich mich nicht dazuhocke, wenn jemand von Sechzig zu uns ins Wirtshaus kommt. Das gebietet doch schon die bayerische Gastfreundschaft.“

Thema also beendet? Nicht ganz. Es ist Schwabl ein Anliegen, eine Sache hervorzuheben: „Was der Sascha mit 35 abgeliefert hat - da muss man den Hut ziehen. Speziell in der Corona-Zeit, wo alle drei Tage ein Spiel ist. Einer wie Mölders, der auf dem Platz mal den Ellbogen ausfährt, würde wahrscheinlich auch unserer Mannschaft guttun.“

Mölders in Unterhaching: „Spielertyp wie er würde passen“

Zehn sieglose Spiele in Folge und Platz 19 in der Corona-Tabelle sprechen Bände. „Die Analyse ist klar“, sagt Schwabl: „Wir sind insgesamt zu brav. Es gehört einer her, wo’s auch mal scheppert. Wir sind eh gerade dabei, jeden Stein umzudrehen, und ein Spielertyp wie Mölders würde wahrscheinlich passen. Ich betone: ein Typ wie er. Das muss ja nicht der Original-Mölders sein.“

Schwabls Einschätzung: „Ich denke, dass der bei 1860 verlängert. Es wäre fahrlässig, wenn sie den gehen lassen würden.“ Im Gegensatz zu dem besten Torjäger in der Löwen-U 17: Andreas Hirtlreiter soll nach tz-Informationen für den Hachinger Profikader vorgesehen sein.

Und Mölders? Geht es nach Schwabl, kann die Spekulation um ihn getrost in die Akte „Sommerloch“ abgelegt werden. „Wir sind auseinandergegangen, wie man in einem Wirtshaus auseinandergeht: Servus und habe die Ehre. Man wird sich wieder über den Weg laufen. Das ist im Leben immer so - und im Sport sowieso.“

Trotz des verpassten Aufstiegs gibt sich Löwen-Investor Hasan Ismaik bestens gelaunt.

Ein Verbleib von Sascha Mölders bei Sechzig scheint nicht mehr so sicher zu sein, wie vor wenigen Wochen noch gedacht - darauf deuten Aussagen seines Beraters hin.

Uli Kellner

Quelle: tz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare