Eine Kamera war immer an

1860 gegen Mannheim: Stromausfall schluckt Löwen-Tor - hier im Video

Der TSV 1860 München hält die Aufstiegschancen fest. Auch danke eines Tores von Richard Neudecker, das kaum jemand gesehen hat. Die Highlights im Video. 

VON LUDWIG KRAMMER

Mannheim/München – Der Ligabetrieb ruht am kommenden Wochenende, da die Sicherheitsbehörden mit den traditionell zu erwartenden Krawallen am 1. Mai genügend zu tun haben werden. Für 1860-Trainer Michael Köllner und sein Team kommt die Verschnaufpause bis zur nächsten Partie am 4. Mai gegen den 1. FC Kaiserslautern gerade recht. Wehwehchen auskurieren, Kräfte sammeln für den Vier-Spiele-Endspurt. „The fight ist not over“, ließ Torschütze Dennis Dressel nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg bei Waldhof Mannheim via Instagram wissen: „Der Kampf ist nicht vorbei.“ Ganz im Gegenteil.

1860 gegen Waldhof Mannheim: Dressel erlöst die Löwen spät - Konkurrenz erzittert sich Dreier

Im Gleichschritt zitterten sich die Sechziger, Hansa Rostock und der FC Ingolstadt am Samstagnachmittag zu drei Punkten. Während die Löwen nach der frühen Führung durch Richard Neudecker bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit bangen mussten, ehe Dressel die Vorlage von Sascha Mölders im zweiten Versuch über die Linie bugsierte, profitierte Rostock beim 3:2 in Meppen von einem Jokertor durch Philip Türpitz (90.+1); die Ingolstädter brauchten einen zu Unrecht verhängten Handelfmeter, um den FSV Zwickau mit 3:2 niederzuringen.

3. Liga: Dynamo feuert Kauczinksi nach Klatsche gegen Halle - kommt jetzt Tükgücü-Ex Schmidt?

In katastrophaler Verfassung präsentierte sich Dynamo Dresden beim 0:3 gegen den Halleschen FC. „Was wir hier treiben in den letzten sieben Spielen, ist einfach nur bodenlos“, erregte sich Torwart Kevin Broll bei MagentaSport. Angesichts der zwei ausstehenden Nachholspiele (gegen Duisburg und in Uerdingen) müsse man „den Scheißdreck“ trotzdem „positiv sehen“. Für Dynamo-Trainer Markus Kauczinski war gestern indes Feierabend. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder Spiele gewinnen. Dafür werden wir jetzt noch mal alle Kräfte mobilisieren“, teilte Sportchef Ralf Becker im Beurlaubungsschreiben mit. Mit dem Trainerwechsel wolle man „in der wichtigsten Phase der Saison noch mal einen neuen Impuls setzen, um unser Ziel zu erreichen.“ Als Favorit auf die Kauczinski-Folge gilt Ex-Türkgücü-Trainer Alexander Schmidt. Ein Scheitern könnte dem Zweitliga-Absteiger den Motor abwürgen. Vergleichsweise gering ist da der Erfolgsdruck bei den Löwen, die ihren Etat für die kommende Saison bereits in trockenen Tüchern haben. „Es ist sicherlich ein entscheidendes Momentum, dass wir sehr sehr stark Planungssicherheit haben im Vergleich zu den letzten Jahren“, sagte Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel unlängst. Sämtliche Leistungs- und Hoffnungsträger seien vertraglich gebunden, auch der Rest wisse Bescheid. Unter anderem dürfen sich Linksverteidiger Leon Klassen und Innenverteidiger Dennis Erdmann einen neuen Verein suchen.

TSV 1860 München: Mölders blickt auf Kaiserslautern - „Für die geht es um die Existenz“

Vor dem Abschied soll der Aufstieg stehen. Nach Kaiserslautern mit Ex-Löwe Tim Rieder warten noch Wehen-Wiesbaden, Bayern II und zum Finale am 22. Mai der FC Ingolstadt. Kampfansagen? Fehlanzeige. „Als nächstes spielen wir gegen Lautern, für die geht es um die Existenz“, sagt Kapitän Sascha Mölders. „Wer die Mannschaft sieht, weiß, die haben eine brutale Qualität. Das wird wieder ein hartes Stück Arbeit. Deswegen brauchen wir uns nicht hinzustellen und über den 38. Spieltag zu reden. Das bringt überhaupt nichts!“ Da wollte Schütze Neudecker nicht ausscheren: „Es macht keinen Sinn über den Aufstieg zu reden, wenn du das nächste Spiel nicht gewinnst“, sagte der formstarke Antreiber: „Wir müssen unseren Lauf halten und schauen dann, was am Ende rauskommt!“ Noch vier Wochen bis zur Wahrheit.

Rubriklistenbild: © Bernd Feil/MiS

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