TSV 1860

Sascha Mölders: In einem Punkt bescheinigt ihm der 1860-Sportchef „Bundesliga-Niveau“

1860-Kapitän Sascha Mölders bejubelt sein Tor zum 2:0-Sieg bei der SpVgg Unterhaching
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Emotionaler Anführer: 1860-Kapitän Sascha Mölders.

Ohne die Tore von Sascha Mölders wäre der TSV 1860 nicht in der 3. Liga gelandet. Auch jetzt, mit bald 36 Jahren, ist der Stürmer unverzichtbar für den aktuellen Tabellenführer: Mölders trifft wie kein anderer - und er reißt das junge Team mit, wie sich nicht zuletzt beim 2:0-Derbysieg in Unterhaching zeigte.

  • Wie im Vorjahr schoss er beim Derby in Unterhaching ein wichtiges Tor.
  • Trainer Michael Köllner bekniete ihn jeden Tag, seinen Vertrag zu verlängern.
  • Nur zwei Drittligastürmer haben nach sieben Spieltagen mehr Tore erzielt.

Ehe nun wieder die große Schutzhaube über den Sportbetrieb gestülpt wird, war am Montag noch einmal eine Minidosis Fußball-Emotionen zu erleben. Offiziell fand das Lokalderby im Hachinger Sportpark ohne Zuschauer statt, inoffiziell jedoch saßen 100 bis 150 Menschen auf der Haupttribüne – und die machten sich stimmgewaltig bemerkbar, was laut Ohrenzeugen auch auf den Rasen überschwappte. Hachings Co-Trainer Roman Type geriet kurzzeitig mit der Trainerbank seines Ex-Clubs 1860 aneinander, und wo es hitzig zugeht, darf einer nicht fehlen: Sascha Mölders. Eines seiner Wortgefechte mit dem Kapitänskollegen Markus Schwabl war bis hinauf auf die Presseplätze zu verstehen.

  Derbys sind die Spiele, in denen der erst- und zweitligaerfahrene Stürmer über sich hinauswächst. Verbal, von seiner kämpferischen Körpersprache her, vor allem aber sportlich. Nach seinem Last-Minute-Siegtreffer im Dezemberduell 2019 hatte Mölders auch bei der Neuauflage 2020 einen großen Auftritt. Arie van Lent, niederländischer Coach der SpVgg Unterhaching, beschrieb das entscheidende 2:0 des 1860-Kapitäns mit Worten, aus denen Frust und Bewunderung spricht. „Da schießt der Sascha Mölders einfach mal Richtung Eckfahne, der Ball wird abgefälscht und landet bei uns im Tor. Das würde ich mir auch mal wünschen.“ Mölders, der im März 36 wird, steht schon wieder bei vier Saisontreffern und ist seiner exzellenten Vorjahresbilanz um drei Tore voraus (gemessen nach sieben Spieltagen) – in der laufenden Drittligasaison trafen nur zwei Spieler häufiger. Im Vergleich dazu Hachings gesamtes Team: sechs Tore.

Vorige Saison 15 Tore - jetzt sind es auch schon wieder 4

  Kein Wunder, dass Michael Köllner nach dem Derbydreier voll des Lobes war über seinen zuverlässigen Vollstrecker. „Sascha hat einfach eine gute Quote“, sagte der 1860-Coach anerkennend: „Viele unserer ruhigen Spieler brauchen so einen emotionalen Leader. Es ist wichtig, dass er wie heute als Kapitän vorangeht. Er tut uns einfach gut.“ Nach Darstellung von Mölders hat auch Köllner einen Beitrag dazu geleistet, dass der gefragte Stürmer seinen Vertrag bei 1860 verlängert hat – indem er ihn täglich darum gebeten habe.

  Auch für Günther Gorenzel ist Mölders ein wesentlicher Mosaikstein auf dem geplanten Weg des TSV 1860 zurück in die 2. Liga. „Wie Sascha die Bälle behauptet, ist Bundesliga-Niveau“, sagte der Löwen-Sportchef im Halbzeit-Interview von Magenta-TV. Bereits im Beipackzettel der Vertragsverlängerung hatte der Österreicher geschwärmt: „Sascha ist nicht nur unser Sturmtank und Topscorer, sondern auch und vor allem Antreiber und Identifikationsfigur.“

Er tut uns einfach gut.

1860-Trainer Michael Köllner

  Für Mölders dagegen ist es kein großes Ding, wenn er wie am Montag ein wichtiges Spiel entscheidet. Seinen erfolgreichen 25-Meter-Schuss in der 84. Minute kommentierte er gewohnt cool: „Ich hatte hochgeschaut und gesehen, dass der Torwart schlecht stand. Okay, der Ball wurde noch abgefälscht, das war Glück. Aber wenn man nicht aufs Tor schießt, geht er auch nicht rein.“ Bei Mölders geht der Ball sehr regelmäßig rein. Und die Emotionen, die gibt es gratis dazu.

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