…und die 7 hätte er gern am Rücken

Djokaj hat seine Frau am Hals

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Ein Foto, auf dem beide Tattoos zu sehen sind: Am linken Ohr steht ein „B“ für Djokajs Frau Branka, auf dem linken Arm der Name seines Sohnes Nikola

München - Der Satz „Ich hab’ ’ne Frau am Hals“ zeugt im allgemeinen bei Männern nicht gerade mehr von grenzenloser Zuneigung zur Angetrauten. Im Fall von Ardijan Djokaj allerdings ist es der Ausdruck für allergrößte Liebe.

Unterhalb des linken Ohrs nämlich hat sich der Neu-Löwe ein kunstvolles B stechen lassen, das Tattoo soll den Namen seiner Frau Branka symbolisieren. „Ich vermisse sie und unseren Sohn Nikola sehr“, sagt Djokaj, „deshalb will ich jetzt ganz schnell in München eine Wohnung finden, damit ich meine Familie, die sich noch in Serbien aufhält, nachkommen lassen kann.“ Obwohl er den Sohnemann natürlich per Tattoo ebenfalls immer bei sich hat. Dessen Name ist auf dem linken Unterarm verewigt.

Und auf dem Bauch prangt die „7“. „Meine Glückszahl“, sagt der 30-jährige Stürmer, der diese Nummer natürlich auch gern auf dem Trikot tragen würde. „Aber das geht natürlich nicht“, weiß Djokaj, „diese Zahl trägt bei uns Daniel Bierofka, und das ist ein ganz großer Spieler in diesem Verein. Ich bin nicht so arrogant, zu fordern, jetzt diese Nummer zu bekommen.“ Beim TSV 1860 trägt der Angreifer fürs erste die 31 und gibt den Joker.

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Und das in durchaus beeindruckender Art und Weise, wie Djokaj zuletzt beim 1:0 im Testspiel gegen Real Mallorca unter Beweis stellte, als er das Tor des Abends durch Benny Lauth wunderbar vorbereitet hatte.

Mit der Joker-Rolle allein will sich der Montenegriner allerdings nicht allzu lang zufrieden geben. „Ich hoffe natürlich, dass ich bald über 90 Minuten ran darf“, sagt er, weiß aber auch, dass er damit nach sechsmonatiger Verletzungspause noch etwas warten muss. Und Djokaj ist geduldig: „Dass ich jetzt bei 1860 einen Vertrag bekommen habe, ist eine große Chance für mich. Und die will ich nutzen.“

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Und nächstes Jahr nicht schon wieder den Verein wechseln… Die Löwen sind nämlich bereits sein zwölfter Klub. Ein ziemlich unstetes Fußballerleben. Was waren die Gründe dafür? Djokaj: „Na ja. Das ein oder andere Mal konnten die Klubs kein Geld mehr zahlen, dann bin ich wieder nicht so oft dran gekommen, wie ich es mir vorgestellt habe und wollte weg. Oder die Vereine mussten mich verkaufen, weil sie die Ablösesumme brauchten. Ich hätte nichts dagegen gehabt, zehn Jahre bei ein und demselben Klub zu verbringen.“

Am allerliebsten bei Roter Stern Belgrad, sein Herzensklub. Djokaj: „Ich war schon als Bub ein großer Fan von Roter Stern, und natürlich sehr stolz, als ich dort selbst spielen durfte.“ Wer weiß: Vielleicht wird der ja, was die Sympathiewerte betrifft, vom TSV 1860 noch abgelöst. Wäre doch dann ein Grund für Djokaj, sich irgendwo einen Löwen tätowieren zu lassen.

Claudius Mayer

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