Bierofka gibt ab an Lauth

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„Natürlich ist Benny etwas leiser“, weiß Ewald Lienen. Aber wie auf diesem Foto, kann Lauth auch zum Lautsprecher werden.

München - 1860-Trainer Ewald Lienen hat die Entscheidung getroffen: Benny Lauth soll die Mannschaft als Kapitän durch die neue Saison führen.

Natürlich würde die Wahl normalerweise wieder auf ihn fallen. So wie im Sommer vergangenen Jahres, als es außer Frage stand, dass Daniel Bierofka Kapitän des TSV 1860 werden würde. „Biero“, der vorbildliche Kämpfer, ein hervorragender Fußballer und ein Münchner G’wachs, mit dem Löwen im Herzen. Aber derzeit leider auch wieder mit Problemen an der Bandscheibe. Die Operation am vergangenen Montag verlief zwar nach Plan, aber das bedeutet halt trotzdem immer noch, dass mit einem Einsatz von Bierofka (30) nicht vor sieben, acht Wochen zu rechnen ist. Und ein Kapitän im Krankenstand hilft keinem weiter. So muss eben der andere Kult-Löwe wieder ran, wenn’s um die Kapitänsbinde in dieser Saison geht: Benny Lauth. „Benny ist die beste Wahl“, erklärte Bierofka, „die Fans identifizieren sich mit ihm, und viele andere Alternativen gibt es ja nicht.“

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Auch Trainer Ewald Lienen sagte: „Auf Lauth wird’s rauslaufen.“ Die endgültigen Formalitäten (es geht auch um die Bildung des Mannschaftsrats) will der Löwen-Coach erst nächste Woche erledigen: „Die Strukturen sind ja ohnehin schon da. Das Ganze soll man auch nicht überbewerten. Kapitän und Mannschaftsrat sind nur ein Spiegelbild dessen, was in einer Mannschaft los ist. Spieler, die jetzt schon Verantwortung übernehmen, sind von allein Autoritäten. Da denke ich an Torben Hoffmann und Michael Hofmann, die die Mannschaft immer pushen.“

Dass Benny Lauth (27) ein etwas anderer Typ ist – nicht gerade ein Lautsprecher – stört Lienen nicht: „Natürlich ist Benny etwas leiser. Aber er ist halt auf seine eigene Art und Weise vorbildlich. Nämlich, was Leistung und Auftreten betrifft.“ Der Torjäger, der Bierofka bereits in der Rückrunde als Spielführer vertreten hat, sieht das ganze Thema ohnehin gelassen. „Mich drängt es nicht unbedingt danach, Kapitän zu sein“, sagt Lauth, „aber, wenn ich es werden sollte, dann empfinde ich es schon als Ehre.“

Er wird’s werden. Schon allein deshalb, weil Lienen in dieser Angelegenheit das letzte Wort haben wird: „Ich werde der Mannschaft mitteilen, welche Vorstellung ich habe. Wobei ich allerdings glaube, dass bei einer Wahl auch kein anderes Ergebnis herauskommen würde.

Und wenn Bierofka wieder zur Verfügung steht, dann ist für den Trainer sowieso klar, dass er ebenfalls einen verantwortungsvollen Posten übernehmen wird. Lienen: „Für Daniel haben wir immer einen Platz frei.“

Claudius Mayer

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