„Eine Serie wie letztes Jahr würde uns gut tun“ / Sponsor Prost auf der Wiesn

Lauth träumt von einem „Goldenen Oktober“

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Bei Lauth und seinen Mit-Löwen läuft es derzeit nicht rund.

München - Die Spieler des TSV 1860 München richten sich an der Erinnerung an den vorigen Oktober auf. „Eine Serie wie letztes Jahr würde uns gut tun“, sagt Benny Lauth.

Sieben Punkte, Platz fünfzehn, so sah die traurige Startbilanz der Löwen Ende September 2008 aus. Es rumorte im Umfeld, Trainer Marco Kurz stand unter Dauerbeschuss. Dann folgten ein 3:0 beim FSV Frankfurt, ein 3:1 gegen Greuther Fürth, ein 2:0 beim VfL Osnabrück und ein 1:0 gegen die TuS Koblenz. Und alles jubilierte über den „Goldenen Oktober“.

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Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. Nach einem trüben November, Dezember und Januar wurde Kurz am Faschingsdienstag 2009 von seinen Aufgaben entbunden. Nun hat er als Trainer des 1. FC Kaiserslautern gerade einen Goldenen August und September verbracht.

Und bei den Löwen? Tja. Da sind sie so weit wie voriges Jahr…

„Wir schaffen es nicht, die Qualität konstant abzurufen“, sagt Manager Miki Stevic. Ähnlich ratlos klingt Ernst Prost, der Chef des Trikotsponsors Liqui Moly. Man habe „im Pokal gegen Hertha gesehen, was in der Mannschaft steckt. Und in der Liga kommen dann solche Spiele wie in Aachen oder jetzt gegen Paderborn raus. Das ist schwer nachzuvollziehen.“ Und noch schwerer wieder gutzumachen. „Wir sind gerade dabei, den Anschluss nach oben zu verlieren“, hat Benny Lauth den Ernst der Lage erkannt. „Was wir jetzt brauchen, ist so ein Lauf wie damals im Goldenen Oktober. So eine Serie würde uns jetzt auch gut tun.“

St. Pauli (A), Duisburg (H), FSV Frankfurt (A) und Kaiserslautern (H) heißen die kommenden vier Gegner in der Liga. Acht Punkte sollten da das Minimalziel sein, um einigermaßen bei der Musik zu bleiben. „Es muss wieder mehr Begeisterung rein in die Truppe, die Lockerheit darf durch die Drucksituation nicht verloren gehen“, sagt Prost und zitiert Martin Luther: „Aus einem traurigen Arsch fährt nie ein fröhlicher Furz!“ Deshalb wollte Prost die Profis auch am Dienstag beim offiziellen Wiesn-Termin im Hacker-Zelt besuchen.

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Strecke

„Vielleicht kann ich auch etwas mithelfen, dass die Stimmung wieder besser wird.“ Beim Fanvolk geht’s den Löwen zunehmend wie der SPD: Sie können ihre Anhänger nicht mehr mobilisieren. Bei 26 025 Zuschauern liegt der aktuelle Schnitt, in der vergangenen Katastrophensaison waren es am Ende 28 135. Trotzdem ist Prost überrascht von der Stimmung: „Die Fans stehen wie ein Mann hinter der Mannschaft, das müsste doch eigentlich Auftrieb und Sicherheit geben.“ Müsste. Eigentlich…

Ludwig Krammer

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