Der Trainer rasiert seine laschen Löwen-Kicker

Lienen: Unwürdig!

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So blickte Ewald Lienen nach Abpfiff drein

München - Nein, nach Ausreden hat bei den Löwen nach der 0:2-Pleite in Aachen keiner gesucht. Jeder war wenigstens so ehrlich zuzugeben, dass der Auftritt auf dem Tivoli eine einzige Enttäuschung war.

„Wir haben überhaupt nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte der Ex-Aachener Sascha Rösler. „Dabei war die Alemannia vor dem Spiel in der Krise, und das wollten wir eigentlich ausnutzen. Aber ich hatte das Gefühl, dass nicht alle hundertprozentig dagegengehalten haben. Wir wollten eigentlich kompakt stehen und nach vorne Nadelstiche setzen. Aber da gab’s keine…“

Nur einmal Note 2! Bilder und Einzelkritik

Strecke

Kein Wunder, dass deshalb auch Ewald Lienen „maßlos enttäuscht“ war. „So darf man in der Zweiten Liga auswärts nicht auftreten“, schimpfte der Löwen-Coach, „und dass wir am Schluss fast aufgegeben haben, das ist für einen Profifußballer unwürdig. Wenn einige Spieler nicht in der Lage sind, so zu spielen, wie es sein muss, dann haben sie auch kein Recht zu spielen.“ Keine Überraschung, dass es hinterher auch in der Kabine mächtig rundging. Sascha Rösler: „Man kann ja eins und eins zusammenzählen, um sich vorzustellen, dass dort keine Lobreden gehalten wurden.“

Benny Lauth, der sich überhaupt nicht in Szene setzen konnte, blieb auch nichts anderes übrig, als Trübsal zu blasen. „Die Niederlage war völlig verdient“, gestand er. „Das Einzige, was wir heute vielleicht hätten schaffen können, wäre ein 0:0 bis zur Pause gewesen und dann auf Konter zu hoffen. Aber wir waren die schwächere Mannschaft mit viel zu wenigen Torchancen.“

Brauchen die Löwen einen neuen Mann für den lange ausfallenden Florin Lovin? Lauth: „Ich weiß auch nicht. Wenn einer kommt, dann ist es doch einer, der derzeit nicht im Training steht.“ Einer wie Johann Vogel?

Johann Vogel in Aktion

Strecle

Ob mit Neuem oder ohne: „Jetzt stehen wir gegen Paderborn schon wieder mächtig unter Druck.“ An das Pokalspiel am Mittwoch gegen Hertha BSC dachte er zunächst gar nicht. „Vielleicht können wir ja da etwas gutmachen“, sagte Kapitän Lauth dann. Es klang nicht besonders selbstbewusst.

Ex-Löwe Lukasz Szukala, der in der Aachener Abwehr einen ruhigen Tag verlebte, war von 1860 überrascht: „Wir haben bald die Überhand gewonnen und es am Ende gut ausgespielt. Ich war mir immer sicher, dass wir nicht in Gefahr kommen würden.“

Claudius Mayer

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