Stevic & Co. auf Ursachenforschung / Lauth freut sich auf Länderspielpause

„Die Spieler sind besser als die Mannschaft“

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Auch Mathieu Beda (hinten) könnte gegen den FC St. Pauli eine schöpferische Pause verordnet bekommen.

München - Wer Montag Mittag etwas länger auf dem 1860-Gelände blieb, der konnte den Löwen noch beim Jubeln zuschauen. Grund war aber natürlich nicht die Leistung gegen den SC Paderborn.

Für einen Werbespot ihres Ausrüsters mussten Benny Lauth, Alexander Ludwig und Stefan Aigner so tun, als hätte besagter Kapitän soeben ein Tor geschossen. Wenn’s in Echt schon nicht klappt…

Sieben Tore, acht Punkte – so lautet die 1860-Bilanz nach dem ersten Saisonfünftel. Zu wenig für einen Klub, der den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat, weil er sich die zweite Liga nicht mehr lange leisten können wird. Die Frage der Fragen: Warum kommen die Löwen nicht voran? Ist der Kader ohne die verletzen Bierofka und Lovin doch nicht soo gut? Liegt’s an Trainer Ewald Lienen, der auch nach acht Spieltagen noch nach der richtigen Mischung sucht und zunehmend ratloser wirkt?

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„Die Spieler sind besser als die Mannschaft“, sagt Miki Stevic – einerseits. Andererseits hat auch der Manager leise Zweifel am Personal: „Wenn ein Leistungsträger wie Benny Lauth nicht in der Verfassung ist, die man sich vorstellt, dann ist das schwer zu kompensieren.“ Lauth gibt zu, was nicht zu übersehen ist: „Momentan ist bei mir etwas der Akku leer. Mir fehlt die Spritzigkeit für mein Spiel, ich kann die Akzente vorne nicht setzen.“

Möglicherweise rächt sich nun auch, dass Lauth in der vergangenen Rückrunde oft fitgespritzt werden musste. Seine Sprunggelenksprobleme zogen sich bis weit in die Vorbereitung. Jetzt sehnt er die Länderspielpause nach der St. Pauli-Partie am Sonntag herbei: „Da muss ich Kraft tanken.“

Nur an Lauths Tief kann’s freilich nicht liegen, dass die Löwen so harmlos sind. Lienen missfällt speziell das „bescheidene Mittelfeldspiel“, er fordert „spielerische Akzente. Keine Mannschaft der Welt kann ständig von der Abwehr direkt in den Sturm spielen!“

In St. Pauli dürfen sich deshalb Ludwig (für Camdal) und Rösler (für Beda) eine Startelf-Chance ausrechnen. Zuvor geht’s am Dienstag gemeinsam zum offiziellen Wiesn-Termin. „Vielleicht kommt wieder gute Stimmung rein durch so einen Abend“, hofft „Rot-Sünder“ Aigner, der eine Geldstrafe wird zahlen müssen. „Vielleicht brauchen wir mehr Lockerheit, um Vollgas geben zu können“, sagt Lienen. Kommt Bier, kommt Rat?

lk

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