Josef Bauer aus Prien traf sich mit Stevic

Wettbergs Millionär vor Einstieg?

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Miki Stevic (l.) und Manfred Stoffers würden sich über weitere finanzielle Unterstützung freuen.

München - Steigen die Löwen jetzt richtig dick ins Öl-Geschäft ein? Am Donnerstag wurde der neue/alte Trikotsponsor, der Schmiermittelfabrikant ­Liqui Moli vorgestellt.

Tags zuvor hatte sich 1860-Sportdirektor Miki Stevic mit Josef Bauer getroffen, der bis zum 31. Dezember 2008 der Firma Arab Oil vorstand. Der 50-Jährige aus Prien am Chiemsee handelte viele Jahre mit Rohöl, entschied sich aber vor einem halben Jahr, das Leben als Privatier zu genießen – was seine Finanzkraft nicht schmälert. Bauer könnte sich vorstellen, 1860 mit einigen Millionen unter die Arme zu greifen.

Löwen intern: Hinter den Kulissen des TSV 1860 München

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Deshalb traf sich der schwergewichtige Oberbayer mit 1860-Manager Miki Stevic im Restaurant Da Fausto am Tierpark, wo die beiden Herren gut speisten und sich eine Stunde lang unterhielten. Bauer: „Wir haben darüber gesprochen, ob ich Sechzig finanziell helfe und sind so verblieben, dass wir uns in einem halben Jahr noch mal unterhalten.“

Mit diesem Trikot mit „Liqui Moly“-Aufdruck werden die Löwen in der anstehenden Saison auflaufen. Es wurde am Donnerstag präsentiert.

Bauer will abwarten, wie die Entwicklung bei 1860 läuft: „Für einen Kapitalgeber ist es immer leichter, wenn er in eine erfolgreiche Sache investiert.“ Deshalb hatte Bauer vor knapp drei Jahren ein Engagement bei den Löwen sein lassen. Er war der Mann mit den Millionen, von denen Karsten Wettberg stets gesprochen hat. Wobei eine von mehreren Bedingungen Bauers lautete, dass Wettberg Präsident wird. Da dies aber von der damaligen Geschäftsführung verhindert wurde, verspürte der Geschäftsmann, der ein guter Freund von Bernhard Winkler ist, keine Lust mehr, in den TSV 1860 zu investieren. Ebenso wenig wollte er, dass sein Geld für Provisionen an den Geschäftsführer oder zur Schuldentilgung verwendet wird.

Wenn, dann soll seine Finanzkraft in den Kader investiert werden. Bauer: „Stellt sich im Winter heraus, dass Sechzig auf einem guten Weg ist, oder braucht der Verein im Falle des Aufstiegs Geld für weitere Verstärkungen, dann könnte ich mir eine Unterstützung schon vorstellen.“

Und welcher Stürmer könnte jetzt noch kommen?

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Einmal Löwe, immer Löwe: Liqui-Moly-Boss Ernst Prost will die Sympathiewerte seines Unternehmens erhöhen

Vielleicht gelingt der Abschluss dann ja so reibungslos wie der mit Liqui Moly. 1860-Vermarkter IMG hatte das Ulmer Unternehmen in Person von Firmenboss Ernst Prost wieder mit den Löwen zusammengebracht. Am Montag fixierten 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers, IMG-Deutschland-Chef Matthias Pietza und Prost im Berliner Nobelhotel Adlon auf einer Serviette die Rahmenbedingungen des Sponsoren-Comebacks.

Gut eine Million Euro zahlt Liqui Moly pro Zweitliga-Saison bis 2011, beim Aufstieg würde sich die Summe erhöhen. Trotzdem erweitert sich der Finanzspielraum für 1860 nicht. IMG habe seine Saison-Garantiezahlung (insgesamt rund 5,5 Millionen Euro, d. Red.) jetzt weitgehend gegenfinanziert, erklärte Stoffers. Der Stimmung tut das keinen Abbruch. Wie sagte Präsident Rainer Beeck am Donnerstag so schön: „Wir freuen uns, einen Hauptsponsor zu haben, der den Verein kennt und weiß, was ihn erwartet.“

cm, lk

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