Wacker setzt sich beim Merkur Cup durch

Final-Duell der beiden Favoriten SC Fürstenfeldbruck und Wacker München

Energiebündel: Der Brucker Kapitän Simon Baiz zieht an seinem Geretsrieder Gegenspieler vorbei.  <em>Foto: Oliver Rabuser</em>

Farchant

– Gastgeber Florian Urban, dessen Sohn im Nachwuchs der Löwen kickt, tippte auf den SC Fürstenfeldbruck. Der Coach der Brucker Manfred Ebitsch, ein weiterer Kenner der Kleinfeldszene, sah im FC Wacker München den Hauptanwärter. Tatsächlich trafen beide Mannschaften im Finale aufeinander. Wacker entschied das Duell im Neun-Meter-Schießen (4:3).

Doch den Weg der beiden ins Endspiel hätte nun wirklich keiner vorhersehen können. Beide schlossen die Vorrunde nur als Zweiter ab, vermieden dadurch das direkte Duell im Halbfinale. Beide wurden von zwei Vereinen überrascht, die es mit Offensiv-Fußball weit gebracht haben: Geretsried und Peiting. „Sie sind sehr weit entwickelt“, lobt der Farchanter Coach Urban. Während sein Team noch ganz klassisch auf hohe Bälle und Zweikämpfe baut, versuchten es die vier Halbfinalisten allesamt mit einem spielerischen Weg. Dieser Ansatz garantierte natürlich viele Tore – aber auch viele Fehler. In der Vorrunde nutzten die Geretsrieder einen Patzer der Münchner zu einem 1:0-Erfolg, der den Gruppensieg sicherte. „Eines unserer besten Spiele in den vergangenen Jahren“, schwärmt TuS-Trainer Christian Hott. Fürstenfeldbruck und Peiting trennten sich 0:0, was wiederum dem TSVP Platz eins sicherte. Dank des Extrapunkts für drei Treffer gegen die Farchanter.

Im K.o.-Duell mit Wacker München lief dagegen alles falsch für die Peitinger. Sie verspielten eine 2:0-Führung und kassierten das Gegentor zum 2:3 eine Minute vor dem Ende. Hinterher fielen die Spieler auf den Boden und weinten ihren Frust und ihre Enttäuschung heraus. Tränen flossen auch im zweiten Semifinale beim TuS Geretsried – trotz des klaren Ergebnisses. Mit 4:0 setzen sich die Brucker durch. Doch der Geretsrieder Coach Hott baute die Seinen flott wieder auf. „Immer positiv denken“ hat er zum Leitsatz in seinen fünf Jahren gemacht, in denen er das Team betreut. „Es sind immer noch elfjährige Buben“, betont er. Platz vier im Bezirksfinale – Peiting gewann das kleine Finale 2:1 – sei doch eine ordentliche Leistung, findet Hott.

Gefreut haben sich auch zwei Teams, die vorzeitig ausschieden: Die Miesbacher erhielten den Fairness-Preis samt eines neues Trikotsatzes. Gastgeber Farchant nahm einen Glaspokal für die „souveräne Organisation“ entgegen, wie Merkur CUP-Macher Uwe Vaders lobt. Der TSV nutzte das Bezirksfinale als Werbeveranstaltung. Die oberbayerische Fußball-Familie sollte sehen, wie groß der Zusammenhalt auf dem Land ist. Dass Farchant eine Adresse ist, die sich zu besuchen lohnt. „Wir können das auch stemmen, wir sind auch da“ - nicht nur die Großstädter aus München und dem Umland, sagt Jugendleiter Tobias Hamberger. Nur sportlich sind ihm die Großen noch einen Schritt voraus. ANDREAS MAYR

Quelle: fussball-vorort.de

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