SV Pullach: Schmöller erwartet keine Gala, aber einen Sieg.

Zwei Spiele, zwei Unentschieden lautet Frank Schmöllers bisherige Bilanz mit dem SV Pullach, die der neue Trainer am Samstag (14 Uhr) beim SV Raisting mit einem Sieg unbedingt aufbessern will.

„Den Start habe ich mir anders vorgestellt. Mit vier Punkten hätte ich leben können, aber zwei sind mir zu wenig, vor allem, wenn man die Tabellenplätze der Gegner sieht“, zeigte sich Schmöller nach den Partien gegen die Abstiegskandidaten Sonthofen und Ismaning, seinen Ex-Verein, nicht zufrieden.

 

Und der Tabellenneunte aus Raisting werde seinem Team bestimmt nicht weniger abverlangen als die bisherigen Gegner. Vor allem aber werde sich der Aufsteiger anders präsentieren als im Vorrundenduell, davon ist Schmöller felsenfest überzeugt. Beim 5:0 an der Gistlstraße hatten die Raben eine Galavorstellung abgeliefert, sie hätten auch zweistellig gewinnen können. Doch von einer Rückschau erwartet Schmöller keine Motivationshilfe. „Ich werde die Mannschaft bewusst nicht ans Hinspiel erinnern, denn eine Gala wird es in Raisting nicht geben. Das ist ein unangenehmer Gegner und auf dem Platz wird es sicher auch nicht einfach. Da muss Fußball gearbeitet werden. Da müssen wir den Kampf annehmen, auch drüber gehen über das, was uns Raisting anbietet“, fordert der 47-Jährige.

 

In den ersten beiden Spielen seiner Amtszeit vermisste Schmöller noch die ganz breite Brust: „Ich finde, wir könnten als Tabellenzweiter ruhig aggressiver und mutiger auftreten. Ich war etwas überrascht, denn im Training zeigt die Mannschaft sehr viel Zug. Nicht, dass wir ängstlich gespielt hätten, aber wir könnten mehr Überzeugung zeigen, angefangen von der Körpersprache bis hin zum Torabschluss.“ Seinem pfeilschnellen Angreifer Maxi Schuster empfiehlt der ehemalige Profi-Stürmer dabei die „Staubsauger-Vertreter-Mentalität“ vor dem gegnerischen Gehäuse: „Er treibt einen Riesenaufwand und belohnt sich nicht, denn er hadert zu sehr mit sich. Ich kann als Vertreter aber nicht, wenn ich einmal abgewiesen wurde, sagen, ich höre auf. Ich muss an fünf Türen klopfen, bis ich eben einen Staubsauger verkaufe.“

 

Der Verkaufstermin in Raisting könnte sich auch aufgrund der Personalsituation als Geduldsspiel erweisen. Niklas Mooshofer (Ausbildungsmaßnahme) und Volkan Cukur (steht wegen einer Umschulung vorläufig nicht mehr zur Verfügung) fehlen sicher, die von einem Virus geplagten Sebastian Schuff, Orhan Akkurt und Christoph Meißner fallen wohl auch aus. Damit muss der Trainer womöglich fünf Spieler aus der Startelf der Vorwoche ersetzen. „Das soll aber kein Alibi sein. Ich bin überzeugt, dass die elf, die ich aufs Feld schicke, dieses Spiel für den SV Pullach gewinnen können“, sagt Schmöller, der das im Grunde auch erwartet, denn: „Langsam wird es Zeit für den ersten Dreier.“

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant:

Kommentare