SVH spielt stark - und verliert mit 0:4

SV Heimstetten - Bereits zum neunten Mal in dieser Saison kassiert der SV Heimstetten mehr als vier Tore in einem Spiel. In Illertissen verliert die schwächste Abwehr der Regionalliga mit 0:4.

In den USA, jenem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aus dem bisweilen auch unmögliche Begrenztheit über den Atlantik schwappt, wird seit Kurzem mit Computerprogrammen experimentiert, die automatisch Zeitungsartikel generieren. Hierzu füttert man den Rechner mit einigen grundlegenden Fakten, etwa Halbzeitstand, Torschützen und Endresultat – und voilà: Binnen Sekunden spuckt die Maschine einen fertigen Bericht aus.

Im Falle des SV Heimstetten der Saison 2013/14 hätte es ein solches Programm besonders leicht, denn der Regionalligist verliert die meisten seiner Partien nach dem gleichen Schema. Auch beim hoch favorisierten FV Illertissen war der Drittletzte eine Halbzeit lang die bessere Mannschaft – wieder einmal. In allen denkbaren Weisen ließen die Gäste jedoch auch die hochkarätigsten Chancen aus – wieder einmal. Stattdessen traf der FVI kurz vor der Pause und verpasste dem SVH nach dem Seitenwechsel eine 0:4-Packung – wieder einmal.

„Wir haben richtig gut gespielt und hatten Chancen ohne Ende“, bilanziert Trainer Rainer Elfinger – wieder einmal. „Aber unterm Strich war der Gegner effektiv und hat knallhart zugeschlagen. Wir hingegen sind an Ineffektivität nicht zu überbieten.“ Dabei suche das Nervenflattern vor dem Tor nicht nur einen Spieler heim: „Fast jeder meiner Offensivleute hatte in der ersten Hälfte eine Eins-gegen-Eins-Situation“, berichtet Elfinger. „Doch wir machen daraus kein einziges Tor.“

So setzt Marcel Ebeling die Kugel genauso neben den Pfosten (10.) wie Thomas Karg (17.); Dominik Schmitt (21.), Memis Ünver (24.) und erneut Karg (27.) finden im starken Torwart ihren Meister; und auch im dritten Versuch bringt Karg die Kugel nicht im Gehäuse unter (35.). Auf der anderen Seite kommt Illertissen zwei Mal gefährlich vors Tor – und macht daraus einen Treffer: Nach einem Foul von Keeper Patrick Lehner versenkt Marc Hämmerle einen Strafstoß zum 0:1.

Auch nach der Pause bleibt Heimstetten dominant, bis ein 20-Meter-Kracher von Christian Essig die Niederlage einläutet. „Da hat man den Qualitätsunterschied gesehen“, räumt Elfinger ein. „Er jagt den Ball mit gefühlten 200 Stundenkilometern in den Winkel, wir hingegen spielen davor in ähnlichen Situationen bessere Rückpässe.“ In der Folge kassiert der SVH zwei weitere Gegentore und verliert obendrein Valentin De La Motte, der nach einem Zweikampf vom Feld humpelt und sich zum immer größer werdenden Lazarett gesellt.

„Im Moment haben wir die Seuche“, ärgert sich Elfinger. „Doch so lange wir so stark spielen, bleibe ich zuversichtlich.“ Allein es wird immer enger für Heimstetten – oder wie eines jener US-Programme wohl nüchtern formulieren würde: Nach der zwölften Niederlage bleibt der SV Heimstetten in der Regionalliga auf einem Abstiegsplatz.

Quelle: fussball-vorort.de

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