Wolfratshausen siegt mit Lieblingsresultat

Die vorentscheidende Szene: Garchings Torhüter Stefan Wachenheim (li.) foult Jakob Gerg vor der Strafraumgrenze und sieht dafür die rote Karte. Den fälligen Freistoß verwandelte Marco Höferth zum 1:0-Sieg für den BCF.
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Die vorentscheidende Szene: Garchings Torhüter Stefan Wachenheim (li.) foult Jakob Gerg vor der Strafraumgrenze und sieht dafür die rote Karte. Den fälligen Freistoß verwandelte Marco Höferth zum 1:0-Sieg für den BCF.

BCF Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen schlägt Garching am Ende einer „sehr positiven Woche“ mit seinem ausgemachten Lieblingsresultat, und rückt dadurch im Bayernliga-Tableau deutlich nach oben.

Mit elf von 21 möglichen Zählern ist der Farcheter Ballclub in seiner Spielklasse guter Durchschnitt. Der Zensurensprung von „befriedigend“ auf „gut“ steht unmittelbar bevor. Etwa zwei Drittel des Guthabens auf dem Konto wurde in der abgelaufenen, sogenannten englischen Woche eingespielt. Der August ist also bis dato ein Jackpot-Monat für die Flößerstäter: Dreimal beendete die Elf von Reiner Leitl mit dem knappsten aller Ergebnisse, einem 1:0-Erfolg. Ergebnisse, die als Sinnbild für das tatsächliche Leistungsvermöen dienen. Hinten hui, vorne Höferth – könnte man sagen. Nicht, dass der 26-Jährige plötzlich als Angreifer aufgeboten wüde. Doch setzte Höferth binnen acht Tagen zum zweiten Mal einer Klasse-Leistung die Krone in Form des Siegtreffers auf. An den Kunstschuss aus der Vorwoche beim 1:0 gegen Ismaning reichte der von Garchings Mauer abgefälschte Freistoß nicht heran. Einen weiteren Dreier sicherte er allemal.

Dabei wurde der VfR bei dieser Szene aus der 33. Minute ausgerechnet durch seinen fußballerischen Feingeist auf die Verliererstraße geschickt. Trainer Daniel Weber hatte Florian de Prato überraschend in die defensive Viererkette beordert. Ein interessanter Schachzug, gleichwohl mit gravierendem Einschnitt. Ausgerechnet dem hochqualifizierten Techniker mit Spielmacher-Gen versprang der Ball bei der Annahme, Jakob Gerg spritzte dazwischen, ehe er eine Sekunde später von Garchings Tormann Stefan Wachenheim in die Horizontale geschickt wurde. Schmerzhaft für Gerg, schicksalsträchtig für Wachenheim: Vorzeitiges Dienstende, angeordnet von Referee Michael Ost. Webers spätere Einschätzung, der Tormann hätte „Gerg überhaupt nicht berührt“, war freilich eine subjektive Exklusivmeinung. Vielmehr war die Frage, ob Garchings Nikolas Berchthold nicht besser postiert gewesen wäre und eingreifen hätte können. Die Hinausstellung hätte seiner Elf ein „Stück weit geholfen“, räumte Leitl ein.

Farchet erspielte sich Chancen, davon auch einige sehr gute. Doch weder Lamine Guéye und Sebastian Heid mit ihren Schüssen, noch Tobias Schattschneider bei seinem Lattentreffer schafften es, den Sieg endgültig in trockene Tücher zu bringen. Garching indes hatte seine einzige Torgelegenheit beim Kracher von Oliver Hauck, den BCF-Torhüter Franz Demmel aus der Ecke fischte. Farchets Defensive setzte Maßstäbe in Sachen Stabilität. Man habe „kaum Torchancen zugelassen“, lobte Leitl. Ein Tatbestand, der den Trainer mehr als zufrieden stellt. Angesichts der sichtbaren Entwicklung seiner Elf gebe es „nichts, was ich bemängeln kann“.  

Das sagt der Fan Herbert Haberl aus Holzhausen:

„Ich hatte mir von dieser Partie mehr erwartet, vor allem was die Spielweise der Garchinger betraf. Allerdings ist es bei diesen Temperaturen auch nicht einfach, gut Fußball zu spielen. Ich dachte, der BCF würde sich nach der Hinausstellung des Gästetorhüters eine klare Überlegenheit erspielen. Aber die Begegnung ist zunächst so dahingeplätschert. Danach war die Chancenverwertung nicht besonders. Ich bin froh, dass wir den Marco Höferth haben: Er ist unser komplettester Spieler. Ein Ballverteiler wie Basti Pummer hätte dem Spiel heute gut noch getan."

Quelle: fussball-vorort.de

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