Sind Knecht und Hauk zu stoppen?

Live-Ticker: Wolfratshausen muss gegen Kirchanschöring bestehen

Kann Marian Knecht (mi.) dem Spiel wieder seinen Stempel aufdrücken? Foto: Rabuser.

Die Spannung im Relegations-Krimi erreicht allmählich ihren Höhepunkt. Für den BCF Wolfratshausen geht es am Mittwoch beim SV Kirchanschöring (Sportanlage Laufen, 18.30 Uhr – Busabfahrt 14.30 Uhr) um ein möglichst fehlerfreies Hinspiel, verbunden mit der Hoffnung auf mindestens einen Auswärtstreffer.

 Irgendwie traf Michael Schütz den Nagel auf den Kopf. Bereits beim Match in Wolfratshausen stellte der Traunsteiner Trainer den Modus dieser Ausscheidung in Frage. Nach dem Rückspiel erneuerte Schütz seine Zweifel. Denn mit der SE Freising war lediglich ein Landesligist in das Relegations-Quartett um den BCF eingruppiert. Die Freisinger scheiterten in zwei torreichen Partien (2:4, 3:3) gegen den SV Kirchanschöring. Die Elf aus dem Rupertiwinkel ist damit Gastgeber der Farcheter im Hinspiel der entscheidenden Runde. Die Wolfratshauser haben sich durch ihren Erfolg über Traunstein in diese zweite Runde manövriert. Jetzt sind es noch zwei Spiele, in denen der Status des Bayernligisten gewahrt werden kann.

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Aus Trainersicht versucht man, die Eindrücke der abgelaufenen Spielzeit nicht in dieses Finale einfließen zu lassen. „Was wir im letzten Punktspiel gesehen haben, war nicht sehr überzeugend“, blickt Mitch Rödl auf die 0:1- Niederlage der Farcheter zurück. Der BCF rotierte auf einigen Positionen, hielt sich auch beim Engagement unerwartet deutlich zurück. Das Auswärtsmatch indes konnte der Ballclub für sich entscheiden. Marian Knecht war beim 2:0-Erfolg im Spätherbst 2017 Doppeltorschütze.

„Die Relegation hat ganz eigene Gesetze“, betont Wolf-ratshausens Co-Trainer. Dabei muss diesmal der Gegner vorlegen, der BCF dagegen auf der Hut sein, eine gute bis sehr gute Ausgangsposition für kommenden Samstag nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. „Wir wollen ein Auswärtstor machen“, sagt Rödl. Freilich ruhen die Hoffnungen einmal mehr auf dem offensiven Triumvirat um Jona Lehr, Angelo Hauk und Marian Knecht. Rödl spricht von „außergewöhnlichen Spielern“, die eine Begegnung von solch hoher Bedeutung entscheiden könnten. „Der Rest muss defensiv gut stehen“, verlangt der 32-Jährige. Das klappte in Traunstein überdurchschnittlich gut.

Rödl gibt zu bedenken, dass der eigene Angriff eine derart starke Vorstellung wie zuletzt nicht ständig abrufen könne. Gleichwohl hofft er natürlich auf eine Bestätigung. Dann sähe es „sehr gut“ mit einem Verbleib in der Liga aus.

Kraftreserven scheinen ausreichend vorhanden. Marco Stier habe in den letzten Wochen „nicht so extrem“ traineren lassen. Zudem könne man auf „frische Kräfte“ von der Bank setzten. Das Farcheter Team sei „sehr fokussiert“, sagt Rödl zuversichtlich. Man werde die SVK-Spiele gegen Freising noch analysieren, dann entsprechend aufstellen. Mit Özgür Kart und Manuel Jung nennt der Spielertrainer zwei wichtige Akteure bei der Truppe von Michael Kostner; darüber hinaus Tobias Schild, der drei der sieben Treffer gegen den Landesligisten markiert hat.

Bei Standards – Kirchanschöring hat etliche großgewachsene Kicker – muss der BCF ohnehin aufpassen. Aber auch hier waltete er in Traunstein sorgfältig. Einmal mehr werden die maßgeblichen Aktionen im Kopf entschieden. „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen“, legt Rödl in puncto Selbstbewusstsein schon mal vor.

BCF Wolfratshausen: Heep – Culjak, Hummel, Kantar, Spehar, Potenza, Lehr. Tomicic, Skoro, Hauk, Knecht – Klingspor, Gobitaka, Rödl, Onyemaeke, Shalaj, Cakir, Puta.

Quelle: fussball-vorort.de

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