Erster Treffer in der DEL

Am Rhein eingeschlagen: Heinzinger trifft an seinem Geburtstag

Im Schnitt 16:26 Minuten steht Niklas Heinzinger in seiner ersten DEL-Saison für die Düsseldorfer EG auf dem Eis.
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Im Schnitt 16:26 Minuten steht Niklas Heinzinger in seiner ersten DEL-Saison für die Düsseldorfer EG auf dem Eis.

Ein besseres Geschenk hätte sich Niklas Heinzinger fast nicht machen können: An seinem 22. Geburtstag erzielte der Holzkirchner das erste Tor in der DEL.

Holzkirchen – „Es passt. Alles bestens.“ Wenn man Niklas Heinzinger zwischen Trainingseinheiten und Spielen ans Telefon bekommt, klingt der Holzkirchner im Trikot der Düsseldorfer EG mehr als aufgeräumt. Der frisch 22-Jährige ist angekommen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und hat seinen festen Platz im Team des Traditionsvereins am Rhein gefunden. Zuletzt machte er sich in der in Overtime verlorenen Sonntags-Partie in Straubing (3:4) beim Miesbacher Andreas Eder mit seinem ersten DEL-Tor zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung sogar ein besonderes Geschenk zum Geburtstag.

Viel positive Presse gibt es für ihn allerdings nicht erst seit seinem ersten Treffer. „Der junge Verteidiger Niklas Heinzinger ist eingeschlagen“ war schon Wochen zuvor in der Rheinischen Post zu lesen. Jedes Match im Einsatz, viel Eiszeit und positive Resonanz sind die Bilanz des U23-Kontingentspielers. Kein Wunder, dass er betont, wie gut er sich eingelebt habe.

Abgesehen von der Zeit nach dem mehr als klaren 6:1-Derbysieg in Köln, in dem das komplette Team mit Spielern, Trainer- und Betreuerstab in häusliche Quarantäne musste, lief bisher alles nach Plan. „Das war der einzige Rückschlag“ sagt Heinzinger über die 14-tägige Zwangspause Ende Oktober, Anfang November, die allein in einem Appartement „sehr langweilig und anstrengend“ gewesen sei. Bei grauem Herbstwetter bot nicht einmal der Balkon Abwechslung und als positiv Getestetem sei ihm absolutes Nichtstun verordnet worden. Erst nach Lungen- und Herztests war wieder Bewegung erlaubt. Wobei es davon gleich richtig viel geben sollte. „Am Donnerstag sind wir aus der Quarantäne gekommen, am Freitag haben wir gleich gegen Köln gespielt. Das war schon sehr anstrengend“, erzählt er.

Heinzinger zahlt Vertrauen mit Leistung zurück

Weil die Spielerdecke in der Verteidigung der DEG durch Verletzungen dünn ist, steht der Youngster seit seinem Wechsel von den Tölzer Löwen regelmäßig im Kader und auf dem Eis. Sein für einen jungen Verteidiger beachtlicher Schnitt von 16:26 Minuten Einsatzzeit spricht für das Vertrauen, das Trainer Harold Kreis in Heinzinger hat und das dieser nicht nur mit seiner Abwehrleistung zurückzahlt. Auch sieben Scorerpunkte hat er bereits auf dem Konto.

Zuletzt gab es besonders viele Spiele, weil die durch Corona ausgefallenen Matches schnell nachgeholt werden sollten. „Über zu wenig Einsätze kann ich mich nicht beklagen“, sagt der Holzkirchner lachend und spricht vom Gefühl, in Dauer-Playoffs zu stecken. Ein kurzer Abstecher nach dem Auswärtsspiel in München für Heiligabend daheim war die einzige kurze Pause.

Einen längeren Heimaturlaub im Oberland plant er in der Olympia-Pause Ende Januar. Bis dahin ist für den Tabellenzehnten der DEL, in dessen Reihen mit Tobias Eder aus Miesbach noch ein zweiter Akteur aus dem Oberland steht, noch einiges zu tun. Als Nächstes das Heimspiel am morgigen Donnerstag gegen die Nürnberg Ice Tigers. sie

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