Tobias Eder startet heute mit Düsseldorf in die neue DEL-Saison

Das Warten hat ein Ende

Freut sich, dass er endlich wieder mit der Düsseldorfer EG in der DEL loslegen kann: Eishockey-Profi Tobias Eder aus Miesbach. Foto: IMAGO/Beautiful Sports
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Freut sich, dass er endlich wieder mit der Düsseldorfer EG in der DEL loslegen kann: Eishockey-Profi Tobias Eder aus Miesbach. Foto:

Acht Monate Pause liegen hinter den Eishockey-Profis der DEL. Am heutigen Donnerstag startet die neue Saison. Mit dabei: der Miesbacher Tobias Eder mit der Düsseldorfer EG.

Miesbach/Düsseldorf – Es war ein langer Sommer. Mit einer Dauer von acht Monaten sogar der längste Sommer, den die Deutsche Eishockey Liga (DEL) jemals erlebt hat. Und es war mit Sicherheit auch einer der härtesten Sommer für die Klubs, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie massive finanzielle Einbußen zu verkraften hatten. Nachdem die Saison 2019/20 nach der Hauptrunde – ohne die Playoffs zu spielen – im März abgebrochen wurde, haben die Ligaverantwortlichen den Start in die neue Saison gleich zweimal verschoben.

Am heutigen Donnerstagabend (19.30 Uhr) ist der Miesbacher Tobias Eder mit seiner Düsseldorfer EG zum Derby bei den Kölner Haien zu Gast. Ein Gegner, der zwar in der vergangenen Saison in der regulären Saison nur Elfter wurde und die Playoffs verpasste, den die DEG aber nicht unterschätzen dürfe, meint Tobias Eder. „Mit Köln ist immer zu rechnen“, sagt der 22-Jährige.

Um die vielen Reisen zu den Spielen quer durch Deutschland zu vermeiden, wurde die Liga in eine Nord- und eine Südgruppe eingeteilt. Mit Düsseldorf und Köln messen sich die Eisbären Berlin, die Grizzlys Wolfsburg, die Iserlohn Roosters und die Pinguine aus Krefeld und Bremerhaven. In der Gruppe Süd treten neben Meister München die Adler Mannheim, die Schwenninger Wild Wings, die Tiger aus Straubing, bei denen Andreas Eder seit dieser Saison spielt, Nürnberg, die Panther aus Augsburg und Ingolstadt gegeneinander an.

Eder hat viel Zeit für Training

Innerhalb der Gruppen findet eine sogenannte Doppelrunde statt. Die Teams spielen viermal – je zweimal daheim und auswärts – gegeneinander. Zwischen den beiden Gruppen messen sich die Teams am Ende der Hauptrunde nur je einmal daheim und auswärts aneinander.

Weil die Saison erst jetzt starten kann, müssen die Cracks alle paar Tage auf das Eis. Dass durch die größere Belastung das Verletzungsrisiko in kritischem Maße ansteigt, befürchtet Eder nicht. „Einerseits ist natürlich jetzt im Winter die Belastung größer, andererseits war der Sommer lang genug, um unsere Körper in die richtige Verfassung zu bringen.“ Er fühle sich fit genug für die anstehende Saison.

Durch die lange Sommerpause konnte er die einzelnen Trainingsblöcke viel intensiver und länger durchführen. So befasste sich der Miesbacher, der in seiner Jugend beim hiesigen TEV und bei den Tölzer Löwen spielte und dann über die RB Hockey Juniors (Salzburg), den SC Riessersee und den EHC Red Bull München an den Rhein zur DEG wechselte, manchmal mehrere Wochen nur damit, seine Kraftausdauer zu stärken. Dann wiederum wochenlang mit dem Muskelaufbau oder der Maximalkraft.

Eder in der Vorbereitung in der dritten Reihe

Gemeinsam mit seinem Bruder Andreas (24), der für die Straubing Tigers erst kommende Woche in die Saison startet, richtete sich Tobias Eder einen Kraftraum in der heimischen Garage ein (wir berichteten). „Ich hatte zusätzlich noch die Möglichkeit, im Medius Schliersee zu trainieren, und war über den Sommer viel draußen beim Radeln.“

Weil aufgrund der unsicheren Zukunftsaussichten aber nie wirklich ein Ende in Sicht gewesen sei, hatte Eder Schwierigkeiten, die Motivation hochzuhalten. „Das war nicht immer leicht für den Kopf und mit der Zeit brutal zäh, mich zu motivieren und meine Arbeit zu machen“, erzählt Eder über sein Sommertraining, das sich aber ausgezahlt hat. „Rein von der körperlichen Fitness fühle ich mich so gut wie nie.“

Im Vorbereitungsturnier, dem Magenta-Sport-Cup, setzte DEG-Trainer Harold Kreis den jungen Angreifer in der dritten Sturmreihe ein. In der vergangenen Saison kam Eder in 43 Spielen auf sechs Assists – ein Treffer blieb ihm allerdings verwehrt. In der kommenden Saison will Eder auf mehr Scorerpunkte kommen „und auch Tore schießen“.

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