Vier Top-Klubs unter der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen

Red Bull Salute als EHC-Meister-Omen? „Ein bisschen abergläubisch sind wir ja auch“

+
Volle Hütte: Das Turnier kam im vergangenen Jahr sehr gut an. Bei den EHC-Spielen waren an beiden Tagen mehr als 2500 Zuschauer im Olympia-Eisportzentrum.

Der EHC Red Bull München veranstaltet auch das zweite Red Bull Salute in Garmisch-Partenkirchen: Der SC Bern, Sparta Prag und Konzern-Bruder Red Bull Salzburg kommen zum Einladungsturnier am 17. und 18. August ins Olympia-Eissportzentrum

Garmisch-Partenkirchen – Der EHC Red Bull München und Garmisch-Partenkirchen – das passt. Nicht nur, weil die beiden Eishockeyklubs seit einigen Jahren und weiterhin kooperieren. Nein. „Der Ort ist für uns einfach ein gutes Omen“, sagt Sportdirektor Christian Winkler. Dass diese Worte aus seinem Mund kommen, verwundert erst einmal wenig. Winkler ist ein Werdenfelser, lebt in der Marktgemeinde, hat beim SC Riessersee gespielt. Aber er kann die kleine Schwärmerei auch belegen. Seitdem die Münchner in der Vorbereitung regelmäßig unter der Alpspitze vorbeischauen, hält deren Meisterserie. Bei drei Titeln in Folge stehen Don Jackson und sein Team derzeit. Eines ist klar: Nummer vier soll im Frühjahr 2019 folgen. Warum also etwas an der Strategie ändern? „Ein bisschen abergläubisch sind wir ja auch“, sagt Winkler.

Also rückt der Deutsche Meister in der nächsten Wochen wieder mit seinem Tross an. Am Mittwoch schlägt er seine Zelte im Olympia-Eissportzentrum auf. Höhepunkt des Kurztrips wird das Einladungs-Turnier sein, das die Münchner zum zweiten Mal unter dem Titel Red Bull Salute veranstalten. Gäste am Freitag und Samstag sind einmal mehr die drei europäischen Hochkaräter SC Bern, Sparta Prag und der Konzern-Bruder, der EC Red Bull Salzburg. „Alles klangvolle Namen mit Spitzen-Mannschaften, die hochklassiges Eishockey garantieren“, sagt Winkler.

Red Bull Salute als besonderes Schmankerl für Riessersee-Fans

Zum zweiten Mal organisiert der EHC das Turnier. Dass Garmisch-Partenkirchen erneut der Austragungsort sein wird, stand für die Verantwortlichen bald fest. „Natürlich wollten es auch andere Orte haben“, verrät Winkler. Aber: „Es hat hier einfach alles perfekt geklappt, die Anlage ist wie gemacht für so ein Turnier. Es war auch im Sinne der anderen Teams.“ Außerdem könne der EHC so auch die Kooperation mit dem SCR weiter mit Leben füllen. Das ist Winkler wichtig. Schon bei der sich anbahnenden Rettung des Traditionsvereins brachte er sich über Gebühr ein, nun hatte er noch eine zündende Idee: „Wir gewähren allen Dauerkarten-Inhabern des SCR aus der Saison 2017/18 freien Eintritt.“ Ein feiner Zug. „Wir würden den Leuten gerne wieder richtig Lust auf Eishockey machen, denn die Schlagzeilen um den SCR in den vergangenen Monaten haben vielen sicher den Spaß daran geraubt.“

EHC-Manager Christian Winkler über das Red BUll Salute unter der Zugspitze: „Die Anlage ist wie gemacht für so ein Turnier. Es war auch im Sinne der anderen Teams.“

Neu ist in diesem Jahr das Format. „Wir haben das Programm komprimiert“, erklärt Winkler. Bei der Premiere 2017 hatte es am Donnerstag und Freitag jeweils ein Abendspiel gegeben, dazu die Final-Partien am Samstag. Das war den Gästen aber ein wenig zu viel. „Jetzt ziehen wir alles an zwei Tagen durch.“

Im Finale könnte es zum Red-Bull-Derby mit Salzburg kommen

Die Teams sind dieselben, die Paarungen ebenfalls. Im Grunde hatten die Münchner geplant, ein wenig durchzutauschen. Doch die Einteilung der Gruppen für die Champions League machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. So bleibt es bei den Halbfinal-Begegnungen zwischen Salzburg und Prag sowie Bern und München. Alles in der Hoffnung, vielleicht in diesem Jahr das konzern-interne Duell der Red-Bull-Teams zu bekommen.

Bei der Bestimmung eines Favoriten tut sich Winkler schwer. „Die Teams haben alle einen Edelkader“, sagt er. Im Vorjahr stellten die Münchner die deutlich stärkste Mannschaft, gewannen auch folgerichtig das Endspiel gegen Prag. „Natürlich wollen wir den Titel verteidigen“, betont Winkler. Wie weit das Team heuer allerdings schon sein wird, kann er nicht sagen. „Wir hatten dieses Mal doch einen größeren Umbruch.“ Gerade deshalb reisen die Münchner auch früher an. „Ein paar Tage unter sich zu sein, tut bestimmt gut.“ In der eigenen Heimat sowieso.

Quelle: tz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare