Tobias Eder zu seinem DEB-Debüt – Gemeinsam mit Andreas gegen Tschechien

Erfüllte Kindheitsträume: Tobias und Andreas Eder gemeinsam in Nationalmannschaft

In München spielten Andreas (l.) und Tobias Eder schon gemeinsam, jetzt laufen sich auch zusammen für die deutsche Nationalmannschaft auf.
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In München spielten Andreas (l.) und Tobias Eder schon gemeinsam, jetzt laufen sich auch zusammen für die deutsche Nationalmannschaft auf.

Für Tobias Eder gehen derzeit mehrere Kindheitsträume in Erfüllung: Er feierte sein Debüt in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und darf jetzt zusammen mit Bruder Andreas für den DEB aufs Eis.

Miesbach/Nürnberg – Ein Debüt, das anstrengend war und Spaß gemacht hat, hat der Miesbacher Eishockey-Profi Tobias Eder in der Nationalmannschaft gefeiert. Am vergangenen Wochenende lief der 23-Jährige in den beiden Vorbereitungsspielen für die Weltmeisterschaft in Riga (Lettland) gegen die Slowakei auf. Zwar gingen die beiden Partien jeweils knapp verloren, dennoch verbindet Eder mit seinen beiden ersten Spielen für die DEB-Auswahl gute Erinnerungen. „Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen“, erzählt er im Interview. „Das war richtig geil.“

Und zum ersten erfüllten Kindheitstraum kommt für den Miesbacher noch ein zweiter hinzu. Denn nachdem sein älterer Bruder Andreas Eder mit den Straubing Tigers am Wochenende hauchdünn gegen die Adler Mannheim aus den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Viertelfinale ausgeschieden war (wir berichteten), stößt auch er am heutigen Dienstag zur Nationalmannschaft dazu. Damit laufen am kommenden Donnerstag im nächsten WM-Vorbereitungsspiel gegen die Auswahl aus Tschechien (18 Uhr) die beiden Eder-Brüder aus Miesbach erstmals gemeinsam für Deutschland auf. Für Andreas Eder wird es das zwölfte Länderspiel, nachdem er im November 2017 sein Debüt feierte. „Als Kind war das natürlich immer ein Traum für uns, gemeinsam für die Nationalmannschaft zu spielen“, erzählt Tobias Eder und erklärt: „In den letzten Jahren wurde der Traum aber immer mehr zu einem Ziel und das haben wir am Donnerstag erreicht.“

Tobias Eder

Nach seinem ersten Lehrgang bei der deutschen Nationalmannschaft ist Tobias Eder ziemlich erschöpft. Zwar sei das Training an sich nicht besonders anstrengend gewesen, doch weil Eder mit der Düsseldorfer EG in den vergangenen Wochen einen vollen Terminkalender hatte, standen statt Mannschaftstrainings hauptsächlich Spiele auf dem Programm. „Da war mal wieder ordentlich trainieren richtig anstrengend, sodass es mir am Anfang sauber die Schuhe ausgezogen hat“, erzählt Eder, der für die Saison seine Schuhe noch nicht ausziehen muss.

Denn er bleibt auch in der zweiten Phase der Vorbereitung in der Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm, der am Montag einige Akteure wieder nach Hause schicken musste, um neue Gesichter zur Nationalmannschaft zu holen. Denn wie Andreas Eder mit den Straubing Tigers, sind auch die Iserlohn Roosters, die Pinguins Bremerhaven und der EHC Red Bull München aus den Playoffs ausgeschieden und deren Spieler damit für die Nationalmannschaft verfügbar. „Es war eine coole Woche, wir haben viele neue Gesichter gesehen und es tut weh, dass man jetzt einige heimschicken muss“, sagt Bundestrainer Söderholm nach dem ersten Wochenende. „Wir haben Spieler gesehen, die Zukunft in der Nationalmannschaft haben, es ist bei allen viel Arbeit.“ Diese darf Tobias Eder nun gemeinsam mit seinem Bruder Andreas weiter fortsetzen.

Andreas Eder

Bei der Düsseldorfer EG wird Tobias Eder auch künftig auflaufen. Eder verlängerte vergangene Woche seinen auslaufenden Vertrag um weitere zwei Jahre bis 2023 (wir berichteten). „Ich sehe meine Zukunft für die nächsten Jahre in Düsseldorf“, sagt er. Dort soll er nun auch ein elementarer Bestandteil der zukünftigen DEG-Mannschaft werden. „Er soll in der neuen Mannschaft eine größere Rolle einnehmen als bisher“, sagte Sportdirektor Niki Mondt. Auf der Vereinsseite ist gar vom „Gesicht der neuen DEG“ die Rede.

Eder will weiter hart an sich arbeiten, um sich zu verbessern. „Ich bin mit meiner persönlichen Leistung der vergangenen Saison zufrieden, aber ich habe mein Limit noch nicht erreicht“, findet Eder. Mit dem nächsten Schritt könnte sogar eine Nominierung für den WM-Kader drin sein.

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