Tobias Eder zu seinem DEB-Debüt und die Zukunft mit der Düseldorfer EG

Eder über Debüt: „Das war Gänsehaut pur“

Auf eine Rückkehr ins Nationaltrikot hofft Tobias Eder (l.) nach der Weltmeisterschaft in Lettland.
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Auf eine Rückkehr ins Nationaltrikot hofft Tobias Eder (l.) nach der Weltmeisterschaft in Lettland.

Vier Spiele durfte Eishockey-Profi Tobias Eder im Vorfeld der Weltmeisterschaft für die Nationalmannschaft absolvieren. Er spricht von Gänsehaut - auch weil er mit Bruder Andreas auflaufen durfte.

Miesbach/Nürnberg – Tobias Eder kürte seine solide Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit seinen ersten vier Länderspielen. Kurz vor der Weltmeisterschaft musste der 23-Jährige die deutsche Auswahl verlassen, steht aber auf Abruf bereit. Allzu große Hoffnungen macht er sich allerdings nicht. Im Interview spricht er über sein Debüt, seinen Bruder Andreas und seine Zukunft bei der Düsseldorfer EG.

Herr Eder, welcher Moment war der schönste rund um Ihr Länderspieldebüt?

Ich würde gerne mit zwei Momenten antworten. Der erste war, als das erste Mal die Nationalhymne begann. Ich habe mich auf das Spiel wie auf alle anderen auch vorbereitet, da war wenig Zeit zum Nervössein. Aber als ich an der blauen Linie stand, wurde mir alles so richtig bewusst. Ich durfte mein Land vertreten – das war Gänsehaut pur.

Und der zweite Moment?

Mein erstes Länderspiel mit meinem Bruder Andreas. Da ist einfach ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.

Wie war die Stimmung in der Nationalmannschaft?

Es hat alles wahnsinnig viel Spaß gemacht. Das sind alles super Jungs, die nicht ohne Grund für die Nationalmannschaft spielen. Klar, jeder will zur Weltmeisterschaft, da gibt es einen gesunden Konkurrenzkampf. Nichtsdestotrotz stellt jeder seine eigenen Belange in den Hintergrund, weil er einfach stolz ist, sein Land vertreten zu dürfen.

Für eine WM-Teilnahme reicht es für Sie voraussichtlich nicht. Bundestrainer Toni Söderholm lobte die jungen Spieler dennoch. Wie resümieren Sie Ihre Länderspiele?

So etwas ist schön zu hören. Ich finde auch, dass ich relativ gut gespielt habe. Ich durfte Powerplay und Unterzahl spielen und habe in den ersten beiden Spielen über 20 Minuten Eiszeit bekommen. Das ist mehr als ich in den meisten Spielen mit Düsseldorf hatte.

Dort haben Sie kürzlich Ihren Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Wie haben Sie diese Entscheidung getroffen?

Ich habe mir dieses Mal länger Zeit gelassen als bei meinem Wechsel nach Düsseldorf vor zwei Jahren. Ich habe geschaut, was für mich das Beste ist und wo ich sportlich am meisten weiterkomme. Ich hatte zwar auch Kontakt zu ein, zwei anderen Vereinen, aber das Gesamtpaket aus sportlicher und privater Sicht hat sich in Düsseldorf am besten angehört.

Bei der DEG sollen Sie mehr Verantwortung übernehmen. Wie sehen Ihre sportlichen Pläne aus?

Natürlich möchte ich soweit es geht meinen eigenen Erfolg mit dem der Mannschaft kombinieren. Ich will mich selbst weiterentwickeln und mit meiner Arbeit und meiner Spielweise der Mannschaft helfen, auch in den kommenden zwei Jahren ein Kandidat für die Playoffs zu sein.

Machen Sie sich Hoffnungen auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Peking 2022?

Ich werde alles geben, um mich zu empfehlen. Aber mit Blick auf Olympia weiß ich auch, dass es schon viele Spieler gibt, die ein höheres Standing haben. Wenn man nur an die NHL-Spieler denkt, dann bleiben schon weniger Plätze für Spieler aus der DEL übrig. Daher wäre es keine große Enttäuschung, wenn das nächstes Jahr noch nichts wird.

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