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Eishockey-WM: Deutschland gegen Tschechien im Alu-Pech – DEB-Drama in der Schlussphase

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Von: Christoph Klaucke

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Deutschland brachte im Viertelfinale der Eishockey-WM gegen Tschechien mehrmals die Scheibe im Tor nicht unter.
Deutschland brachte im Viertelfinale der Eishockey-WM gegen Tschechien mehrmals die Scheibe im Tor nicht unter. © Imago

Deutschland scheitert im Viertelfinale der Eishockey-WM an Tschechien. Das DEB-Drama in der Schlussphase im Ticker zum Nachlesen.

Update vom 26. Mai, 18 Uhr: „Ich bin sehr stolz. Die Jungs haben vieles richtig gemacht, es gab heute viele unglückliche Szenen. Wir haben nach einem langen Jahr gut gekämpft. Die Enttäuschung ist schon groß, muss ich ehrlich sagen. Ich hatte andere Pläne, aber das muss man schlucken“, sagte Bundestrainer Toni Söderholm nach dem Viertelfinal-Aus gegen Tschechien.

Deutschland – Tschechien 1:4

Tore:0:1 Pastrnak (3.), 0:2 Cervenka (11.), 0:3 Krejci (33.), 1:3 Seider (54.), 1:4 Smejkal (59.)
Zeitstrafen:Deutschland: 4; Tschechien: 3

60. Minute: Deutschland versucht es trotz des Rückschlags weiter und spielt ohne Torhüter nach vorne. Doch ein Treffer gelingt nicht mehr. Das DEB-Team scheidet nach großem Kampf und unfassbarem Alu-Pech mit 1:4 im Viertelfinale der Eishockey-WM gegen Tschechien aus.

59. Minute: Das war‘s! Deutschland kassiert das Empty-Net-Goal. Das DEB-Team verliert im gegnerischen Drittel das Bully und Smejkal trifft ins leere Tor.

58. Minute: Deutschland gibt alles, doch die Zeit rennt davon. Noch zwei Minuten für zwei Tore.

57. Minute: Wahnsinn! Reichel trifft die Scheibe nicht voll und scheitert an der Latte.

55. Minute: Zwei Tschechen laufen auf Grubauer zu, doch der NHL-Goalie pariert klasse und hält Deutschland am Leben.

Seider trifft kurz vor Schluss: Deutschland hofft nach Anschlusstreffer wieder

54. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOR für Deutschland! Endlich! Moritz Seider bricht den Bann und verkürzt. Er schießt aus der Distanz durch die Beine des tschechischen Torhüters.

54. Minute: Tschechien ist wieder komplett, doch die deutschen bleiben mit dem Torhüterwechsel noch immer in Überzahl und am Drücker.

53. Minute: Durcheinander vor dem tschechischen Tor, doch Deutschland bekommt die Scheibe nicht über die Linie.

52. Minute: Deutschland nimmt in Überzahl sogar den Torhüter raus und wird fast von den Tschechen bestraft. Die Scheibe kullert nur um Zentimeter am verwaisten Tor vorbei.

51. Minute: Überzahl für Deutschland! Kundratek muss wegen Beinstellens auf die Strafbank. Jetzt ein deutsches Tor und alles ist wieder möglich.

48. Minute: Bitter! Michaelis legt vor dem Tor quer, doch Ehliz ist einen Schritt zu spät.

47. Minute: Deutschland wirft jetzt alles rein um irgendwie diesen verflixten Anschlusstreffer zu schaffen. Immer wieder laufen die DEB-Cracks an, doch die Zeit wird langsam knapp.

43. Minute: Wieder fehlt nicht viel zum ersten deutschen Treffer. Plachta setzt aus der Distanz einen Gewaltschuss ab. Die Scheibe wird noch abgefälscht, fällt auf den Schlittschuh des tschechischen Torwarts und kullert wenige Zentimeter am Tor vorbei.

42. Minute: Leon Gawanke bekommt von hinten den Schläger in den Rücken gerammt. Die Tschechen kommen aber ohne Zeitstrafe davon.

42. Minute: Pföderl verliert seinen Schläger, kann diesen aber schnell wieder aufnehmen. Das DEB-Team ist direkt zu Beginn des letzten Drittels in der Defensive gefordert.

41. Minute: Jetzt gilt es für das DEB-Team. Deutschland muss drei Tore aufholen, zunächst muss aber der Bann mit dem ersten Treffer gebrochen werden.

40. Minute: Deutschland geht gegen Tschechien mit einem 0:3 in die letzte Drittelpause. Das wird gleich schwer, aber nicht unmöglich.

39. Minute: Deutschland drängt aufs Tor. Das DEB-Team will unbedingt noch vor der letzten Pause den Anschlusstreffer.

DEB-Team verzweifelt am Aluminium: Noebels scheitert an Wahnsinns-Parade

36. Minute: Wahnsinn! Deutschland will einfach kein Tor gelingen. Nach einem stark gespielten Konter bringt das DEB-Team die Scheibe nicht im fast leeren Kasten unter. Plachta bedient Noebels, und der jubelt schon, doch der Goalie der Tschechen Vejmelka lenkt die Scheibe spektakulär an die Latte.

35. Minute: Der Puck will einfach nicht ins tschechische Tor. Fischbuch scheitert zunächst knapp am Außennetz, Loibl kann den Abpraller nicht verwerten.

34. Minute: Grubauer kommt weit aus seinem Tor und riskiert Kopf und Kragen, kann den nächsten Gegentreffer aber verhindern.

33. Minute: TOR für Tschechien! Unfassbar, die Tschechen schlagen schon wieder im Powerplay zu. Schon nach zwölf Sekunden in Überzahl schlägt es im deutschen Tor ein. Drittes Powerplay, drittes Tor.

32. Minute: Noebels und Fischbuch wagen ebenfalls einen Schussversuch, doch der Goalie der Tschechen bleibt stabil. Danach ist das deutsche Powerplay vorbei.

31. Minute: Moritz Seider versucht es, trifft aber nur das Plexiglas.

30. Minute: Roman Cervenka kassiert eine Zeitstrafe wegen Schlagens gegen Plachta. Deutschland ist erstmals in Überzahl. Die Chance zum Anschlusstreffer!

28. Minute: Deutschland läuft in einen Konter, doch Grubauer ist wie so oft heute zur Stelle und hält das DEB-Team im Spiel.

28. Minute: Nach gut vier Minuten auf dem Eis können die Deutschen sich endlich befreien und frische Kräfte einwechseln.

26. Minute: Deutschland ist im eigenen Drittel gefangen. Die Tschechen feuern einen Schuss nach dem anderen aufs DEB-Tor.

23. Minute: Pföderl hat die erste Chance nach der Pause. Die Tschechen machen aber weiterhin früh Druck aufs DEB-Team.

21. Minute: Rein ins 2. Drittel. Deutschland spielt von rechts nach links.

Reichel trifft Pfosten: Deutschland bei Konterchance im Pech

19. Minute: Direkt im Anschluss gewinnt Deutschland den Bully und Lukas Reichel ist auf und davon. Doch Reichel scheitert mit einem Lupfer am rechten Pfosten. Kurz danach ist das erste Drittel rum. Gleich geht‘s weiter.

19. Minute: Krejci muss wegen Stockschlag auf die Strafbank, zuvor hatte Plachta provoziert, der ebenfalls raus muss.

17. Minute: Endlich macht es das DEB-Team mal schnell und erspielt sich eine aussichtsreiche Abschlussposition. Doch der Goalie der Tschechen reagiert glänzend, Fischbuch kommt noch zum Nachschuss.

15. Minute: Das DEB-Team hat die zwei frühen Gegentore erstmal gut weggesteckt und sucht den Weg nach vorne. Deutschland kommt jetzt vermehrt zum Abschluss. Noch ist alles drin.

11. Minute: TOR für Tschechien! Es dauert nur wenige Sekunden bis es wieder im deutschen Tor einschlägt. Nach fünf direkten Pässen ist Roman Cervenka freigespielt.

10. Minute: Nächste Zeitstrafe gegen Deutschland. Fischbuch verhindert mit einem Halten den Konter. Die Tschechen spielen wieder Powerplay.

9. Minute: Plachta hat die Chance nach einem schnellen Scheibengewinn. Der Goalie der Tschechen hält aber sicher.

6. Minute: Wie gegen die Schweiz kassierten die Deutschen eine frühe kalte Dusche und geraten in Rückstand. Jetzt muss das DEB-Team dagegen halten, doch die Tschechen machen weiter Druck.

Früher Schock für DEB-Team: Deutschland kassiert Gegentor gegen Tschechien im Powerplay

3. Minute: Tor für Tschechien durch Pastrnak! Die Tschechen nutzen das Powerplay zu Beginn direkt aus und treffen nach einer starken Passvorbereitung.

1. Minute: Los geht‘s! Deutschland in Weiß, Tschechien in Rot. Die Stimmung in Helsinki ist grandios. Das DEB-Team kassiert direkt eine Zeitstrafe. Ehliz muss fürs Beinstellen auf die Strafbank.

Update vom 26. Mai, 15.18 Uhr: Gleich startet das Viertelfinale der Eishockey-WM zwischen Deutschland und Tschechien. Die DEB-Cracks kommen aufs Eis. Es ist angerichtet.

Update vom 26. Mai, 15.10 Uhr: Das DEB-Team muss bei der Eishockey-WM im Viertelfinale gegen Tschechien die Gegentorflut stoppen. In den letzten drei Partien kassierte Deutschland gegen Schweiz, Kasachstan und Italien elf Gegentore – in den drei Spielen zuvor waren es nur drei Gegentreffer. Die Deutschen erzielten auf der anderen Seite aber auch 16 Tore in den letzten drei Partien.

Update vom 26. Mai, 15.05 Uhr: Ein Blick auf die Statistik: Seit der Einführung des Viertelfinals bei WM-Turnieren im Jahr 1992 stand die DEB-Auswahl zwölfmal in der Runde der besten Acht. Nur zweimal ging es danach weiter. Im Vorjahr schafften es die Deutschen in Riga im Krimi gegen die Schweiz ins Halbfinale.

„Wir fahren gut damit, einen Schritt nach dem anderen zu gehen“, sagte Kapitän Müller zu voreiligen Medaillen-Träumen. Gegen die Tschechen gab es in 31 WM-Partien nur vier Siege bei drei Remis und 24 Niederlagen. Zuletzt gelang 2007 ein Sieg.

Eishockey-WM: Deutschland gegen Tschechien im Viertelfinale – DEB-Team mit NHL-Goalie Grubauer

Update vom 26. Mai, 14.55 Uhr: Deutschlands Eishockey-Nationalteam geht bei der Eishockey-WM wie erwartet mit NHL-Torhüter Philipp Grubauer in das Viertelfinale gegen Tschechien. Der 30-Jährige von den Seattle Kraken erhielt wie bei der Niederlage im abschließenden Vorrundenspiel im Penaltyschießen gegen die Schweiz den Vorzug. Auf der Bank nimmt am Donnerstag in Helsinki der Berliner Meister-Torhüter Mathias Niederberger Platz.

Bundestrainer Toni Söderholm setzt in seiner Aufstellung auch ansonsten auf das Personal wie im Spiel gegen die Schweiz. Verteidiger Dominik Bittner und Ersatztorhüter Dustin Strahlmeier von den Grizzlys Wolfsburg haben keinen Platz im Aufgebot. NHL-Stürmer Tim Stützle war verletzt aus Finnland abgereist.

Deutschland: Grubauer (Seattle Kraken/26 Länderspiele) - Seider (Detroit Red Wings/25), Moritz Müller (Kölner Haie/181); Holzer (Adler Mannheim/91), Jonas Müller (Eisbären Berlin/70); Wissmann (Eisbären Berlin/18), Wagner (ERC Ingolstadt/54); Gawanke (Manitoba Moose/17) - Plachta (Adler Mannheim/115), Ehliz (Red Bull München/94), Michaelis (Toronto Marlies/40); Reichel (Rockford IceHogs/16), Pföderl (Eisbären Berlin/65), Noebels (Eisbären Berlin/109); Loibl (Skelleftea AIK/55), Fischbuch (Düsseldorfer EG/25), Alexander Karachun (Schwenninger Wild Wings/11); Kastner (Red Bull München/28), Schmölz (Nürnberg Ice Tigers/22), Soramies (ERC Ingolstadt/19), Ehl (Düsseldorfer EG/19). - Trainer: Söderholm

Tschechien: Vejmelka - Kempny, Hronek; Scotka, Kundratek; Sklenicka, Simek; Jordan - Cervenka, Krejci, Pastrnak; Zohorna, Hertl, Blumel; Vrana, Kampf, Smejkal; Flek, Stransky, Spacek. - Trainer: Jalonen

Eishockey-WM: Deutschland gegen Tschechien im Viertelfinale im Live-Ticker

Helsinki – Die Eishockey-WM geht in die entscheidende Phase. Mit dem Viertelfinale zwischen Deutschland und Tschechien am Donnerstag (15.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) werden die K.o.-Spiele eingeleitet. Das DEB-Team geht nach der besten WM-Vorrunde seiner Geschichte voller Selbstvertrauen ins Duell mit dem Nachbarn – und noch eine Rechnung offen.

Deutschland im Viertelfinale: DEB-Team spielte bei Eishockey-WM beste Vorrunde seiner Geschichte

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds hatte sich in der Vorrunde mit fünf Siegen aus sieben Partien Platz zwei gesichert und will wie im Vorjahr in Riga nun auch die erste K.o.-Runde überstehen. Sogar die abschließende Penalty-Niederlage beim Eishockey-Feuerwerk und blutigem Kampf gegen die Schweiz nahm die Mannschaft von Trainer Toni Söderholm als Mutmacher.

„Wenn wir weiter unsere Arbeit machen, haben wir gegen jeden Gegner eine Chance“, versicherte Verteidiger Korbinian Holzer. Angreifer Marcel Noebels mahnte indes: „Am Donnerstag fragt aber keiner mehr, wie wir in der Vorrunde gespielt haben. Da zählt nur siegen oder verlieren.“ Bei einer Niederlage ist die WM für das deutsche Team vorbei. Bei einem Sieg gibt es in Tampere zweimal die Chance auf eine Medaille.

Deutschland will im Viertelfinale der Eishockey-WM Revanche gegen Tschechien.
Deutschland will im Viertelfinale der Eishockey-WM Revanche gegen Tschechien. © Martin Meissner/dpa

Revanche gegen Tschechien: Deutschland scheiterte im WM-Viertelfinale 2019

Zudem bietet sich für das DEB-Team die Chance, sich für das 1:5 gegen die Tschechen im WM-Viertelfinale von 2019 zu revanchieren. Die Tschechen haben eine durchwachsene Vorrunde gespielt. Dreimal ging der zwölfmalige Weltmeister als Verlierer vom Eis, darunter war eine peinliche Pleite gegen Außenseiter Österreich.

Nach dem frühen Olympia-Aus stecken die Tschechen im Umbruch. „Sie spielen bei dieser WM mit einer anderen Taktik als in der Vergangenheit, arbeiten als Mannschaft gut zusammen und sind, wie gewohnt, von technisch guten Spielern geprägt“, befand Bundestrainer Söderholm.

Toni Söderholm vor Wiedersehen: DEB-Coach trifft auf seinen früheren Trainer

Für Toni Söderholm wird die Partie gegen Tschechien zum Wiedersehen mit seinem früheren Coach Kari Jalonen. Als Spieler hatte der 44-Jährige einst unter Jalonen in Helsinki die finnische Meisterschaft gewonnen. Nun stehen sich die beiden Finnen in derselben Halle als Gegner gegenüber. Jalonen trainiert seit März die tschechische Auswahl und soll einen Neuanfang gestalten.

„Ich habe riesengroßen Respekt vor Kari“, sagte Söderholm, der sich einiges bei seinem Landsmann abgeschaut hat. Der Bundestrainer betonte aber auch: „Wir wollen nicht, dass es um uns geht. Es geht um das Spiel.“ Verfolgen Sie das Viertelfinale der Eishockey-WM zwischen Deutschland und Tschechien, um 15.20 Uhr hier im Live-Ticker oder im TV und Stream. (ck/dpa)

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