Nach fünf Jahren bei den Bayreuth Tigers

Eishockey-Spieler Busch wechselt nach Landshut – die letzte Station vor der Heimkehr?

Nicht zu halten: Sebastian Busch (l.) stürmte fünf Jahre für die Bayreuth Tigers. Auf dem Bild schüttelt er seinen Freiburger Gegenspieler ab. (Foto: Peter Kolb/imago)

Eishockey-Spieler Sebastian Busch wechselt von Bayreuth zum EV Landshut. Ist auch eine Zukunft bei den Erding Gladiators denkbar? Ein Interview.

Erding – Sebastian Busch hat beim TSV Erding das Eishockey-Einmaleins gelernt, ehe er mit 16 Jahren in die DNL zum EV Landshut wechselte. Dort feierte er die deutsche Meisterschaft und rückte schließlich in den Zweitligakader auf. Nach einem Jahr bei den Füchsen Duisburg in der Oberliga Nord heuerte der Langengeislinger in Bayreuth an. Dort gelang ihm auf Anhieb der Aufstieg in die DEL 2. Fünf Jahre trug er das Tigers Trikot, jetzt hat der 27-jährige Physiotherapeut für die neue Saison einen Vertrag beim Zweitligisten EV Landshut unterschrieben.

Herr Busch, wie kam es zu dem Wechsel?

Mir hat es in Bayreuth sehr gut gefallen – und es gefällt mir immer noch. Aber ich wollte näher an daheim sein, und mit dem EVL bin ich schnell einig geworden.

Wie haben Sie das abrupte Saisonende erlebt? Bayreuth stand ja unmittelbar vor dem Playdown-Start gegen Crimmitschau.

Das war ganz komisch. In der Früh hatten wir trainiert und sollten eigentlich am Nachmittag eine zweite Einheit absolvieren. Von meinem Bruder Vale, der in Wolfsburg spielt, hatte ich dann erfahren, dass die DEL Schluss macht. Da war klar, dass die DEL 2 mitzieht. Wir haben dann in der Kabine aufs Saisonende angestoßen. Die Tschechen sind alle gleich heim, damit sie noch in ihr Land einreisen durften. Natürlich haben wir uns über den Ligaerhalt gefreut, aber es war ganz, ganz komisch.

Wie lief die Saison in Bayreuth?

Eigentlich wie das Jahr davor. Wir sind richtig schlecht gestartet und haben viele Spiele knapp verloren. Nach der November-Pause ging es bergauf. Da haben wir dann sieben oder acht Spiele hintereinander gewonnen. Am Ende hat uns dann ein Sieg zu den Pre-Playoffs gefehlt.

Wenn Bayreuth gegen Crimmitschau verloren hätte und Landshut gegen die Lausitzer Füchse, dann wären Sie mit Bayreuth in der entscheidenden Playdown-Runde auf den EV Landshut getroffen.

Das hätte passieren können und wäre schon komisch gewesen. Gut, dass es nicht so gekommen ist.

Landshut ist ja keine große Umstellung, oder?

Nein. Ich kenne das Stadion, ich kenne das Umfeld und auch einige Spieler noch von früher wie den Max Brandl, den Max Forster, den Max Hofbauer – die ganzen Maxen. Den Trainer kenne ich allerdings nicht. Erstmal schauen, ob und wie die Saison losgeht. Ich lasse alles auf mich zukommen, werde mein Bestes geben und mein Spiel spielen.

Welche Rückennummer werden Sie tragen?

Ich hoffe, dass ich die Nummer 11 kriege. Das ist meine Glücksnummer.

Ziehen Sie dann nach Landshut?

Nein, ich suche mir gerade eine Wohnung in Erding. Mal schauen, wie es sich so mit dem Training entwickelt. Vielleicht kann ich ja in der Physiopraxis meines Vaters stundenweise mithelfen. Das lasse ich auf mich zukommen.

Und Sie können jetzt eine Fahrgemeinschaft mit Dimitri Pätzold machen, der ja auch in Erding wohnt und von Krefeld nach Landshut gewechselt ist.

Ja, stimmt. Das wäre praktisch. Den ruf ich demnächst an.

Und wann sehen wir Sie im Trikot der Erding Gladiators?

Wenn ein gutes Angebot kommt (lacht). Nein, im Ernst. Ich schaue, wie lange der Körper hält, wie lange es mir noch Spaß macht und so weiter. Da sind viele Faktoren im Spiel. Aber grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt, irgendwann mal wieder bei meinem Heimatverein in Erding zu spielen.

Das Gespräch führte Wolfgang Krzizok.

Quelle: Merkur.de

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