ERSCO schrammt haarscharf an Punktgewinn vorbei

- Ottobrunn (mbe) - Gäbe es eine Drittel-Wertung, hätte der ERSC Ottobrunn einen 2:1-Sieg verbucht. Da im Eishockey aber nach wie vor die Gesamtzahl der Tore zählt, verpasste das Bayernliga-Schlusslicht um Haaresbreite ein Remis und unterlag am Haidgraben dem Tabellenvierten EC Pfaffenhofen 5:6 (1:0, 2:6, 2:0).

"Ein sechs Minuten dauernder Blackout im Mitteldrittel hat uns um einen durchaus möglichen Sieg gebracht", resümierte ERSCO-Sprecher Rainer Osterwalder. Ansonsten nämlich zeigte die Mannschaft von Trainer Christian Eibl eine ansprechende Leistung - der ERSCO führte nach Treffern von Schneidawind (20.), Tchichoflos (24.) und Müller (27.) schon 3:1. Aber dann: Binnen weniger Minuten drehten die Gäste den Spieß um, zogen auf 6:3 davon. "Unsere Spieler standen auf dem Eis wie gelähmt, waren zu keiner Reaktion fähig und mussten Treffer um Treffer hinnehmen", so Osterwalder.

Eingeleitet wurde die Serie von fünf Gegentoren durch einen stupiden Lapsus beim Linienwechsel vor einem Bully, den die Ottobrunner schlichtweg vertrödelten und per Konter den 2:3-Anschlusstreffer kassierten. Der Jubel bei den Pfaffenhofner Kufenflitzern rief auch deren Anhänger auf den Plan, die auf der Tribüne zu randalieren begannen: Ein halbes Dutzend "Fans" störte mit einem nachträglichen Silvesterfeuerwerk die Partie, überdies griffen die Vandalen einschreitende Ottobrunner Vereinsvertreter tätlich an. Von der Hektik ließen sich die ERSCO-Spieler anstecken, trotzdem überwog am Ende eine gewisse Zufriedenheit: "Wir haben vier der fünf Tore in Überzahl erzielt", bemerkte Eibl. Kapital müsste man halt daraus schlagen.

Auch interessant:

Kommentare