EHC-Verteidiger ist heiß

Abeltshauser im Playoff-Interview: „Applaus, Pfiffe – Hauptsache laut“

München - Konrad Abeltshauser, Verteidiger des EHC München, kennt einige Bremerhavener Spieler ganz gut.

Konny Abeltshauser, man darf gratulieren. Sie wurden am am Samstag in Köln als DEL-Verteidiger des Jahres ausgezeichnet. Überrascht gewesen?

Konrad Abeltshauser: Ich wusste, dass ich zu den Nominierten gehöre. Es hieß, ich solle nach Köln fahren, um bei der DEL-Gala mit Christian (Winkler, EHC-Geschäftsführer, d. Red.) die Trophäe für die Hauptrunden-Meisterschaft in Empfang zu nehmen. Als wir Nominierten für die Einzelpreise dann am Tisch gesessen sind, habe ich gemerkt: Hoppla, ist gar kein anderer Verteidiger mehr da.

Was bedeutet eine solche Individual-Auszeichnung, die außer Ihnen noch der Nürnberger Patrick Reimer als bester Stürmer und Spieler der Liga, der Kölner Gustaf Wesslau als Top-Torhüter und Maximilian Kammerer von der DEG als Rookie erhalten haben?

Abeltshauser: Mir bedeutet sie sehr viel – weil ich weiß, dass es zahlreiche gute Verteidiger in der DEL gibt, die dafür genauso in Frage gekommen wären, auch aus unserem Team welche. Die Auszeichnung tut mir gut, nachdem ich voriges Jahr die Finalserie wegen meiner Knieverletzung verpasst habe. Ich muss mich bei den Ärzten, Physiotherapeuten und Athletiktrainern bedanken, dass sie so mit mir gearbeitet haben, dass ich von Saisonbeginn an voll dabei war. Und natürlich bei meinen Mitspielern.

Sie sind so etwas wie der Chefrepräsentant des EHC München geworden. Telekomeishockey, das die Spiele überträgt, fordert bevorzugt Sie für Drittelpausen-Interviews an – die Sie in schönstem Bairisch geben.

Abeltshauser: Das macht mir Spaß. Wie auch Events für die Fans zu besuchen. Deshalb teilt mich der Verein oft dafür ein.

Im Viertelfinale treffen Sie mit dem EHC auf Bremerhaven (alle Termine, Regeln, Spielplan und Ergebnisse finden Sie hier). Für die meisten ein Team aus lauter Nobodys, Sie jedoch müssten einige Spieler aus Ihrer Zeit in der American Hockey League kennen.

Abeltshauser: Richtig. Mit Jeremy Welsh war ich in Chicago in der Mannschaft. Gegen Cody Lampl habe ich öfter gespielt, zuletzt, als er in St. John’s war. Mike Moore ging von den Worcester Sharks weg, als ich kam. Das sind Spieler, die in der AHL schon aufgefallen sind.

München hat gegen die Fischtown Pinguins zweimal zuhause verloren. Was macht Bremerhaven so gut?

Abeltshauser: Dass alle sich ans System halten. Ohne Ausnahme. Und sie arbeiten hart.

In Bremerhaven konnten Sie zweimal knapp gewinnen. Aber die Stimmung dort soll bombastisch sein in der 4700-Zuschauer-Arena.

Konrad Abeltshauser: Es muss nicht immer die große Halle sein. Mir gefällt es dort, obwohl die Leute ja nicht uns anfeuern. Doch ob Applaus oder Pfiffe, das ist egal. Hauptsache, es ist laut.

Im Tor wird Danny Aus den Birken starten. Trainer Don Jackson musste eine harte Entscheidung treffen.

Abeltshauser: In seinen Schuhen hätte ich da nicht stecken wollen. Auf der anderen Seite kann man keine falsche Entscheidung treffen, weil beide unserer Torhüter sehr stark sind.

Interview: Günter Klein

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