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Badstuber und Kroos wohl nicht zur U-20-WM

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Holger Badstuber zählt zu den Gewinnern in der Vorbereitung beim FC Bayern. © sampics

Donaueschingen - Bayerns Vorbereitungs-Gewinner Holger Badstuber soll im Herbst nicht an der Fußball-Weltmeisterschaft der U-20-Junioren teilnehmen.

Verein und Fußball-Profi sind sich im Grunde einig, dass für den Aufsteiger unter Louis van Gaal die Spiele der Münchner wichtiger sind als die WM vom 25. September bis 16. Oktober in Ägypten. Ein Turnier zu dieser Phase der Saison zu spielen sei Wahnsinn, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger am Donnerstag am Rande des Trainings in Donaueschingen . Man werde mit dem Spieler darüber reden.

Badstuber ist der große Gewinner der Vorbereitung unter Neu-Trainer Louis van Gaal und lief auch am Donnerstag im Trainingsspiel im A-Team auf. Nach dem Abgang von Lucio, der am Donnerstag im "kicker" noch einmal gegen die Münchner nachtrat, ist der 20 Jahre alte Nobody auf dem besten Wege, sich einen Stammplatz im Starensemble zu sichern. Als Linksfüßer soll er auf der linken Innenverteidiger-Position eingesetzt werden. "Der Verein hat Priorität", hatte Badstuber selbst zuletzt ebenfalls schon angedeutet, dass es wichtiger sei, für den Club als für das Nachwuchsteam des DFB aufzulaufen.

Laut "kicker" (Donnerstag) werden die Manager der betroffenen Vereine auf Einladung von DFB und DFL am 6. August nach Frankfurt gebeten, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. "Es ist nicht angedacht, Badstuber für die WM freizugeben, er soll sich auf den Verein konzentrieren", sagte Nerlinger im Sportmagazin. Laut der Zeitschrift hat auch Leverkusen dieser Tage angedeutet, die WM-Kandidaten Stefan Reinartz und Toni Kroos nicht abstellen zu wollen.

Badstuber, der aus der eigenen Amateur-Mannschaft den Sprung zu den Profis zu seinem Förderer Hermann Gerland als Co-Trainer gelang, ist noch zurückhaltend mit Blick auf eine Stammplatzprognose. "Ich denke von Tag zu Tag und was am 8. August ist, wird man sehen. Wenn ich meine Leistung und 100 Prozent bringe, habe ich gute Chancen, zu spielen", sagte der seit 2002 für die Bayern kickende Defensivmann.

Der Junior-Abwehrmann erfreut die Münchner, anders als Lucio, der eine Woche nach seinem Wechsel zu Inter Mailand noch einmal seinem Frust Luft machte. "Es ist normal, dass jeder Trainer seine eigenen Vorstellungen hat. Aber dieser Abschied war respektlos. Ich denke einfach, ein bisschen mehr Respekt hätte ich verdient gehabt", sagte Lucio. "Ich habe auch kein Problem mit diesem Wechsel. Ich glaube aber, die Art und Weise war nicht okay. Es gab viel Stress in den letzten Wochen, das fand ich nicht gut.

dpa

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