Die Bayern im Februar 2009: Klinsmann vergeht das Lachen

Jürgen Klinsmann
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Jürgen Klinsmann geriet im Februar 2009 verstärkt in die Kritik

München - Von wegen Fasching... An der Säbener Straße hat es im Februar 2009 gegärt und gebrodelt. Mittendrin in diesem Hexenkessel: der umstrittene Trainer Jürgen Klinsmann. 

Der FC Bayern im Februar 2009: Der Jahresrückblick in Bildern

Zum Monatsanfang eine schlechte und eine gute Nachricht - überbracht im Doppelpack! Erst die schlechte: Willy Sagnol hängt die Fußball-Schuhe an den Nagel. © 
Beim offiziellen Adieu des 31-jährigen Franzosen, der wegen anhaltender Achillessehnen-Problemen die Fußballschuhe an den Nagel hängt, ließ Uli Hoeneß gleich die Katze aus dem Sack: Der ukrainische Nationalspieler Timoschtschuk (29) vom russischen UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg wird ein Münchner´! “Ich gehe davon aus, dass er am 1. Juli hier ist“, sagt Hoeneß. © ap
Der FC Bayern im Februar 2009: Der Jahresrückblick in Bildern
Klinsmann auf Wiedergutmachungskurs: „Wir wollen heute ein Signal rausschicken“, sagte er nach dem enttäuschenden 0:1-Rückrundenauftakt gegen den HSV - und hielt Wort! © 
Der FC Bayern im Februar 2009: Der Jahresrückblick in Bildern
Miroslav Klose erlöste die Bayern mit einem Doppelpack in der Schlussphase, Zé Roberto hatte in der ersten Hälfte getroffen. Was für ein Thriller! Zéfix, das hat gedauert… © sampics
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Das Jürgen-Duell Klinsi gegen Klopp endete 3:1 für Bayern, die Roten waren bis auf einen Punkt an der Tabellenspitze. © 
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Doch der nächste Rückschlag folgte schnell: Bayern verlor gegen Hertha BSC mit 1:2. © 
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Schon wieder war ein Angriff auf die Tabellenspitze schiefgegangen. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison! Und nicht Erster zu sein, schlug auch Klinsi gewaltig aufs Gemüt. © dpa
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Klinsis Laune war auf dem Tiefpunkt. Nur drei Punkte aus den ersten drei Spielen – der Start in die Rückrunde war noch schlechter als der in die Hinrunde (vier Punkte). Mit versteinerter Miene verließ Jürgen Klinsmann den Innenraum des Berliner Olympiastadions, das sonst so oft gezeigte Grinsen war aus seinem Gesicht verschwunden. © sampics
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Zudem gab es mal wieder Verständigungsschwierigkeiten. Jürgen Klinsmann und Mark van Bommel waren sich nicht grün – auch nicht in Vertragsfragen… © 
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Zitat Klinsi: „Wir gehen davon aus, dass beide (van Bommel und Zé Roberto, d. Red.) noch ein Jahr bleiben. Ich habe mit Mark darüber gesprochen.“ Wirklich? © 
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Von einer Verlängerung wollte van Bommel (noch) nichts wissen: „Ich weiß nicht, wieso er so überzeugt ist. Das habe ich ihm nicht gesagt.“ © 
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Deutschland-Aufenthalt bald beendet? Landon Donovan (26) von L.A. Galaxy sollte sich beim Rekordmeister durchboxen. Nicht gerade die leichteste Aufgabe für den US-Boy, zumal Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge betonte: „Donovan ist ein interessanter Spieler. Aber wenn man einen Klose, einen Toni und einen Olic schon unter Vertrag hat, dann sind wir der Meinung, dass der vierte Spieler eher ein junger Spieler mit Perspektive sein sollte.“ © ap
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Auch Klinsi selbst schrieb nun einen Transfer seines Wunschspielers ab: „Die Problematik ist die, dass er sehr, sehr teuer ist. Die Ablösesumme ist fast zweistellig, man muss überlegen, ob das wirklich Sinn macht.“ © 
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„Ich verstehe das nicht“, sagte Uli Hoeneß ratlos. © 
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Wofür Hoeneß noch wesentlich weniger Verständnis hatte, war der Jubel von Christoph Daum beim 2:1-Sieg des 1. FC Köln gegen die Bayern. © sampics
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Gerade drei Spieler trauten sich nach Abpfiff noch in die Fankurve. Michael Rensing, Mark van Bommel und Tim Borowski gingen zu den pfeifenden Anhängern, der Rest wollte nach dem katastrophalen Auftritt gegen Köln nur noch weg... © sampics
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Platz 16 in der Rückrundentabelle, der schlechteste Start in die zweite Halbserie seit 34 Jahren, nur Gladbach kassierte zu Hause mehr Gegentreffer. Der „gefühlte Herbstmeister“ wies in der Rückrundentabelle als 16. die Bilanz eines Abstiegskandidaten auf. Noch blieben die Bosse ruhig... © 
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“Es gibt nichts mehr zu beschönigen“, erklärte Manager Uli Hoeneß nach dem 1:2-Desaster im eigenen Stadion. © 
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Da standen die Zeichen langsam aber sicher auf Abschied... © 
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Dazu das ständige Gerede: Ribéry zu Real Madrid, Ribéry zum AC Mailand, Ribéry zu Manchester City – fast täglich wurde der Bayern-Star bei einem anderen Klub gehandelt. Jetzt hieß es mal zur Abwechslung, dass sich der Franzose bereits mit dem FC Barcelona einig sei © 
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Dabei war er auch im Februar immer wieder durch Transfergerüchte im Mittelpunkt gestanden: „Die Fragen über meine Zukunft stören mich seit einiger Zeit“, sagte Ribéry, „da ist nichts dran.“ Und er befürchtete, dass wegen all der Nebengeräusche seine Form leiden könnte: „Die Geschichten nehmen mir die Energie. Mir geht es darum, Spaß zu haben und Fußball zu spielen.“ © 
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Doch genau dank dieses Unruheherds konnte doch noch aufatmen - dem FC Bayern gelang mit dem höchsten Sieg in der Champions League, einem 5:0 gegen Sporting Lissabon, der erhoffte Befreiungsschlag. Durch zwei Tore und eine Vorlage in Lissabon hatte Ribéry die Tickets für die nächste Runde ausgestellt. © 
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Unter den Augen der gesamten Vorstandsetage präsentierten sich die Bayern in Portugal gnadenlos effektiv. Die Mannschaft zeigte die wichtige Reaktion © 
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Klose und zweimal Toni (im Bild: Lucio) krönten den Abend. © 
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Doch inzwischen sorgten nicht einmal mehr klare Siege für Ruhe. Es gärte und brodelte beim FC Bayern – oder zumindest im Umfeld. Der Stein des Anstoßes: Die Taktik beim 5:0 in Lissabon. War die defensivere Ausrichtung ein Konstrukt des Trainers? Wie sehr mischte sich die Mannschaft in Klinsmanns Arbeit ein? Wurde der Trainer entmachtet? Der FC Bayern dementiert via Pressemitteilung. © 
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Dazu Ärger mit Daniel van Buyten: Überraschend spielte er gegen Sporting Lissabon nicht von Beginn an, wurde erst in der 78. Minute eingewechselt. © 
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Deshalb schimpfte der Belgier auf Trainer Jürgen Klinsmann. Van Buyten: „Ich habe das Gefühl bei ihm gegen eine Wand zu laufen. Ich gebe immer mein bestes, meine Werte sind gut, aber er lässt mich nicht spielen!“ © dpa
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Noch ein Unzufriedener: Keeper Michael Rensing teilte mit, dass er „die Schnauze voll habe von den Diskussionen, dass jeder meint, sich einmischen zu müssen“. Nachfrage: Wen meinen Sie damit? Rensing: „Vor allem die Experten!“ Mit freundlichen Grüßen an Franz Beckenbauer, Sepp Maier & Co. – sie hatten in jüngster Vergangenheit den neuen Stammtorwart hart angegriffen. Das wollte sich Rensing nicht mehr bieten lassen: „Ich bin der erste, der auf sich selbst schaut und seinen Mist wegkehrt. Aber dass permanent nach Fehlern gesucht wird, kann nicht sein. Das muss ein Ende haben.“ © 
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Nanu, was war da denn los? Die Profis im lockeren Trainingsspielchen. Doch plötzlich standen sich Franck Ribéry und Lukas Podolski Stirn an Stirn gegenüber, versuchten sich gegenseitig wegzudrücken. © 
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Nach einigen Sekunden wurde es Poldi zu bunt, mit beiden Händen schob er Ribéry energisch von sich weg. Eine heftige Rangelei zweier Kampfhähne. Die Trainingskibitze fragten sich besorgt: Wollten sich die beiden etwa prügeln? Poldi: „Ach, das war doch nur Spaß. Franck ist doch derjenige in der Mannschaft, mit dem ich mich am besten verstehe.“ Dennoch – nach einem fröhlich-unbeschwerten Jux sah die ganze Aktion nicht gerade aus. © 
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Einer der wenigen, die den Bayern-Fans Freude bereiteten, drohte ebenfalls mit Abschied: Zé Roberto © ap
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„Wichtig ist die Zukunftsperspektive, vor allem für meine Kinder, sagte der Brasilianer. “Wenn man mir einen Einjahres-Vertrag anbietet, muss ich mir das überlegen. Danach wegzuziehen, wenn sich die Kinder noch mehr an München gewöhnt haben, wäre schwierig. Bei einem Zweijahres-Vertrag bin ich mir ziemlich sicher, für immer in München zu bleiben, meine Karriere mit 37 Jahren hier zu beenden und in dieser Stadt alt zu werden.“ © 

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