Wie geht es beim Rekordmeister weiter?

Daum warnt die Bayern-Bosse - und ein anderer Trainer zeigt sich irritiert von einer Kovac-Aussage

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Christoph Daum

Mit Christoph Daum und Rene Weiler waren zwei Trainer beim Doppelpass auf Sport1 zu Gast. Beide äußerten sich umfänglich zur Situation beim FC Bayern München.

München - Christoph Daum ist Meistertrainer und ein Fachmann auf seinem Gebiet. Auch er hat einige Krisen - sowohl sportlich, als auch privat - in der Öffentlichkeit durchlebt und weiß, wie es ist, unter Druck zu stehen. Beim Doppelpass am Sonntag saß ihm Rene Weiler zur Seite. Deutsche Fußball-Fans kennen den Trainer noch als Coach des 1. FC Nürnberg. Beide Experten fachsimpelten über die aktuelle Situation beim FC Bayern. 

Daum äußerte sich über die schwierige Zeit, die Niko Kovac im Moment durchlebt. „Solange die Führung geschlossen hinter Kovac steht, weiß jeder Spieler, dass er selbst gefordert ist. Ein Verein ist immer so stark, wie geschlossen die Führung ist. Wenn am Trainer gerüttelt wird, kommt das ganze Koordinatensystem ins Wanken“, so der Deutsche. Er spricht also eine Warnung an die Bayern-Bosse aus. 

Rene Weiler über Manuel Neuer: „Ich weiß nicht, ob er sein altes Niveau erreicht“

Auch Rene Weiler, der von 2014 bis 2016 beim 1. FC Nürnberg an der Seitenlinie stand, hat sich zur Bayern-Krise geäußert und war über eine Kovac-Aussage verwundert. „Ich halte sehr viel von ihm. Nach der Partie gegen Berlin zu sagen: ‚Wir werden in den nächsten zehn Spielen nicht verlieren‘ darfst du aber nicht machen, das ist gefährlich. Diese Aussage von Kovac hat mich irritiert und war sicher nicht gut“, sagt der 45-Jährige, der aktuell beim FC Luzern tätig ist. 

RenÈ Weiler

Über die Situation mit Mats Hummels verloren die beiden Übungsleiter ein Wort. Der Verteidiger hatte die Niederlage schöngeredet. „Er ist jetzt in einer Tiefsituation drin, auch mit Bayern München. Ich sehe es als eine Trotzreaktion“, so Daum. 

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Auch über den sonst so formidablen Manuel Neuer wurden kritische Töne laut: „Ich weiß nicht, ob Manuel Neuer nach seiner Verletzung am Sprunggelenk wieder sein altes Niveau erreicht. Ich habe das Gefühl, dass Neuer weniger hochspringt als früher. Die Fallhöhe ist bei den etablierten Spielern, auch bei Neuer, natürlich sehr hoch. Früher waren wir es gewohnt, dass Neuer jeden Ball gehalten hat“, sagt Weiler.

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ank

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