Fußballer sagt seine Meinung

Goretzka wurde angefeindet - FCB-Star über AfD: „Keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland“

Leon Goretzka im Spiel bei Union Berlin
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Leon Goretzka hat zur AfD eine klare Meinung.

Leon Goretzka ist ein Fußball-Profi, der deutlich seine Meinung in der Öffentlichkeit sagt. Auch zu schwierigen Themen. Er bekam deswegen Gegenwind aus AfD-Richtung.

  • Leon Goretzka ist auf und neben dem Platz ein echtes Vorbild.
  • Der FCB-Star und Nationalspieler hat sich nun zur AfD geäußert.
  • Auch hier lässt der Fußballer kein Blatt vor dem Mund.

München - Leon Goretzka hat ein sehr erfolgreiches Fußball-Jahr hinter sich. Der FCB-Star brillierte in der Rückrunde für den Rekordmeister und konnte sogar das Triple gewinnen. Aber auch neben dem Platz war er stets vorbildlich unterwegs. Zusammen mit Joshua Kimmich gründete er während der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 die Aktion „We Kick Corona“*. Auch seine Aussagen nach rassistischen Vorfällen sind ein gutes Beispiel seiner Persönlichkeit. Sein Engagement für die Aufklärung des Holocausts sind aller Ehren wert - erst dieses Jahr traf er sich mit einer Holocaust-Überlebenden.

Der DFB-Nationalspieler wurde nun wegen seines politischen Engagements nach eigenen Worten von Anhängern der AfD angefeindet. „Ja, wurde ich. Das habe ich auch zum Teil öffentlich gemacht, um den Menschen zu zeigen: Stopp, hier gibt es Contra“, sagte der 25-Jährige vom FC Bayern München* in einem Interview der „Welt am Sonntag“.

FC Bayern: Leon Goretzka nimmt deutlich Stellung zur AfD

„Aber es gab vor allem viel mehr Zuspruch. Gegen diese Widerstände muss man ankämpfen, um etwas zu verbessern. Wir müssen den Leuten klar vor Augen führen, dass wir in einer Demokratie leben, die durch nichts und niemanden kaputt gemacht werden kann. Hasskommentare bringen mich eher dazu, mich noch klarer zu positionieren.“

Der Triple-Gewinner bekräftigte, dass er die rechtspopulistische Partei für unwählbar halte. „Speziell durch die Corona-Krise wurde noch offensichtlicher, welche Partei das ist: Für mich ist es keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland“, sagte Goretzka, der sich in diesem Jahr mit der Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer (99) getroffen hatte.

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FC Bayern: Goretzka spricht über Treffen mit Holocaust-Überlebende

„Trotz all des Leids, das sie erfahren hat, ist sie so ein positiver Mensch geblieben. Sie sagt, dass sie Menschen liebt“, berichtete der Nationalspieler. „Das ist nach dem, was Frau Friedländer durchlebt hat, eigentlich unvorstellbar. Sie hatte sogar ihren Judenstern mitgebracht. Das sind Momente, da erstarrst du förmlich.“ Sie habe ihm auf den Weg gegeben, „dass wir diejenigen sein müssen, die dafür Sorge tragen, damit so etwas nie wieder vorkommt. Das ist ihre Mission, darum kämpft sie jeden Tag.“ *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks (ank mit dpa)

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