Die Stimmen zum Spiel

FCB-Sieg unverdient? Köln-Coach Gisdol macht nach Schlusspfiff unmissverständliche Aussage

Markus Gisdol
+
Ist mit dem 1. FC Köln beim VfB Stuttgart unter Druck: Trainer Markus Gisdol.

Der FC Bayern gewann vier Tage nach dem Champions-League-Spiel mit 2:1 beim 1. FC Köln. Wir haben die Stimmen der Beteiligten zusammengefasst.

  • Der FC Bayern München* gewann am 6. Spieltag der Bundesliga beim 1. FC Köln*.
  • Beim Bundesliga*-Traditionsduell treffen die starken Bayern auf die formschwachen Geißböcke.
  • Die Stimmen der Spieler, Trainer und Verantwortlichen fassen wir für Sie zusammen.

Köln - Der FC Bayern gastiert am Samstag beim 1. FC Köln. Die Gäste stehen aktuell sieglos auf dem 16. Tabellenplatz und holten bislang nur zwei Punkte aus fünf Spielen. Die Stimmen zum Spiel:

Thomas Müller (FC Bayern) über...

... den Leistung des FCB: „Wir haben am Anfang der zweiten Halbzeit verpasst, das dritte Tor zu machen. Wir haben nur mit einem Tor Unterschied gewonnen, bis zur letzten Aktion kann da noch einiges passieren. Es war keine Gala und keine Glanzvorstellung. Wir haben zu einfach die Bälle verloren und haben zu lässig agiert. Die Leidenschaft war am Ende da den Sieg mitzunehmen, da mache ich uns keinen Vorwurf. Aber spielerisch war es schon mal besser.“

... den Gegner: „Die Kölner haben sich weit zurückgezogen und das ordentlich gemacht. Aber wir hätten doch zum Tor kommen können, hätten wir es besser ausgespielt.“

... die Arbeiter-Qualitäten der Bayern: „Eine neue Qualität ist es nicht, dass wir auch mal diese Arbeitseinstellung anmachen können. Wir haben sowohl Tempo als auch Technik in unseren Reihen, aber wenn es darum geht, den Sieg über die Zeit zu retten, gilt es das Arbeits-Schweinchen rauszuholen. Aber die ersten zehn Minuten in Köln zittern müssen, ist nicht unser Anspruch.“

... seinen Eindruck vom Spiel: „Es war schon eine dominante Vorstellung von uns aber nicht mit der gewohnten Souveränität. Wir haben sechs Positionen verändert, die Spieler haben sich eigentlich ganz gut eingefügt.“

Ismail Jakobs (1. FC Köln) nach dem Spiel über...

... die Partie: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Die Elfmeter-Entscheidung hat das Spiel kaputt gemacht, auch nach dem Elfmeter waren wir gut im Spiel, aber gegen die Bayern ist es schwierig.“

... den Handelfmeter zum 1:0: „Es war kein Handspiel. Der Schiedsrichter steht da, wo er es nicht sehen kann. Wenn der Schiedsrichter nicht pfeift, dann greift der Videoschiedsrichter auch nicht ein und es steht weiter 0:0.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern ) nach dem Spiel über...

... die Partie: „Es ist ok, ein Arbeitssieg. Nach dem 2:0 haben wir versäumt, das 3:0 zu machen. Zum Schluss haben wir zu viel Kraft gebraucht, weil Köln es gut gemacht hat und wir es haben es weniger gut gemacht. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, mit dem Spiel nicht.“

... den Gegner: „Köln hat es heute gut gemacht, wir haben es weniger gut gemacht. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, mit dem Spiel nicht so sehr. Wir wissen nicht, ob es mit den geschonten Spielern heute anders gelaufen wäre. Wenn man am Ende gewinnt, dann ist der Plan aufgegangen.“

 ... sein Personal: „Wenn man 2:1 gewinnt, dann ist alles aufgegangen. Ich bin heute mit Einstellung, Mentalität und Siegeswillen zufrieden. Wir haben uns mit unseren Fehlern im Passspiel das Leben selbst schwer gemacht. Wir hätten den Sieg klarer machen können. Aber die Kölner haben gemerkt, das was drin ist. Sie haben es dann gut und clever über die Zeit gebracht.“

... den Handelfmeter: „Handspiel? Es sind Regeln. Ich mache sie nicht. In der Situation hat es uns geholfen. Das ist einfach so.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) nach dem Spiel über...

... das Spiel: „Wir hätten heute einen Punkt machen müssen, und wir hätten ihn auch machen können. Zwei unglückliche Situationen haben das verhindert. Was uns von diesem Spiel bleibt: Die Mannschaft entwickelt sich, das hat sie auch in den vergangenen beiden Spielen schon gezeigt. Ich kann ihr nur ein Kompliment machen. Wir haben 90 Minuten am Plan festgehalten, und am Ende fühlt es sich eigenartig an: Niemand hätte sich beschwert, wenn auf der Anzeigetafel ein 2:2 steht.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern) vor dem Spiel über...

... die Abwesenheit von Leon Goretzka: „Nein, bei Leon war es so, dass gestern im Training ein bisschen Probleme hatte. Es hätte die Reise keinen Sinn gemacht.“

... die Schonung von Robert Lewandowski: „Wir reden immer von Belastungssteuerung und müssen das auch in die Tat umsetzen. Er ist Nationalspieler und hatte viel Belastung, dem müssen wir Rechnung tragen. Die ein oder zwei Tage, die er hat, sind jetzt gut für ihn.“

... seinen Dauerbrenner Thomas Müller: „Wenn man die letzten Spiele gesehen hat, dann hat er statistisch gesehen nicht allzu viele Spiele über 90 Minuten gemacht. Dazu hatte er während der Länderspielpause auch wirklich Pause.“

... die Neuzugänge: „Wir haben auch Vertrauen in die Spieler, die dazugekommen sind. Wir wollen das Spiel so gut wie möglich bestreiten und schauen, was dabei herauskommt.“

... Aushilfs-Linksverteidiger Bouna Sarr: „Bouna Sarr wird die Position spielen, er ist sehr konzentriert und hat eine absolut professionelle Einstellung.“

Horst Heldt (Geschäftsführer 1. FC Köln) vor dem Spiel über...

... die Herangehensweise gegen den FCB: „Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir etwas gegen diese Übermannschaft ausrichten können. Wirr wollen ihnen wehtun. Wir wollen versuchen, in Ballbesitz kommen und diesen dann nutzen. Es ist klar, dass die Bayern den Ballbesitz haben werden. Es wäre der Wahnsinn, wenn wir in der ersten Minute pressen würden die Bayern kommen sehr schnell hinter die Abwehrkette und sind dann auch hochversiert vor dem Tor. “

... das Fehlen von Robert Lewandowski: „Lewandowski ist, seit er beim FC Bayern ist, immer gut drauf. Ich wüsste gar nicht, wann er jemals nicht gut drauf war. Ich würde mal nicht sagen, dass die anderen Spieler wie Choupo-Moting nicht gefährlich sind, sonst hätte ihn der FC Bayern ja nicht verpflichtet.“

... den Kölner Trainer Markus Gisdol: „Wir hatten in den letzten Spielen kleinere Aussetzer, die zu Toren geführt haben. Wir müssen das gerade heute vermeiden. Marus Gisdol macht einen guten Job und das gilt es zu bewerten.“

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant:

Kommentare