Es wird ernst für den Double-Sieger

Geheimwaffe für das Triple: FC Bayern hat einzigartigen Champions-League-Trumpf

Für den FC Bayern startet mit der Anreise nach Lissabon die finale Vorbereitung vor dem Champions-League-Turnier. Dabei könnte Trainer Hansi Flick zum Trumpf werden.

  • Der FC Bayern verbringt die Tage während des Champions-League-Finalturniers in einem Fünf-Sterne-Resort.
  • Karl-Heinz Rummenigge wird das Team vor Ort unterstützen - vielleicht reist auch Uli Hoeneß an.
  • Trainer Hansi Flick kennt die Situation bereits von seinem größten Triumph.

München - Hansi Flick war mit dem Kurz-Trainingslager in Lagos zufrieden. „Die Tage hier waren optimal“, sagte der Bayern-Trainer am Mittwoch im Rahmen der letzten Trainingseinheit an der Algarve. An diesem Donnerstag geht es für Flick und seine Mannschaft nach Lissabon.

Der Flieger hebt um 12.10 Uhr Ortszeit ab und erreicht 45 Minuten später die portugiesische Hauptstadt. „Dort holen wir uns den letzten Schliff, schauen, wie das Stadion ist.“ Am Donnerstagabend steht im Estadio da Luz das Abschlusstraining der Münchner vor dem Kracher-Viertelfinale gegen den FC Barcelona (21 Uhr/hier im Live-Ticker) an.

FC Bayern beim Champions-League-Turnier: Rummenigge schon in Portugal - Hoeneß reist vielleicht nach

Doch bevor sich der deutsche Rekordmeister in seiner künftigen Portugal-Spielstätte akklimatisieren kann, werden die Spieler erst einmal ihr Königsklassen-Zuhause beziehen. Das Fünf-Sterne-Resort Penha Longa liegt in Sintra, knapp 30 Kilometer vom Stadion entfernt. Dort treffen Flick und seine Spieler unter anderem auf Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der von einem Ex-Kapitän eine klare Ansage zu hören bekam.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß wird, sollte der FCB das Halbfinale erreichen, am Samstag zur Mannschaft stoßen, um möglichst viel Zeit mit seinen Vereinskollegen verbringen zu können. Trainiert wird auf dem von der UEFA zugewiesenen Trainingsplatz im 30 Kilometer entfernten Mafra.

Will mit dem FC Bayern das Triple holen: Trainer Hansi Flick dürfte sich an die WM 2014 zurückerinnert fühlen.

FC Bayern beim Champions-League-Turnier: Hotel-Anlage bietet auch Golfplatz und Poollandschaft

Ähnlich wie in Lagos bietet die Anlage in Sintra den Spielern viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Unter anderem gibt es einen hauseigenen Golfplatz, eine großzügige Poollandschaft. Pferdeliebhaber Thomas Müller dürfte es das eine oder andere Mal zu den Stallungen ziehen, die dort ebenfalls vorhanden sind.

Trainer Flick dürfte die Umgebung stark an das Jahr 2014 erinnern, als er als Co-Trainer von Joachim Löw mit der Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister wurde. Das Campo Bahia bot den Kickern als Basislager den idealen Vorbereitungsort für den späteren Turniersieg.

FC Bayern beim Champions-League-Turnier: Spieler verbringen laut Goretzka viel Zeit zusammen

Mittelfeldspieler Leon Goretzka gab bereits einen kurzen Einblick in den aktuellen Tagesablauf des FCB: „Die wenigsten sind hier auf dem Zimmer, sondern wir verbringen Zeit zusammen. Auch Gespräche über sportliche Themen ergeben sich von ganz alleine und wirken nicht aufgezwungen.“ Und über die Turniererfahrung seines Trainers sagte er: „Die wird uns mit Sicherheit helfen.“

In der Tat ist Flick der einzige der verbliebenen Finalturnier-Trainer, der durch seine DFB-Tätigkeit schon Turniererfahrung dieser Art mit einer Mannschaft sammeln konnte. Bereits im Winter-Trainingslager in Doha hatte er die ersten Zeichen für einen möglichen Triple-Erfolg gesetzt - mit einer astreinen Triple-Präsentation. Für den damals Tabellendritten der Bundesliga, wohlgemerkt.

Hier residiert der Tross des FC Bayern: Das Fünf-Sterne-Resort Penha Longa in Sintra soll wie 2014 das Camp Bahia zum Erfolgsfaktor werden.

FC Bayern beim Champions-League-Turnier: Flick präsentierte mit Powerpoint-Präsentation Anreiz

Jetzt führt er im Interview mit der Sport Bild auch aus, was er sich damals, in seinem ersten Trainingslager mit den Bayern, gedacht hat. „Hätte ich als Ziel für die Rückrunde Platz zwei, Halbfinale im DFB-Pokal und Viertelfinale in der Champions League ausgeben sollen? Dann wäre ich der falsche Trainer für den FC Bayern.“ Ihm sei nach der Hinrunde schon „bewusst“ gewesen, „dass für dieses Team drei Titel drin sind“, deswegen habe er seine Powerpoint-Präsentation „als Anreiz präsentiert“. Nun weiß man, dass sie Wirkung gezeigt hat. (Manuel Bonke, Hanna Raif)

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