Diskussion um Verlängerung gerät zur Schlammschlacht

FC Bayern: Alaba halten oder abgeben? Zwei Sportredakteure, zwei Meinungen

Soll der FC Bayern den Gehaltsforderungen von David Alaba nachgeben oder ihn abgeben? Zwei unserer Sportredakteure vertreten unterschiedliche Meinungen.

Jonas Austermann: Alaba halten – um jeden Preis!

20 Millionen? Oder doch „nur“ 17? Es ist müßig, darüber zu spekulieren, wie viel Geld David Alaba nach der Vertragsverlängerung verdienen möchte. Für mich ist der Fall klar: Der FCB muss den Österreicher halten – koste es, was es wolle. Natürlich sollen die Münchner Alaba nicht zum Top-Verdiener machen, aber sie müssen sich strecken.

So ging es in den letzten Jahren vielen Klubs, die ihre Leistungsträger halten wollten. Und das ist Innenverteidiger Alaba wieder. Dass der 28-Jährige Pini Zahavi zum Berater machte, ist ein kluger Schachzug, denn der Israeli handelte auch den letzten Vertrag von Robert Lewandowski aus. Alaba weiß also, was andere fordern und ist nicht gieriger als andere Profis. Seine Vorstellungen spiegeln einen Trend wider – auch wenn der schon lange in die falsche Richtung geht.

David Alaba (r.) mit Bayern-Trainer Hansi Flick.

José Carlos Menzel Lopez: Vereinsliebe ist, Stopp zu sagen!

Wo hört Vereinsliebe auf und fängt die für den monatlichen Kontoauszug an? Eine Frage, die sich so mancher Bayern-Fan in diesem verflixten Jahr 2020 bereits gestellt haben dürfte – erst im Bezug auf Manuel Neuer, jetzt mit Blick auf David Alaba. Der gemeinsame Nenner: Beide wollten (wollen) eine saftige Gehaltserhöhung, ehe sie ihren Kontrakt verlängern.

Klar: Der FCB ist (nicht erst seit dem Triple) in einer wirtschaftlich privilegierten Situation, kann solche Forderungen also durchaus stemmen. Kritisch ist vielmehr das Signal in Richtung jener Mitarbeiter, deren Gehälter erst vor Monaten Corona-bedingt gekürzt wurden. Und natürlich an den Fan, die Essenz des Fußballs, der begreift, dass Vereinsliebe nur mit Millionengehalt und Beraterprovision vereinbar ist. Vereinsliebe ist, hier irgendwann Stopp zu sagen und nicht einzuknicken. Auch wenn sich die Wege in der Folge trennen.

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Rubriklistenbild: © dpa / Robert Michael

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